TV-Serie
Beschreibung
Masahide Hirate ist eine bedeutende Nebenfigur in der Erzählung von Nobunaga Concerto, die vor allem durch ihre Rolle als hochrangiger Vasall und engagierter Lehrer des jungen Herrn des Oda-Klans definiert wird. Als älterer Mann mit grauem, ohrlangem Haar und schwarzen Augen spiegelt sein Erscheinungsbild sein fortgeschrittenes Alter und die Weisheit eines langjährigen Dieners wider. Er ist eine Figur tiefer Loyalität und unerschütterlicher Hingabe an die Zukunft der Oda-Familie, die als moralischer Kompass und lebendige Verbindung zu den Traditionen der Vergangenheit des Klans dient.

Seine Persönlichkeit wird durch seine Position als Betreuer und Zuchtmeister eines Herrn geprägt, den er als äußerst frustrierend empfindet. Hirate wird durchgängig als zutiefst beunruhigt und verwirrt dargestellt durch das exzentrische und oft faule Verhalten des jungen Herrn, das er als schweren Respektlosigkeit gegenüber ihrem Stand und ihren Pflichten ansieht. Diese Sorge treibt ihn dazu, den jungen Mann ständig zu ermahnen und zu belehren, um ihm ein angemessenes Pflichtbewusstsein und Anstand einzuflößen, obwohl seine Ermahnungen historisch gesehen wenig Wirkung zeigten. Trotz dieser ständigen Reibung ist seine Motivation rein; er handelt aus tiefem Pflichtgefühl und dem verzweifelten Wunsch, seinen jungen Herrn zu einem respektablen und effektiven Führer heranreifen zu sehen, der den Klan einen kann.

In der Geschichte von Nobunaga Concerto ist Hirate eine der ersten Figuren, die auf den Protagonisten Saburou trifft, nachdem dieser mit dem echten Nobunaga verwechselt wurde. Als Lehrer ist er sofort an der Seite des jungen Herrn und versucht, ihn zu führen. Seine bemerkenswertesten Fähigkeiten sind nicht kämpferischer, sondern intellektueller und wahrnehmungsbezogener Natur. Er ist ein scharfsinniger und erfahrener Diplomat, der in den Künsten formeller Zeremonien wie der Teezeremonie bewandert ist, die für einen hochrangigen Vasallen unerlässlich waren. Noch entscheidender ist, dass er ein scharfes und unterscheidendes Auge besitzt. In einem Fall durchschaut er die Täuschung eines Spions, der versucht, als Vasall in die Oda-Familie einzudringen, erkennt sofort die wahren Absichten des Mannes und lässt ihn abweisen. Dies zeigt seinen Wert als Beschützer des Klans vor verborgenen Bedrohungen.

Seine wichtigsten Beziehungen drehen sich fast ausschließlich um den jungen Herrn. Als Lehrer ist er eine ständige, nörgelnde Präsenz, die die traditionellen Werte und Erwartungen der Samurai-Klasse repräsentiert, die der exzentrische Herr abzulehnen scheint. Später geht er eine komplizierte Bindung mit dem zeitversetzten Saburou ein, der nun Nobunaga spielt. Hirate ist stets verwirrt von dieser neuen Version seines Herrn, die gleichzeitig in manchen seltsamen Bereichen wissender und doch völlig unwissend in Bezug auf grundlegendes Samurai-Verhalten ist. Trotzdem bleibt er loyal und versucht, die Kluft zwischen dem seltsamen Verhalten des Herrn und dem Überleben des Klans zu überbrücken.

Hirates Rolle ist letztlich eine tragische, die in seiner Unfähigkeit verwurzelt ist, den Lauf der Dinge zu ändern. Sein tiefes, unerschütterliches Verlangen, den jungen Nobunaga zu schockieren, damit er seine Verantwortung ernst nimmt, führt ihn zu einer drastischen und letzten Handlung. Er bringt das ultimative Opfer, indem er sich das Leben nimmt, in einem letzten, verzweifelten Appell, der seinen Herrn zu den Konsequenzen seiner Torheit erwecken und den Klan vor dem Untergang bewahren soll. Dieser Akt des Seppuku dient als primärer Katalysator für die letztendliche Transformation des jungen Herrn, der ihn zwingt, sich dem Gewicht seiner Position und den Erwartungen seiner Vasallen zu stellen. In diesem Sinne ist Masahide Hirate bedeutendste Entwicklung sein Tod, der in der gesamten Erzählung nachhallt als das entscheidende Ereignis, das den Weg des Oda-Herrn zur Einigung zu formen beginnt. Er ist eine klassische Figur eines loyalen Beraters, dessen Opfer zum Eckpfeiler des zukünftigen Erfolgs seines Herrn wird.