TV-Serie
Beschreibung
Oscar Francois de Jarjeyes, auch geschrieben als Oscar François de Jarjayes, ist eine zentrale Figur im Anime Die Rosen von Versailles, basierend auf dem Manga von Riyoko Ikeda. Sie wurde am 25. Dezember 1755 als jüngste Tochter von General François Augustin Regnier de Jarjayes, dem Kommandeur der königlichen Garde, geboren. Da ihr Vater einen männlichen Erben für seine militärische Position wollte, wurde Oscar von früher Kindheit an wie ein Junge erzogen. Sie erhielt eine strenge Ausbildung in Schwertkunst, Reitkunst und Militärtaktik, und im Alter von vierzehn Jahren, nach Abschluss ihrer Ausbildung, wurde sie damit beauftragt, die Dauphine Marie Antoinette zu beschützen, als die zukünftige Königin am französischen Hof ankam. Oscar wurde schließlich Kommandeurin der königlichen Garde im Schloss von Versailles und erreichte später den Rang eines Brigadegenerals. Ihr Name wurde vom Schriftsteller Oscar Wilde inspiriert, und sie wurde teilweise nach der revolutionären Figur Pierre-Augustin Hulin modelliert, obwohl ihre Geschichte fiktiv ist.

Trotz ihrer Männerkleidung und ihrer männlichen Rolle ist sich Oscar offen bewusst und ehrlich darüber, dass sie weiblich ist. Sie nimmt ihre maskuline Position an, weil sie ihr Freiheiten und Verantwortungen gewährt, die eine Adlige dieser Zeit niemals genießen könnte, während sie dennoch ihre eigene Weiblichkeit anerkennt. In ihrer Persönlichkeit ist Oscar diszipliniert, mutig, ehrenhaft und eine brillante Kämpferin mit einem starken Gerechtigkeitssinn. Sie verabscheut die Intrigen und die Korruption des Hoflebens, bleibt aber aus Loyalität zu ihrem Vater und ihrer Freundschaft mit Marie Antoinette in Versailles. Unter ihrer gefassten und strengen Fassade verbirgt sich eine mitfühlende und emotional verletzliche Person, die die Widersprüche ihres Lebens deutlich spürt: eine Frau, die wie ein Mann behandelt wird, eine Aristokratin, die zunehmend unter dem Leiden der einfachen Leute leidet, und eine Soldatin, die an eine Monarchie gebunden ist, die sie als ungerecht zu erkennen beginnt.

Ihre Motivationen verschieben sich im Laufe der Geschichte. Anfangs ist sie ihrer Pflicht und dem Schutz der Königin ergeben. Mit der Zeit weckt die Konfrontation mit den Härten der unteren Klassen und den politischen Idealen der Französischen Revolution ihr Gewissen. Sie wird zwischen ihren Prinzipien und ihrer Loyalität zu Marie Antoinette hin- und hergerissen, ein Konflikt, der oft mit dem eines Samurai verglichen wird, der an einen unwürdigen Herrn gebunden ist. Schließlich entsagt Oscar ihrem aristokratischen Status, und ihr Regiment der französischen Garde schließt sich dem Aufstand des Volkes von Paris an. Während des Angriffs auf die Bastille, als sie einen Artilleriebeschuss der Festung anführt, wird sie von königlichen Soldaten im Inneren erschossen und stirbt kurz bevor die Festung fällt. Ihr Tod ist ein entscheidender und tragischer Wendepunkt in der Erzählung.

Oscars bedeutendste Beziehung ist die zu André Grandier, ihrem Kindheitsgefährten und Diener, der später Soldat in ihrem Regiment wird. André liebt sie hingebungsvoll, und obwohl Oscar langsam ihre eigenen Gefühle anerkennt, ist er ihr engster Vertrauter und die zentrale emotionale Bindung ihres Lebens. Ihre Beziehung zu Marie Antoinette entwickelt sich von Verehrung und Freundschaft zu Mitleid und schließlich Desillusionierung, als sie den Zusammenbruch der Welt der Königin miterlebt. Sie entwickelt auch eine kurze Schwärmerei für den schwedischen Aristokraten Hans Axel von Fersen, dessen eigene Zuneigung Marie Antoinette gehört. Oscar gewinnt die Bewunderung und Liebe der jungen Bürgerlichen Rosalie Lamorlière, die sie liebevoll ihren Frühlingswind nennt, und viele andere Frauen am Hof fühlen sich zu ihr hingezogen, selbst nachdem sie erfahren, dass sie weiblich ist.

In Bezug auf ihre Fähigkeiten ist Oscar eine außergewöhnlich geschickte Schwertkämpferin und Soldatin, eine fähige Militärstrategin und eine respektierte Kommandeurin, die ihre Truppen durch Ausbildung und in die Schlacht führt. Sie ist bekannt für ihre körperliche Stärke, ihren Mut unter Beschuss und ihre Fähigkeit, Loyalität von ihren Untergebenen zu gewinnen. Ihre Entwicklung zeichnet einen Weg von der privilegierten königlichen Garde zur revolutionären Führerin nach, und ihre Geschichte erforscht Themen wie Identität, Geschlecht, Pflicht und Opfer. Obwohl sie ursprünglich als Nebenfigur konzipiert war, gewann Oscar so große Popularität, dass sie zur zentralen Figur der Serie wurde, und sie wird weithin als wegweisendes Beispiel einer androgynen, sich cross-dressenden Heldin in Anime und Manga anerkannt.