TV-Serie
Beschreibung
Itachi Uchiha ist ein Shinobi aus dem berühmten Uchiha-Clan des Verborgenen Blattdorfs, der bereits in sehr jungen Jahren als Wunderkind galt. Geboren in die Familie des Clanoberhaupts Fugaku Uchiha, zeigte er bereits im Alter von sieben Jahren den Intellekt und die Weisheit eines Hokage. Seine frühen Erfahrungen mit den Schrecken des Dritten Großen Shinobi-Weltkriegs prägten in ihm einen tief verwurzelten Pazifismus und einen Hass auf Konflikte. Als Kind war er ein nachdenklicher und introspektiver Mensch, der aufgrund seiner reifen Perspektive etwas isoliert von seinen Altersgenossen war. Er war nicht an die engen, clanzentrierten Ansichten gebunden, die viele seiner Verwandten dominierten – eine Eigenschaft, die von der Dorfführung bemerkt und respektiert wurde.

Die prägende Tragödie in Itachis Leben entsprang einer Verschwörung zwischen dem Uchiha-Clan und dem Dorf Konoha. Im Verdacht, den Angriff des Neunschwänzigen inszeniert zu haben, wurden die Uchiha an den Rand gedrängt, was sie dazu veranlasste, einen Staatsstreich gegen die Regierung zu planen. Von den Dorfältesten als Doppelagent innerhalb des Clans eingesetzt, wurde Itachi vor eine unmögliche Wahl gestellt: seine gesamte Familie zu töten, um einen verlustreichen Bürgerkrieg zu verhindern, oder zuzusehen, wie sein Clan und seine Heimat sich gegenseitig zerstören. Beeinflusst von seinem engsten Freund und Mentor Shisui Uchiha, der glaubte, dass die Pflicht eines Shinobi darin bestehe, jedes Leid für den Frieden zu ertragen, entschied sich Itachi, die Last des Massakers zu tragen. Er willigte in die Mission ein und verschonte nur seinen jüngeren Bruder Sasuke, den er mehr liebte als jeden anderen.

Itachis Persönlichkeit ist eine Studie in extremer Widersprüchlichkeit und emotionaler Unterdrückung. An der Oberfläche wurde er zum kalten, emotionslosen Schurken-Shinobi, einem Mitglied der kriminellen Organisation Akatsuki. Er ist bekannt für seine ruhige, analytische und würdevolle Art zu sprechen, wobei er selten die Stimme erhebt oder seine Absichten preisgibt. Doch unter dieser stoischen Fassade verbarg sich ein zutiefst sensibler und selbstaufopfernder Mensch. Er zwang sich dazu, in Sasukes Augen zum Bösewicht zu werden, und schuf absichtlich die Erzählung eines grausamen Mörders, der nur tötete, um seine eigene Fähigkeit zur Gewalt zu testen. Dieser Akt sollte den Hass seines Bruders schüren und Sasuke dazu antreiben, stark genug zu werden, um ihn eines Tages zu töten und als Held nach Konoha zurückzukehren, um so den Namen der Uchiha wiederherzustellen.

Seine Rolle in der übergeordneten Geschichte ist die eines Schattenbeschützers. Nach dem Massaker trat er als Spion für Konoha den Akatsuki bei, um die Bewegungen der Organisation zu überwachen und sie von dem Dorf fernzuhalten, das er immer noch liebte. Er wird durch den Ring „朱“ (Scharlachrot/Suzaku) identifiziert, den er an seiner rechten Hand trägt und der die Gottesfaust des Südens repräsentiert. Seine Reise gipfelt in einem lang erwarteten Kampf mit Sasuke. Von einer unheilbaren Krankheit gezeichnet, trieb Itachi seinen Bruder an seine Grenzen, entfernte das verfluchte Siegel, das Orochimaru auf Sasuke gelegt hatte, und starb schließlich mit einem Lächeln im Gesicht, nachdem er seinem Bruder – eine Geste aus ihrer Kindheit – auf die Stirn getippt hatte, bevor er zusammenbrach.

Schlüsselbeziehungen definieren seinen gesamten Handlungsbogen. Seine Bindung zu seinem Bruder Sasuke Uchiha ist der emotionale Kern seiner Geschichte; er opferte seine Seele, seine Moral und sein Leben, um Sasukes Zukunft zu sichern. Seine Freundschaft mit Shisui Uchiha gab ihm einen Mentor, der seine Last teilte und ihm letztlich die Macht verlieh, das Dorf noch über das Grab hinaus zu beschützen. In den Akatsuki war seine Partnerschaft mit dem haifischähnlichen Kisame Hoshigaki von gegenseitigem Respekt und seltener Kameradschaft geprägt. Auch seine Beziehung zum Dorf Konoha ist eine eigene Art von Beziehung; obwohl er als Verräter gebrandmarkt wurde, waren seine Taten die ultimative Form der Loyalität gegenüber dem Staat.

Itachi durchläuft eine bedeutende Charakterentwicklung, die größtenteils nach seinem Tod offenbart wird. Anfänglich als flacher Antagonist dargestellt, definierte die Wahrheit seines Opfers seinen gesamten Charakter neu. Während des Vierten Großen Shinobi-Weltkriegs wurde er durch die Reinkarnations-Ninjutsu, die Unreine Seelenwiederbelebung, wiederbelebt. Als er Naruto Uzumaki sah, gab er sein Versagen zu. Er gestand, dass er versucht hatte, alles allein zu kontrollieren, im Glauben, er könne Sasuke durch Hass zu einem Helden formen, aber erkannte, dass dies ein Fehler war. Von der Kontrolle des Jutsus befreit, entschied er sich, seiner Vergangenheit ehrlich ins Auge zu sehen, und erzählte Sasuke die ganze Wahrheit ohne jede Manipulation. Er schlussfolgerte, dass man nicht vergeben müsse, aber räumte ein, dass er durch das Verbergen seiner Gefühle seinem Bruder nur noch mehr Schmerz zugefügt hatte.

In Bezug auf seine Kampffähigkeiten ist Itachi berühmt für seine Meisterschaft des Sharingan und die legendären Kräfte seines Mangekyo Sharingan. Sein linkes Auge nutzt Tsukuyomi, beschrieben als die ultimative geistige Illusion, die es ihm erlaubt, Zeit und Raum zu kontrollieren, um den Geist eines Opfers für das, was sich wie Tage anfühlt, in einem einzigen Augenblick zu foltern. Sein rechtes Auge manifestiert Amaterasu, die höchste Stufe der Feuerfreisetzung, die unauslöschliche schwarze Flammen erzeugt, die brennen, bis ihr Ziel verzehrt ist. Aus diesen Augen kann er Susanoo beschwören, einen massiven geisterhaften Krieger, der als nahezu absolute Verteidigung und Angriff dient. Sein spezifischer Susanoo führt das ätherische Totsuka-Schwert, das alles versiegelt, was es durchbohrt, und den Yata-Spiegel, der seine Eigenschaften ändern kann, um jeden Angriff abzuwehren. Itachi ist zudem tief analytisch und verlässt sich auf Irreführung und Strategie auf einem Niveau, das rohe Kraft übersteigt.