Live-Action TV
Beschreibung
Keiko Igari ist eine Figur aus der Live-Action-Fortsetzungsserie, die als jüngere Schwester der Protagonistin Hiroko Kano und Mutter von Tsumugi Igari eingeführt wird. Ihre Rolle ist einzigartig für die Live-Action-Adaption und sie kommt im ursprünglichen Manga-Quellenmaterial nicht vor.

Keiko hat ihre ältere Schwester Hiroko immer bewundert und zu ihr aufgeschaut, besonders da sie sie als erfolgreiche Karrierefrau in der Großstadt betrachtet. Ihr Privatleben hatte eigene Herausforderungen, da sie ihre Hochzeit aufgrund der COVID-19-Pandemie verschieben musste, und die Serie zeigt, wie sie sich endlich auf ihre lang ersehnte Zeremonie vorbereitet.

Was ihre Persönlichkeit betrifft, wird Keiko als gutmütige, aber etwas ahnungslose Person dargestellt. Ihre Weltanschauung geht zunächst von einer Perspektive aus, die die Möglichkeit von Homosexualität weitgehend aus dem ausschließt, was sie für normal hält, was dazu führt, dass sie offensichtliche Anzeichen bezüglich des Lebens ihrer Schwester übersieht. Dies geschieht nicht aus Bosheit, sondern aus einer echten Unfähigkeit, das wahrzunehmen, was ihr nicht explizit gemacht wird. Wenn sie die Beziehung ihrer Schwester schließlich versteht, ist ihre Reaktion von wohlwollender Homophobie geprägt. Sie bewundert, was sie als die besondere oder coole Natur homosexueller Menschen ansieht, und wünscht sich, dass sie konventionelle Formen des Glücks wie die Ehe erfahren können, ähnlich wie alle anderen. Diese Reaktion dient auch dazu, ihre eigenen tiefsitzenden Unsicherheiten und Gefühle der Unzulänglichkeit zu überdecken, insbesondere im Vergleich zu ihrer Schwester, die sie stets so sehr geschätzt hat.

Keikos Motivationen sind in ihren familiären Verbindungen verwurzelt. Sie liebt ihre Tochter Tsumugi und plant ihre Hochzeit. Ihre Reise in der Geschichte ist eng mit ihrer Beziehung zu Hiroko verbunden. Sie fungiert als Katalysator für Hirakos Charakterentwicklung, als Hiroko endlich den Mut aufbringt, sich ihrer Schwester und Nichte gegenüber zu outen und offen über ihre Beziehung zu ihrer Freundin Ayaka zu sprechen. Keikos anfängliches Unverständnis, gefolgt von ihrer unbeholfenen Akzeptanz, ermöglicht es Hiroko, über ihre eigenen Ängste und Unsicherheiten bezüglich ihrer Beziehung nachzudenken.

Im Laufe der Serie durchläuft Keiko eine subtile, aber bedeutende Entwicklung. Ein entscheidender Moment tritt ein, als sie ihre Tochter Tsumugi dafür tadelt, zu wild zu spielen, und sagt, das sei nicht das, was ein Mädchen tun sollte, und dann sofort die Falschheit erkennt, ein solches geschlechtsspezifisches Klischee aufzuerlegen. Dieser Moment der Selbstreflexion, ausgelöst durch ihre Interaktionen mit Hiroko, Ayaka und ihrer eigenen Mutter, deutet darauf hin, dass sie auf dem Weg ist, ein aufgeschlossenerer und besserer Mensch zu werden. Eine weitere Schlüsselszene hebt ihr Minderwertigkeitsgefühl hervor, als Hiroko sie dafür lobt, eine hart arbeitende, gute Mutter und fürsorgliche Person zu sein. Keiko tut diese Eigenschaften ab und antwortet unter Tränen: „Das ist doch nur normal“, was ihren Kampf offenbart, den Wert ihres eigenen gewöhnlichen Lebens im Vergleich zu dem Leben, das sie sich für ihre Schwester vorstellt, zu sehen. Die Serie zeigt letztlich, wie sie beginnt, ihren Horizont über ihre anfänglichen Annahmen hinaus zu erweitern. Im Quellenmaterial werden keine nennenswerten Fähigkeiten erwähnt.