Film
Beschreibung
Im Anime-Film Metropolis aus dem Jahr 2001 ist Shunsaku Ban ein Privatdetektiv aus Japan, der mit seinem Neffen Kenichi in die titelgebende futuristische Stadt reist. Seine Mission ist es, Dr. Laughton zu verhaften, einen Wissenschaftler, der wegen illegalen Handels mit menschlichen Organen gesucht wird. Ban ist ein korpulenter, mittelalter Mann von kleiner Statur, der sofort an seinem kahlen Kopf und seinem markantesten Merkmal, einem großen, buschigen Schnurrbart, zu erkennen ist, der ihm den liebevollen Spitznamen Higeoyaji oder Alter Mann mit Schnurrbart eingebracht hat. Er bevorzugt eine klassische, altmodische Detektivkleidung, typischerweise einen Mantel und Hut, die an Sherlock Holmes erinnern.

Was seine Persönlichkeit betrifft, ist Ban eine komplexe Mischung aus weltmüdem Zynismus und einem zugrunde liegenden, unerschütterlichen Gerechtigkeitssinn. Er kann barsch, jähzornig und zu komischen Überreaktionen oder Panik neigen, wenn er plötzlich mit Gefahr konfrontiert wird. Gleichzeitig ist er im Grunde gutmütig und mutig, mit einer Beharrlichkeit, die ihn dazu treibt, Bedrohungen energisch entgegenzutreten, sobald er seine Fassung wiedererlangt hat. In Metropolis gibt er oft die Fassade eines pragmatischen Ermittlers, der über seine Ausgaben schimpft oder eine Situation ausnutzt, um Essen zu probieren, ohne zu bezahlen, aber seine Handlungen offenbaren einen fürsorglichen Beschützer, der seine Verantwortung ernst nimmt.

Bans zentrale Motivation ist zweigeteilt: seinen beruflichen Auftrag zu erfüllen und die Sicherheit seines Neffen zu gewährleisten. Seine Ermittlungen in Metropolis werden von der örtlichen Polizei behindert, die zu sehr mit den großen Feierlichkeiten der Stadt beschäftigt ist, um ihm zu helfen, und ihm stattdessen nur einen Androiden-Detektiv namens Pero als Führer zur Verfügung stellt. Die Mission ändert sich dramatisch, als Dr. Laughtons Labor bei einem Brand zerstört wird. Während der Suche nach Überlebenden wird Ban von Kenichi getrennt, und sein Fokus verlagert sich darauf, nicht nur den Fall zu lösen, sondern auch den Jungen wiederzufinden. Dieser persönliche Antrieb führt ihn dazu, die dunklen und mächtigen Machenschaften von Duke Red aufzudecken, dem faktischen Herrscher der Stadt, dessen Pläne sich um ein mysteriöses Androiden-Mädchen namens Tima drehen, das von Kenichi gefunden wurde.

Die Schlüsselbeziehung in dieser Geschichte ist die zu seinem Neffen und Assistenten Kenichi. Ban fungiert als Vormund und Mentor des Jungen, und ein Großteil seiner Aktivitäten in Metropolis wird von der Notwendigkeit angetrieben, ihn zu finden und zu beschützen. Im Gegensatz zu dem vertrauensvolleren und mitfühlenderen Kenichi, der sofort Freundschaft mit dem Androiden Tima als Mensch schließt, repräsentiert Ban eine erfahrenere, bodenständigere Perspektive, obwohl er nicht ohne eigene Wärme ist. Seine Rolle in der Erzählung ist die des klassischen Noir-Detektivs, der in ein ausuferndes, retro-futuristisches Epos geworfen wird; er ist ein Außenseiter, der versucht, sich in einer korrupten und geschichteten Gesellschaft zurechtzufinden, um die Wahrheit aufzudecken.

Im gesamten Film zeigt Ban bemerkenswerte Fähigkeiten, die seinem Beruf entsprechen. Er ist ein methodischer Ermittler, der versucht, Probleme aus verschiedenen Blickwinkeln anzugehen, obwohl sein Alter eine Rolle spielt, da er nach dem Laufen oder bei körperlicher Anstrengung schnell außer Atem gerät. Als Mann mit vielen Fähigkeiten umfasst sein Hintergrund in verschiedenen Versionen Fachkenntnisse in Kampfkünsten wie Judo, Boxen, Karate und Aikido. Während sein Charakter in Metropolis keine dramatische persönliche Veränderung durchmacht, festigt seine Reise seine Rolle als entschlossener und einfallsreicher Detektiv, dessen Beharrlichkeit der Schlüssel zur Aufdeckung der Verschwörung im Herzen der Stadt ist.