Film
Beschreibung
Krankenschwester Makiho Amano ist eine wichtige Nebenfigur im Anime-Film Blood: The Last Vampire aus dem Jahr 2000. Sie dient als ruhiges Gegenstück zur Protagonistin des Films, Saya, und repräsentiert die gewöhnliche Menschheit angesichts erschreckender übernatürlicher Ereignisse. Ihr vollständiger Name lautet Makiho Caroline Amano. In der Geschichte, die im Jahr 1966 spielt, arbeitet Makiho als Schulkrankenschwester an der High School auf dem amerikanischen Yokota Air Base.

Makiho wird zunächst als eine freundliche, etwas sanftmütige und bescheidene Person dargestellt, die gut mit den Schülern auskommt. Obwohl sie offenbar Amerikanerin ist, spricht sie fließend Japanisch. Ihre Position als Schulkrankenschwester genießt jedoch nicht viel Respekt von Persönlichkeiten wie dem Schulleiter, was darauf hindeutet, dass ihr Status innerhalb der Schulhierarchie relativ niedrig ist. Sie wird als mollig beschrieben, und ihre Persönlichkeit ist sanft und freundlich, was einen starken Kontrast zur düsteren und aggressiven Saya darstellt.

Ihre Hauptrolle in der Erzählung ist die einer ahnungslosen Zeugin, die in Sayas Mission verwickelt wird. Auf der jährlichen Halloween-Party der Schule besuchen zwei Schüler, die in Wirklichkeit Chiropteren sind, fledermausartige Vampirkreaturen, Makiho im Krankenzimmer. Saya erscheint plötzlich und greift sie an, wobei sie ihre wahre monströse Natur offenbart. Dieses traumatische Ereignis versetzt die sanfte Krankenschwester in einen tiefen Schockzustand.

Trotz ihrer anfänglichen Angst, die so extrem ist, dass sie kurzzeitig Selbstmord in Betracht zieht, zeigt Makiho einen entscheidenden Moment der Entwicklung und inneren Stärke. Als Saya gefangen ist und Hilfe benötigt, wird Makiho aufgefordert zu helfen und findet den Mut, eine Reihe verschlossener Türen aufzubrechen, und beteiligt sich aktiv an ihrem eigenen Überleben und Sayas Kampf. Ihre Beweggründe sind einfach und nachvollziehbar: eine Nacht unvorstellbaren Grauens zu überleben und die Zerstörung ihrer normalen, friedlichen Realität zu verarbeiten. Sie ist keine Kämpferin, sondern eine normale Person, die in außergewöhnliche Umstände gezwungen wird.

Ihre wichtigste Beziehung ist die zu Saya, obwohl es keine Freundschaft oder tiefes Verständnis ist. Saya, die normalerweise Menschen verachtet, rettet Makiho dennoch mehrfach das Leben, obwohl ihre genauen Gründe unklar bleiben. Für Makiho ist Saya eine erschreckende und rätselhafte Gestalt, eine Retterin, die genauso beängstigend ist wie die Monster, die sie jagt. Sie hat auch eine kurze Interaktion mit David, Sayas Betreuer, der betont, wie wichtig es ist, Makiho vor der Polizei zu erreichen, was auf das Interesse der Regierung hindeutet, den Vorfall zu vertuschen.

Am Ende des Films hat Makiho einen vollständigen psychologischen Umbruch erlebt. Nachdem sie von Davids Partner Louis geborgen wurde, wird sie anschließend in einem Verhörraum gesehen, wo sie von Regierungsbeamten zu den Ereignissen der Nacht befragt wird. Sie kann ihre Geschichte jedoch nicht beweisen, da alle physischen Beweise des Kampfes beseitigt wurden und Saya und David verschwunden sind. In einer letzten, eindringlichen Szene zeigt ihr Vernehmer ihr ein Foto aus dem Jahr 1892, das ein Mädchen zeigt, das Saya identisch sieht, mit dem Wort „Vampir“ darauf.

Die Geschichte endet aus Makihos Perspektive, als sie zur Schule zurückkehrt. Sie erzählt, dass sie nie die ganze Wahrheit über Saya und die Kreaturen, gegen die sie kämpfte, erfahren hat und sich fragt, ob Saya immer noch irgendwo auf der Welt kämpft. Sie repräsentiert somit die bleibende, geheimnisvolle Wirkung der Begegnung mit einer verborgenen, übernatürlichen Welt, zurückgelassen mit nur fragmentarischen, unglaublichen Erinnerungen.

Makiho besitzt keine nennenswerten übernatürlichen Fähigkeiten oder Kampffertigkeiten. Ihre Stärken sind vollkommen menschlich und manifestieren sich als ein latentes Reservoir an Mut, das es ihr ermöglicht, ihre lähmende Angst für einen entscheidenden Moment zu überwinden, um Saya zu helfen.