OVA
Beschreibung
Icelus, auch bekannt als Illusion Icelus, ist eine Figur aus dem Anime Saint Seiya: The Lost Canvas. Er ist einer der vier Traumgötter, mächtige Geister, die dem Gott Hypnos dienen und das Reich der Träume regieren. Sein Name leitet sich von Icelus oder Icelos ab, einem anderen Namen für den griechischen Traumgeist Phobetor, was „schrecklich“ bedeutet. Getreu diesem Ursprung wird Icelus als das wildeste und brutalste Mitglied seiner Gruppe dargestellt, das oft mit tierischer Wildheit angreift.

In der Geschichte werden Icelus und seine Brüder, darunter Phantasos und Oneiros, damit beauftragt, den Körper und die Seele des jungen Pegasus-Heiligen Tenma zu fangen. Ihr Ziel ist es, ihn in der Welt der Träume gefangen zu halten, um zu verhindern, dass seine Seele wiedergeboren wird und eine zukünftige Bedrohung für Hades darstellt. Icelus erscheint zuerst im Heiligtum der Athena, genauer gesagt im Schützen-Tempel. Dort stellt er sich Capricorn El Cid und stiehlt die Seele des komatösen Sagittarius Sisyphos direkt aus dessen Körper, indem er sie mit seinen Zähnen herauszieht. Dieses Ereignis treibt den Goldheiligen El Cid dazu, das Heiligtum zu verlassen und die Traumgötter in ihr eigenes Reich zu verfolgen, um die Seele seines Freundes zurückzuholen.

Icelus‘ Persönlichkeit ist von Grausamkeit und einem scharfen, wenn auch verdrehten Sinn für Intrigen geprägt. Nachdem er miterlebt hat, wie El Cid sich ohne Schmerzensschrei den eigenen Arm abtrennt, um weiterzukämpfen, ist Icelus von der Willenskraft des Goldheiligen fasziniert. Er beschließt, El Cid persönlich in Phobia gegenüberzutreten, der Region der Welt der Träume, die er beherrscht und die nach einem seiner mythologischen Beinamen benannt ist.

Der Hauptkonflikt zwischen Icelus und El Cid zeigt die bemerkenswerten Fähigkeiten des Traumgottes. Anstatt sich auf eine benannte Technik zu verlassen, kämpft Icelus mit roher Gewalt, heult und zerfleischt seine Opfer mit Krallen, die oft von einer geisterhaften, wolfsähnlichen Aura verstärkt werden. Seine gefährlichste Fähigkeit ist die Macht, den umgebenden Raum zu verbiegen und zu verdrehen. Diese Fähigkeit erlaubt es ihm, jeden Angriff, der in seine Nähe kommt, abzulenken und sogar den Raum so zu verzerren, dass der Schlag eines Feindes aus einem unerwarteten Winkel auf ihn selbst zurückgelenkt wird. Er nutzt diese Macht auch, um seine Anwesenheit und seinen Kosmos zu verbergen, sodass er sich unentdeckt durch Dimensionen bewegen und für einen Überraschungsangriff neben seinem Ziel erscheinen kann. Trotz dieser gewaltigen Kräfte gelingt es El Cid, ihn zu besiegen. Indem er das Blut seines abgetrennten Arms nutzt, um einen visuellen Effekt zu erzeugen, kann der Goldheilige die Verzerrungen im Raum verfolgen und einen tödlichen Schlag landen. Schließlich wird Icelus‘ Seele von seinem Bruder Oneiros beansprucht, der ihn mit anderen Traumgöttern verschmilzt, um ein monströses Wesen zu erschaffen. Dieses kombinierte Wesen wird dann durch den Goldenen Pfeil des Schützen zerstört, der mit dem Kosmos von Athena durchdrungen ist. Diese vollständige Zerstörung dient als erzählerische Erklärung dafür, warum diese spezifischen göttlichen Wesen im Heiligen Krieg des zwanzigsten Jahrhunderts gegen Hades nicht erscheinen.