TV-Serie
Beschreibung
Jigoro Inokuma ist der Großvater der Protagonistin Yawara Inokuma und eine zentrale Figur in ihrem Leben. Als lebende Legende der Judowelt ist er ein Meister des siebten Dan, der berühmt dafür ist, fünf aufeinanderfolgende Meisterschaften bei den All-Japan-Meisterschaften gewonnen zu haben – eine Leistung, die seinen Status als Gigant dieser Kampfkunst festigte. Sein Name allein trägt das Gewicht der Judogeschichte in sich, da er von Jigoro Kano, dem Begründer des modernen Judo, und Isao Inokuma, einem Olympiasieger, abgeleitet ist. Er hat zudem ein Buch mit dem Titel „Judo wird nicht über Nacht erlernt“ verfasst, das ihm Anhänger und Einfluss in der gesamten Judowelt Japans und international eingebracht hat. Außerhalb seiner sportlichen Aktivitäten betreibt er eine chiropraktische Praxis.

Jigoros prägendste Eigenschaft ist seine alles verzehrende und oft dominierende Leidenschaft für Judo. Schon in sehr jungen Jahren erkannte er ein außergewöhnliches Talent in seiner Enkelin Yawara und widmete sich der Verfeinerung ihrer Fähigkeiten durch rigoroses, tägliches Training. Sein großes Ziel ist es, Yawara bei den Olympischen Spielen in Barcelona eine Goldmedaille gewinnen und anschließend einen nationalen Ehrenpreis erhalten zu sehen. Dieses Ziel ist zur Besessenheit geworden, und er investiert fast seine gesamte Energie in dessen Verwirklichung, wobei er oft als Hauptauslöser für die Handlung der Serie fungiert.

Bei der Verfolgung dieses Traums offenbart Jigoro eine Persönlichkeit, die manipulativ, intrigant und unerbittlich stur ist. Er scheut sich nicht, jede noch so hinterhältige Methode anzuwenden, um Yawara in Wettkämpfe zu locken, zu zwingen oder zu drängen, die sie vermeiden möchte. Es ist bekannt, dass er ausgeklügelte Pläne schmiedet, ein verschmitztes V-Zeichen macht, wenn einer gelingt, und sich in Yawaras Privatleben einmischt, besonders wenn sie einem Jungen wie dem Reporter Kosaku Matsuda näherkommt. Seine traditionalistische und altmodische Art spiegelt sich in seiner Sprache wider, und er hegt eine deutliche Abneigung gegen moderne, verwestlichte Bräuche. Er neigt dazu, seinen eigenen Judo-Rang und seine Meisterschaftsrekorde aufzubauschen, die sich jedes Mal ändern, wenn er sie erwähnt. Trotz seiner rauen Schale hat er eine komische Seite; oft wird er mit einem Snack beim Anschauen von Kämpfen gesehen, eine Angewohnheit, die er mit seinem Sohn Kojiro teilt.

Die Beziehung zwischen Jigoro und Yawara ist der emotionale Kern seines Charakters. Während er seine Enkelin eindeutig liebt, erzeugen seine autoritären Methoden immense Konflikte zwischen ihnen. Yawara träumt von einem normalen Leben, fernab des Judo-Dojo, und der Druck ihres Großvaters ist die Hauptquelle ihrer Frustration über den Sport. Jigoro sieht ihr Talent als Geschenk, das für sportlichen Ruhm genutzt werden soll, während Yawara es als Last betrachtet, die sie daran hindert, ein gewöhnliches Mädchen zu sein. Diese Dynamik erzeugt ein ständiges Hin und Her, wobei Jigoro als der Hauptantagonist zu Yawaras Bitte um ein normales Leben fungiert.

Seine Rolle in der Geschichte ist die des Drahtziehers und der treibenden Kraft. Es ist seine Entscheidung, eine Rivalin für Yawara zu schaffen, die das wohlhabende sportliche Wunderkind Sayaka Honami einführt und die wichtigste sportliche Rivalität der Serie entfacht. Er ist derjenige, der Yawara ständig ins Rampenlicht und auf die nationale Bühne drängt und sicherstellt, dass ihr Weg unweigerlich zu den Olympischen Spielen führt. Ohne seine unermüdlichen Intrigen und seinen unerschütterlichen Druck würden die Ereignisse der Geschichte niemals stattfinden.

Trotz seines hohen Alters und seiner geringen Statur bleibt Jigoro ein unglaublich beeindruckender Judoka. Er bewahrt die Fähigkeit, aktive Schwergewichts-Judoka mühelos zu werfen, was zeigt, dass seine überlegene Technik nicht der Vergangenheit angehört. Seine persönliche Judo-Philosophie ist eine des aggressiven, überwältigenden Angriffs: Er sagt oft, dass ein Sieg nicht wirklich ein Sieg sei, es sei denn, er wird durch einen Ippon, einen perfekten Wurf, errungen. Er predigt das Prinzip des „ju yoku go o seisu“ oder „Weichheit kontrolliert Härte“, aber sein eigener Stil besteht darin, seinen Gegner direkt zu dominieren. Er zeigt seine Fähigkeiten sogar in anderen Bereichen, indem er auf einer Disco-Tanzfläche komischerweise eine Mischung aus Judo- und Karate-Bewegungen einsetzt. Er ist ein kleiner, weißhaariger alter Mann, der den Geist und die Körperlichkeit eines Champions verkörpert, was ihn zu einer beeindruckenden und unvergesslichen Präsenz in der Welt von Yawara macht!