Film
Beschreibung
Alphonse Heiderich ist ein junger deutscher Raketenwissenschaftler, der 1921 in München lebt, wo er ein enger Freund und Mitbewohner von Edward Elric wird, nachdem Edward aus seiner eigenen Welt hierher geschickt wurde. Durch seinen Namen und sein Aussehen, das eine auffallende Ähnlichkeit mit Edwards jüngerem Bruder aufweist, dient Heiderich als paralleles Gegenstück zu Alphonse Elric in dieser alternativen Realität. Heiderich ist locker, gutmütig und großzügig, was sich darin zeigt, dass er bereit ist, ein Roma-Mädchen namens Noah vor der Thule-Gesellschaft zu verstecken, trotz des wachsenden Vorurteils gegen ihr Volk. Er ist ein Mann der Wissenschaft mit einem erfinderischen, praktischen Verstand, der bei dem renommierten Dr. Hermann Oberth in Rumänien Raketentechnik studiert hat, bevor er nach München zurückkehrt, um seine Forschung fortzusetzen. Obwohl er gerne Edwards fantastische Geschichten über Alchemie und eine andere Welt hört, zweifelt er an deren Wahrheitsgehalt und ist verletzt von Edwards Eifer, zu gehen, sowie von dessen Annahme, dass die Menschen dieser Welt nur Teil eines Wachtraums seien. Obwohl er die rassistischen Konzepte der Thule-Gesellschaft ablehnt, akzeptiert Heiderich deren Förderung, um seine Projekte zu finanzieren, getrieben von einem verzweifelten Bedürfnis, den wissenschaftlichen Wert seines Landes zu beweisen und ein bleibendes Vermächtnis zu hinterlassen. Diese Dringlichkeit rührt von einer tödlichen Lungenerkrankung her, bei der es sich vermutlich um Lungenkrebs handelt, verursacht durch das Einatmen von Raketenabgasen, was ihn unter heftigen Hustenanfällen leiden lässt und schließlich zum Bluthusten führt. Heiderich verheimlicht den Ernst seiner Krankheit vor seinen Mitmenschen, zeigt eine tapfere Fassade und bagatellisiert seine Symptome, um keine Besorgnis zu erregen. Er ist verantwortungsbewusst und selbstständig, kümmert sich oft um häusliche Angelegenheiten, während Edward mit Gedanken an die Heimkehr beschäftigt bleibt. Heiderich ist sich völlig unbewusst, dass die Thule-Gesellschaft seine Raketen nicht für friedliche Erkundungen, sondern zur Invasion und Plünderung von Edwards Welt einsetzen will. Als Edward ihn mit dieser Wahrheit konfrontiert, weigert sich Heiderich, seine Arbeit einzustellen, was zu einem heftigen Streit führt, bei dem seine Krankheit schließlich offenbart wird. In einer ergreifenden Schlusshandlung, nachdem er Edward daran erinnert hat, dass er und diese Welt real sind, hilft er seinem widerstrebenden Freund, nach Hause zurückzukehren, indem er ihn in einer Zweisitzerrakete durch das geöffnete Tor zurückschickt. Kurz nach dem Start der Rakete wird Heiderich von Rudolf Hess angeschossen und tödlich verwundet, stirbt mit einem Lächeln im Gesicht, während er zusieht, wie Edward sicher durch das Tor gelangt. In der gesamten Geschichte wird Heiderich durch seinen verborgenen Schmerz, seinen stillen Entschluss, von Bedeutung zu sein, und sein letztendliches Opfer definiert, was ihn zu einer tragischen Figur macht, deren Tod Edward zutiefst erschüttert.