TV-Serie
Beschreibung
Ishizu Ishtar ist eine zentrale Figur im ursprünglichen Yu-Gi-Oh!-Manga und im Anime der zweiten Serie. Sie ist die ältere Schwester von Marik Ishtar und stammt aus einer Familie von Grabwächtern, einer Linie, die über Generationen hinweg damit betraut war, das Grab des namenlosen Pharaos zu schützen und die Geheimnisse seiner Macht zu bewahren. Als Teil dieser heiligen Pflicht bewachte ihre Familie auch zwei der Millennium-Gegenstände: den Millennium-Stab und das Millennium-Tauk, auch bekannt als das Millennium-Halsband.

Ishizu ist eine große, schlanke junge Frau mit bronzefarbener Haut, langem schwarzem Haar und markanten blauen Augen. Ihr Erscheinungsbild wird oft durch traditionellen ägyptischen Schmuck und elegante Kleidung ergänzt, darunter ein goldenes Diadem und, während ihrer Zeit im Battle-City-Turnier, ein weißes Kleid mit einem Schleier. Sie bekleidet die offizielle Position der Generalsekretärin des ägyptischen Obersten Rates für Altertümer und arbeitet zeitweise als Museumskuratorin in Domino City, um die Schlüsselpersonen anzulocken, die sie für ihre Pläne benötigt.

Was ihre Persönlichkeit betrifft, wird Ishizu typischerweise als ruhig, gefasst und äußerst geheimnisvoll dargestellt. Sie tritt mit einer Aura von Weisheit und Formalität auf und spricht auf eine gemessene und bedachte Weise. Ihr strenges und ernstes Auftreten verbirgt jedoch eine tiefe Quelle familiärer Liebe und eine schwere Last der Verantwortung. Als Kind war sie liebevoll und beschützend gegenüber ihrem jüngeren Bruder Marik und half ihm sogar, heimlich nach draußen zu schleichen, um die Welt zu sehen, ein Akt, der gegen die strengen Regeln ihrer Familie verstieß. Dieses Ereignis hatte katastrophale Folgen und führte zur Geburt von Mariks dunklem Alter Ego, Yami Marik, der ihren Vater ermordete. Ishizu trägt immense Schuld an dieser Tragödie und fühlt sich tief verantwortlich für das Monster, zu dem ihr Bruder geworden ist. Sie widmet sich der Rettung von Mariks Seele, selbst wenn es bedeutet, ihr eigenes Leben zu opfern.

Ishizus Hauptmotivation während der Battle-City-Handlung ist es, für ihre Vergangenheit zu büßen und ihren Bruder vor seinem bösen Gegenstück, Yami Marik, zu retten. Um dies zu erreichen, inszeniert sie eine komplexe Reihe von Ereignissen. Sie gibt Seto Kaiba die ägyptische Gottkarte, Obelisk der Peiniger, unter der Bedingung, dass er das Battle-City-Turnier ausrichtet. Ihre Absicht ist es, das Turnier als Köder zu nutzen, um die Seltenen Jäger und ihren Bruder anzulocken und eine Konfrontation zu erzwingen, die es ihr ermöglicht, das Böse aus Marik zu vertreiben. Sie glaubt fest an das Schicksal, vor allem wegen ihres Besitzes des Millennium-Tauk, das ihr erlaubt, die Zukunft zu sehen. Sie nutzt diese Visionen, um Schlüsselfiguren wie Yugi Mutou und Seto Kaiba auf den Weg zu führen, von dem sie glaubt, dass er zur Erlösung Mariks bestimmt ist.

Über ihre Beziehung zu Marik hinaus sind Ishizus wichtigste Interaktionen mit Seto Kaiba und Yugi Mutou. Sie betrachtet Kaiba als entscheidendes Teil ihres Plans, einen mächtigen Duellanten, dessen Stolz und Ehrgeiz genutzt werden können, um das Turnier auszurichten. Ihre Beziehung erreicht ihren Höhepunkt im Battle-City-Viertelfinale, wo sie gegen ihn duelliert. Mit dem Millennium-Tauk sagt sie jeden seiner Züge voraus und glaubt, dass seine Niederlage unvermeidlich ist. Kaiba widersetzt sich jedoch ihrer vorhergesagten Zukunft, indem er einen unerwarteten Zug macht, seinen Blauäugigen Weißen Drachen beschwört anstatt der Gottkarte, die sie vorhergesehen hatte, und besiegt sie. Diese Niederlage ist ein wichtiger Wendepunkt für Ishizu, da sie ihren absoluten Glauben an ein festgelegtes Schicksal zerstört und beweist, dass die Zukunft verändert werden kann. Nach ihrer Niederlage übergibt sie das Millennium-Tauk an Yugi und sagt ihm, dass es nicht mehr auf sie reagiert, weil die Zukunft, die es ihr gezeigt hat, verändert wurde. Sie hat auch eine Verbindung zur Vergangenheit des Pharaos, da sich herausstellt, dass sie die Reinkarnation von Isis ist, einer Hohepriesterin, die dem Pharao im alten Ägypten diente.

Im Laufe der Geschichte durchläuft Ishizu eine bemerkenswerte Entwicklung. Sie beginnt als eine Frau, die so sehr an ihre Zukunftsvisionen gebunden ist, dass sie Ereignisse inszeniert, um ein vorherbestimmtes Ergebnis zu erreichen. Ihre Niederlage durch Kaiba lehrt sie, dass das Schicksal nicht absolut ist und dass Individuen die Macht haben, ihre eigenen Wege zu gehen. Nachdem Yami Marik endgültig besiegt und ihr Bruder befreit ist, zeigt sich eine freudigere und erleichterte Seite ihrer Persönlichkeit, die Yugi und seinen Freunden dankbar ist, dass sie Marik gerettet haben. Im letzten Handlungsbogen erfüllt sie zusammen mit Marik und ihrem Adoptivbruder Odion die uralte Pflicht ihrer Familie, indem sie Yugi und seine Freunde zum Grab des Pharaos führt, damit der Geist des Pharaos ein zeremonielles letztes Duell führen und schließlich ins Jenseits übergehen kann.

Ishizu ist eine beeindruckende Duellantin, die sich als Finalistin im Battle-City-Turnier qualifiziert hat. Ihr Deck dreht sich um „Vergangene Schmerzen“ und besteht hauptsächlich aus Fee-Typ-Monstern mit altägyptischen Motiven, darunter Karten wie Keldo, Mudora und Kelbek. Ihre bemerkenswerteste Fähigkeit wird jedoch durch das Millennium-Tauk verliehen. Dieses Objekt erlaubt es ihr, in die Vergangenheit und Zukunft zu sehen, und sie kann diese Visionen sogar für andere sichtbar projizieren. In einem Duell ermöglicht ihr diese Kraft, die Strategie ihres Gegners zu sehen, bevor er sie ausführt, was sie zu einer nahezu unaufhaltsamen Gegnerin macht, bis das Eingreifen eines anderen Millennium-Gegenstands oder ein Akt purer Willenskraft den Lauf der Dinge ändert.
Besetzung