OVA
Beschreibung
Aquilegia, bekannt als Mokuren, ist eine zentrale Figur, deren früheres Leben als Forscherin auf dem Mond einen Großteil des emotionalen Konflikts in der Geschichte antreibt. Ihr vollständiger Name lautet Kou=Has=Sei=Te=Moku=Ren, und sie bekleidet die Position einer Kiches Sarjalian, oder Kiche, einer Art Priesterin oder Schamanin, die durch einen roten, vierblättrigen kleeblattförmigen Punkt auf ihrer Stirn gekennzeichnet ist. Dieses Zeichen symbolisiert ihre Verbindung zur göttlichen Gestalt Sarjalim und verleiht ihr besondere Fähigkeiten, vor allem eine tiefe empathische Bindung zur Natur, die es ihr ermöglicht, Pflanzen und Tiere zu verstehen und mit ihnen zu kommunizieren. Als Biologin von Beruf ergänzt diese Fähigkeit ihre wissenschaftliche Arbeit bei der Erforschung des Planeten, den sie KK nennen, der Erde.

Oberflächlich betrachtet wird Mokuren von anderen oft als eine ätherische, unberührbare Göttin wahrgenommen, aufgrund ihrer atemberaubenden Schönheit, ihres heiligen Status und ihrer ruhigen, scheinbar perfekten Ausstrahlung. Doch dieses öffentliche Bild verbirgt eine komplexe und zutiefst persönliche innere Welt, die von Unsicherheit, Einsamkeit und einer starken Sehnsucht nach echter menschlicher Verbindung geprägt ist. Sie ist äußerst frustriert darüber, dass die Menschen sich nur zu ihr hingezogen fühlen, weil sie eine Kiche ist, und nicht wegen der Frau, die sie ist. Männer nähern sich ihr aus Neugier oder dem Wunsch nach ihrem Status, und Frauen halten aus Neid Distanz, sodass sie nur sehr wenige wahre Freunde hat. Ihre Entscheidung, dem Forschungsteam auf der Mondbasis beizutreten, ist von dem Wunsch motiviert, diesem goldenen Käfig zu entkommen, ihre eigene Identität als Person unabhängig von ihrer Rolle als Kiche zu finden und als ihr gewöhnliches Selbst gesehen zu werden. Sie betet sogar insgeheim darum, einen netten Mann kennenzulernen, was eine offene und leicht schelmische Seite offenbart, die im Kontrast zu ihrer gelassenen öffentlichen Fassade steht.

Bei ihrer Ankunft auf der Mondbasis fühlt sich Mokuren sofort zu zwei ihrer neuen Kollegen hingezogen. Der eine ist der freundliche und aufmerksame Gyokuran, der ihr mit offensichtlicher Zuneigung begegnet. Der andere ist der brütende und offen feindselige Shion, der keinen Hehl aus seiner Verachtung für Kiches macht. Paradoxerweise ist es Shion, der sie fesselt, gerade weil er der einzige Mensch ist, der ihren heiligen Status ignoriert und sie wie eine gewöhnliche Person behandelt, auch wenn diese Behandlung oft unhöflich ist. Ihre Gefühle für Shion werden zur prägenden Beziehung ihres Lebens. Trotz seiner Kälte und der grausamen Tat, die er an ihr begeht, indem er ihre Liebe zu ihm in einer sexuellen Begegnung ausnutzt, die sie körperlich und emotional verwüstet zurücklässt, schlagen ihre Gefühle nicht in Hass um. Sie wird von der Erkenntnis gequält, dass er log, als er sagte, er liebe sie, eine Wahrheit, die dadurch offensichtlich wird, dass ihr Kiche, das verschwinden würde, wenn sie ihre spirituelle Reinheit verlöre, intakt bleibt. Dennoch kann sie nicht aufhören, ihn zu lieben, und stimmt sogar einer formellen Verlobung mit ihm zu, um die Verachtung zu mildern, die ihm von seinen Kollegen für seine Taten entgegengebracht wird.

Dieses entscheidende, traumatische Ereignis ist die Quelle enormer Missverständnisse zwischen ihnen. Mokuren liebt Shion bedingungslos, während Shion, von Selbsthass verzehrt und im Glauben, er habe sie in die Beziehung gezwungen, nicht akzeptieren kann, dass ihre Gefühle echt sind. Er verwechselt ihr beständiges Mitgefühl, einen Kern ihrer Natur als Kiche, mit bloßem Mitleid oder Pflichtgefühl. Während ihres gesamten Lebens auf der Mondbasis zeigt Mokuren bemerkenswerte emotionale Widerstandsfähigkeit und Zähigkeit. Sie erträgt Klatsch, Ausgrenzung und Shions unberechenbares Verhalten, während sie gleichzeitig versucht, ihre Pflichten und ihr Selbstbewusstsein zu bewahren. In einem Moment großer Tragödie, als das Team erfährt, dass ihr Heimatplanet zerstört wurde, wird von ihr erwartet, ein Wunder zu vollbringen, aber sie ist genauso am Boden zerstört und machtlos wie alle anderen, eine Tatsache, die die Last der Erwartungen anderer unterstreicht. Die Geschichte präsentiert ihre Perspektive auf diese Ereignisse auf der Mondbasis, die sich oft stark von der Shions unterscheidet, und zeigt ihre Verletzlichkeit und ihre stille Stärke angesichts überwältigender Einsamkeit und Tragödie.

Als früheres Leben der heutigen Figur Alice Sakaguchi fließen Mokurens Erinnerungen und ungelöste Gefühle in die moderne Welt ein und beeinflussen die Handlungen und emotionalen Kämpfe der wiedergeborenen Charaktere. Ihr Entwicklungsbogen ist einer von tragischer Fehlkommunikation; sie und Shion lieben sich aufrichtig, sind aber nicht in der Lage, die Wahrheit im Herzen des anderen zu sehen, was zu einem Leben voller Schmerz und Isolation führt, das erst in ihren neuen Leben auf der Erde eine Lösung findet. Ihre bemerkenswerten Fähigkeiten, die sich auf ihre empathische Verbindung zur Natur konzentrieren, sind so stark, dass Pflanzen, wenn sie singt, explosionsartig wachsen, ein Phänomen, das in ihrer kontrollierten Heimat keine Probleme verursachte, aber auf der Mondbasis zu einer Plage wurde. Sie kann auch Kontakttelepathie einsetzen, um Erinnerungen und Bilder mit anderen zu teilen. Letztendlich ist Mokuren nicht die reine, passive Figur, die sie zu sein scheint, sondern eine Frau von tiefer Leidenschaft, sturer Hoffnung und einem tiefgreifenden Bedürfnis, nicht für ihr göttliches Zeichen geliebt zu werden, sondern für ihr sterbliches, fehlerhaftes und widerstandsfähiges Selbst.