TV-Serie
Beschreibung
Professor Hiroshi Ochanomizu ist eine zentrale wiederkehrende Figur im Anime Astro Boy, die in jeder großen animierten Version der Serie sowie im ursprünglichen Manga, auf dem sie basieren, auftritt. Er leitet das Ministerium für Wissenschaft, eine Position, die er vom ehemaligen Minister Doktor Tenma übernimmt, und er ist die Person, die am direktesten dafür verantwortlich ist, Astros Leben zu formen. In der ursprünglichen Erzählung bemerkt Ochanomizu Astro zuerst bei einem Auftritt in einem Roboterzirkus, nachdem der Junge von seinem Schöpfer verlassen wurde, erkennt, dass der kleine Roboter anders ist als gewöhnliche Maschinen, und arrangiert, ihn in seine Obhut zu nehmen. Sein körperliches Erscheinungsbild ist äußerst markant: Er ist korpulent und älter, mit einem kahlen Kopf, der von flauschigen weißen Haarsträhnen umgeben ist, und einer enorm übergroßen Nase, die häufig zum Gegenstand von Komik wird, manchmal verletzt wird oder sogar während seiner Missgeschicke abfällt. Die englischen Adaptionen gaben ihm Namen wie Doktor Elefun als spielerische Anspielung auf dieses markante Merkmal.

Ochanomizu ist gutmütig, sanft und berühmt emotional, oft zu Tränen gerührt in Momenten starker Gefühle. Er ist auch zerstreut und exzentrisch, leicht begeistert von wissenschaftlichen Rätseln und neigt dazu, von Schurken entführt oder misshandelt zu werden, trotz seiner Brillanz. Seine prägende Überzeugung, die in fast jeder Version der Geschichte konsistent ist, ist, dass Roboter keine bloßen Werkzeuge sind, sondern Wesen, die denken und fühlen können, und dass Menschen und Roboter friedlich koexistieren können. Diese Überzeugung unterscheidet ihn von den meisten anderen menschlichen Figuren, einschließlich Doktor Tenma, und macht ihn zu einem engagierten Kämpfer für Roboterrechte. Er ist bekannt dafür, dass er Astro erklärt, dass er ein menschliches Herz hat, und ihm die Bedeutung von Gerechtigkeit beibringt. Seine Motivationen sind in Mitgefühl und einem Verantwortungsgefühl verwurzelt: Er möchte, dass Astro eine gewöhnliche, glückliche Kindheit erlebt, während er gleichzeitig seine Fähigkeiten nutzt, um anderen zu helfen, und er riskiert wiederholt seine Karriere, seinen Ruf und seine persönliche Sicherheit, um Astro und andere Roboter vor Ausbeutung, Angst und Grausamkeit zu schützen.

In der Geschichte fungiert Ochanomizu als Astros Vormund, Mentor und Hauptunterstützungsquelle. Er bietet Astro ein Zuhause, repariert ihn, wenn er beschädigt ist, hilft, seine Systeme zu warten und zu verbessern, und schickt ihn in seiner Funktion als Minister für Wissenschaft auf Missionen. Er agiert auch als Astros Fürsprecher, plädiert in seinem Namen vor Behörden und verteidigt ihn gegen diejenigen, die Roboter als Bedrohung sehen. Über seine direkte Fürsorge für Astro hinaus dient er als moralischer Anker in einer Welt, in der Roboter routinemäßig missbraucht werden, und stellt sich häufig gegen Wissenschaftler, Politiker und Militärfiguren, die Angst und Diskriminierung fördern. Um Astro das Familienleben zu geben, das er nie hatte, baut Ochanomizu eine ganze Roboterfamilie für ihn, einschließlich Eltern, einer schelmischen jüngeren Schwester namens Uran und eines älteren Bruders namens Cobalt. Seine Rolle variiert etwas zwischen den Adaptionen; in einer animierten Version wird er als Astros Schöpfer dargestellt und nicht als sein Retter, während er in anderen die Vormundschaft übernimmt, nachdem Astro verlassen wurde.

Die wichtigste Beziehung in Ochanomizus Leben ist seine Bindung zu Astro. Er handelt wie ein Adoptivvater, behandelt Astro, als wäre er sein eigener Sohn, und bietet sowohl emotionale Wärme als auch akademische Führung, während Astro ihn als moralischen und wissenschaftlichen Bezugspunkt sieht. Die Beziehung zu Doktor Tenma ist durch Kontrast definiert: Die beiden Wissenschaftler waren früher Freunde und Kollegen, aber sie haben gegensätzliche Ansichten über Roboter, wobei Tenma sie kalt als ersetzbare Maschinen betrachtet und Ochanomizu sie als Personen, die Respekt verdienen. Andere Roboter und Nebenfiguren verlassen sich häufig auf Ochanomizu für Schutz, rechtliche Unterstützung und wissenschaftliche Hilfe, und er wird als eine Art Großvaterfigur in seiner Gemeinschaft angesehen. Sein persönlicher Hintergrund ist nur leicht skizziert. In einigen späteren Werken wird er als Witwer mit einer Enkelin gezeigt, und in einer Prequel-Serie hat er eine Schwester, während viele Details seiner Vergangenheit unerforscht bleiben. In einem animierten Film wird erwähnt, dass er aus Polynesien stammt.

In den verschiedenen Versionen von Astro Boy bleibt Ochanomizu konsequent durch seine Freundlichkeit und sein Engagement für Roboterrechte definiert, obwohl die Einzelheiten seiner Situation sich mit jeder Adaption ändern. Seine Beziehung zu Astro vertieft sich, während Astro sich von einem geretteten Zirkusdarsteller zu einem gefeierten Helden entwickelt, wobei Ochanomizu die stetige Präsenz wird, die Astro erdet und ihn an seine eigene Menschlichkeit erinnert. Seine emotionale Offenheit, die frühe Geschichten teilweise als komische Schwäche behandeln, wird in der Erzählung als sein prägendes Merkmal dargestellt, und sein Idealismus wird durch die Gefahren der Welt getestet, ohne jemals aufgegeben zu werden.

Ochanomizu hat keine übermenschlichen Kräfte, aber er ist ein hochqualifizierter Wissenschaftler mit tiefgreifender Expertise in Robotik und künstlicher Intelligenz. Er erschafft fortschrittliche Roboter, einschließlich Astros Schwester und Eltern, und er ist in der Lage, Astro nach Kämpfen zu reparieren, wieder aufzubauen und zu verbessern. Er ist auch ein produktiver Erfinder, dessen Kreationen häufig eine entscheidende Rolle bei der Lösung der Krisen einzelner Episoden spielen. Seine übergroße Nase ist so empfindlich, dass sie als wiederkehrende komische Schwachstelle verwendet wird, und seine Angewohnheit, von Schurken entführt zu werden, ist ein wiederkehrender Witz in der gesamten Serie. Zusätzlich zu seiner technischen Fähigkeit sind seine Hauptfähigkeiten seine überzeugende Fürsprache, seine moralische Klarheit und seine Bereitschaft, zu seinen Prinzipien zu stehen, selbst wenn dies ihn in Gefahr bringt.