TV-Serie
Beschreibung
Alexia Midgar ist die fünfzehnjährige zweite Prinzessin des Königreichs Midgar und Schülerin an der königlichen Magieschwert-Akademie von Midgar. Sie ist die jüngere Schwester von Iris Midgar, der ersten Prinzessin, die weithin als Genie und stärkste Schwertkämpferin des Königreichs gepriesen wird.

In der Öffentlichkeit zeigt Alexia die Anmut und Eleganz, die man von einer Königlichen erwartet, und erscheint als charmante und liebenswerte Prinzessin, eine Figur, die oft als die "hohe Blume" der Akademie beschrieben wird. Diese polierte Fassade ist jedoch eine sorgfältig aufrechterhaltene Tarnung. Ihre wahre Persönlichkeit ist deutlich anders: Sie ist konfrontativ, besitzt eine scharfe und oft grausame Zunge und hat einen sadistischen Zug, wobei sie manchmal auf diejenigen herabblickt, die sie für unter sich hält. Sie hat die Angewohnheit, andere zu bewerten, indem sie sich auf ihre Fehler und Schwächen konzentriert, und handelt nach der Überzeugung, dass Stärken zwar vorgetäuscht werden können, Schwächen aber das wahre Wesen eines Menschen offenbaren. Diese zynische Weltanschauung macht sie geschickt darin, durch eingebildete Personen hindurchzusehen.

Ein tiefsitzender Neid und Minderwertigkeitskomplex gegenüber ihrer außergewöhnlich talentierten älteren Schwester treiben einen Großteil von Alexias innerem Konflikt an. Ständig mit Iris verglichen und als "gewöhnliches Schwert" abgetan, begann sie, ihren eigenen Mangel an Talent und zeitweise ihre eigene Schwertkunst zu hassen. Trotzdem ist sie eine fleißige und hart arbeitende Person, die weiter trainiert. Ihre Perspektive beginnt sich zu ändern, nachdem sie auf den "Schatten" trifft, dessen perfekte und unspektakuläre Schwertkunst zu einem Ideal wird, das sie anstrebt, und ihr hilft, ihren Selbsthass zu überwinden und Stolz auf ihre eigenen Fähigkeiten zu entwickeln.

In der Geschichte geht Alexia zunächst eine vorgetäuschte Liebesbeziehung mit ihrem Klassenkameraden Cid Kagenou ein. Sie nimmt sein Geständnis, das als Bestrafungsspiel gedacht war, an, um einer unerwünschten Verlobung mit ihrem Verlobungskandidaten Zenon Griffey zu entgehen. Sie behandelt die Beziehung wie eine Transaktion, indem sie Geld benutzt, um Cid zu befehligen, aber im Laufe der Zeit entwickelt sie echte Gefühle für ihn, wird eifersüchtig auf andere Frauen und ist bestürzt, als er ihren Versuch, die Beziehung nach einem Entführungsvorfall fortzusetzen, kühl zurückweist. Ihre primäre Motivation entwickelt sich von persönlichem Stolz zu einem größeren Zweck, nachdem sie vom Diabolos-Kult entführt wurde, der ihr königliches Blut für seine Experimente nutzen wollte. Als sie sich der Existenz des Kults und der Schattenkonflikte in ihrem Königreich bewusst wird, beschließt sie, nicht länger eine passive Beobachterin zu sein. Sie tritt den Purpurrittern bei, einem neuen Orden, der von ihrer Schwester gegründet wurde, gerät aber oft in Konflikt mit Iris, die zunehmend vom Schattengarten besessen wird. Alexia entwickelt mehr Sympathie für den Schattengarten, versucht, seine wahren Absichten aufzudecken, während sie heimlich mit Prinzessin Rose Oriana und der Autorin Natsume, die heimlich das Schattengarten-Mitglied Beta ist, zusammenarbeitet, trotz ihrer gegenseitigen Abneigung.

Alexias wichtigste Beziehungen sind komplex und von Spannungen geprägt. Ihre Beziehung zu ihrer Schwester Iris ist liebevoll, aber von Eifersucht und ihren unterschiedlichen Wegen in Bezug auf den Kult belastet. Ihre Bindung zu Cid ist zentral, da er einer der wenigen Menschen ist, bei denen sie ihre königliche Fassade ablegen kann, selbst wenn sie ihn schikaniert; sie hält ihn für einen Narren, findet ihn aber vertrauenswürdig, ohne zu ahnen, dass er der Schatten ist, den sie bewundert. Ihre Interaktionen mit Beta sind ein Nervenkrieg, da beide schnell die wahre, weniger als perfekte Natur des anderen durchschauen.

Im Laufe der Serie macht Alexia eine bedeutende Entwicklung durch. Sie wandelt sich von einer Prinzessin, die ihre Unsicherheiten hinter einer Maske der Überlegenheit verbirgt, zu einer proaktiven Person, die versucht, die Verschwörungen um sie herum zu verstehen. Nachdem sie die Macht des Schattens miterlebt und ihre eigene Ohnmacht erfahren hat, verlagert sie ihren Fokus von rein körperlicher Stärke auf den Erwerb eines breiten und umfassenden Wissens. Sie beginnt, verschiedene Bereiche wie Regierungsführung, Finanzen, Recht und alte Sprachen zu studieren, in der Überzeugung, dass wahre Stärke und die Legitimität zum Handeln aus dem Verständnis der Welt jenseits des Schwertes kommen. In Bezug auf bemerkenswerte Fähigkeiten ist Alexia eine kompetente Magieschwertkämpferin, obwohl ihre Fähigkeiten im Vergleich zu Wunderkindern wie ihrer Schwester durchschnittlich sind, was ihr den Beinamen "gewöhnliches Schwert" einbringt. Sie ist jedoch eine engagierte Praktikerin, die solide, grundlegende Techniken anwendet. Ihre größte Fähigkeit ist nicht rohe Kraft, sondern ihre scharfe Intuition und Wahrnehmungsfähigkeit, die es ihr erlaubt, durch die falschen Fassaden der Menschen zu sehen, eine Fähigkeit, die sie paradoxerweise für Cids wahre Identität blind macht, weil er so geschickt darin ist, seine Schwächen vorzutäuschen.