Film
Beschreibung
Oyaruru ist eine Nebenfigur im Anime-Film „The Dagger of Kamui“ aus dem Jahr 1985. Sie ist eine Ainu-Frau und die Tochter des ehemaligen Häuptlings des Ainu-Dorfes Shinopirika-Kotan. Der Dolch, bekannt als der Dolch von Kamui, gehörte ursprünglich ihrem Vater, der ihn dem japanischen Ninja Tarōza gab, als Tarōza sie heiratete. Oyaruru und Tarōza hatten einen Sohn, Jirō, obwohl der Junge nicht in ihrer Obhut aufwuchs. Als Tarōza mit dem Mönch Tenkai brach, der ihn ursprünglich ausgesandt hatte, um einen verborgenen Schatz zu suchen, griffen Tenkais Männer die Familie an. Während des Angriffs wurde dem Säugling Jirō das Gesicht aufgeschlitzt und er wurde in einem Kanu flussabwärts ausgesetzt, während Tarōza schwer verwundet wurde und scheinbar in den Tod stürzte. Oyaruru kehrte später allein in ihr Heimatdorf zurück, blieb dort jedoch nicht, sondern zog schließlich weiter flussaufwärts, um allein zu leben. Sie wird als Frau mit schwarzem Haar und einer stillen, einsamen Präsenz dargestellt.

Jahre später, als der erwachsene Jirō ins Dorf gebracht wird, erkennt der Älteste seinen Dolch, und Jirō macht sich auf, Oyaruru zu finden. Sie bestätigt, dass sie seine leibliche Mutter ist, und erzählt ihm die ganze Geschichte von Tarōza, Tenkai und dem Schatz. Ihr Bericht offenbart, dass der Mann, den Jirō früher in seinem Leben getäuscht und getötet hatte, in Wirklichkeit sein eigener Vater war. Diese Enthüllung ist entscheidend für Jirō, da sie das Ausmaß von Tenkais Manipulation aufdeckt und ihm ein klares Bild der Wahrheit über seine Herkunft vermittelt.

Oyarurus Rolle in der Geschichte ist kurz, aber entscheidend. Sie dient als Hüterin von Jirōs verborgener Vergangenheit und der Verbindung des Dolchs zu seiner Familie, und ihr Zeugnis bestimmt den Verlauf von Jirōs späteren Handlungen. Ihre Motivation dreht sich um ihren Sohn und darum, das Wissen weiterzugeben, das sie allein getragen hat. Ihr Leben endet fast sofort nach dem Wiedersehen: Während eines Abendessens mit Jirō fallen beide einem Lähmungsgift zum Opfer, das von Tenkais Untergebenen Shingo bereitgestellt wurde, und Shingo tötet Oyaruru mit dem Dolch von Kamui. Jirō wird anschließend ihres Mordes beschuldigt, was seine Entschlossenheit gegen die Verantwortlichen vertieft.

Der Film verleiht Oyaruru keine Kampffähigkeiten oder besonderen Kräfte. Ihre Bedeutung ergibt sich aus ihrer Abstammung, ihrer Verbindung zum Dolch von Kamui und den Informationen, die sie preisgibt. Da sie erst gegen Ende der Geschichte auftaucht und kurz nach ihrer Wiedereinführung stirbt, durchläuft sie keine ausgedehnte Entwicklung; ihre dramatische Funktion besteht darin, Jirō die Wahrheit über seine Vergangenheit zu vermitteln und einen Wendepunkt in seiner Reise zu markieren.