TV-Serie
Beschreibung
Capricorn Shura ist einer der zwölf Gold Saints, Krieger, die die Göttin Athene aus dem Heiligtum heraus dienen. Er wurde am 12. Januar in Spanien geboren und trainierte in den Pyrenäen, um zum Wächter des Capricorn-Tempels zu werden. Sein Status als Gold Saint macht ihn zu einem der mächtigsten Beschützer der Serie, sein Körper wurde zu einer lebenden Klinge geschliffen.

Shuras Persönlichkeit ist komplex und unterscheidet sich deutlich zwischen dem Original-Manga und der Anime-Adaption. Im Manga vertritt er zunächst eine zynische und rücksichtslose Weltanschauung, da er glaubt, dass absolute Macht der einzig wahre Richter über Gerechtigkeit sei. Er dient dem falschen Papst, Gemini Saga, nicht aus Täuschung, sondern in vollem Wissen um dessen böse Natur, da er meint, dass selbst ein böser Herrscher durch bloße Stärke Gutes bewirken könne. Er behauptet, dass niemand mehr wirklich für die Götter kämpfe, was die Loyalität zu Athene bedeutungslos mache. Im Anime hingegen wird er als der treueste aller Saints gegenüber Athene dargestellt, ein glühender Gläubiger, dessen unerschütterlicher Glaube ihm das legendäre Schwert Excalibur von der Göttin selbst einbrachte.

Seine Motivationen entwickeln sich im Laufe seiner Geschichte weiter. Anfangs von der Überzeugung getrieben, dass Macht Recht schafft, erzwingt die Begegnung mit dem Bronze Saint Dragon Shiryu eine tiefgreifende Veränderung in ihm. Als er dem Tod ins Auge sieht, bereut er seine Taten, insbesondere dass er sein Schwert gegen Athene erhoben und Sagittarius Aiolos, den ehemaligen Papstkandidaten, der aus dem Heiligtum floh, um die kleine Athene zu schützen, tödlich verwundet hat. In seinen letzten Augenblicken sucht er Erlösung, indem er sein größtes Vermächtnis weitergibt.

Shuras Rolle in der Hauptgeschichte ist vielschichtig. Er wird erstmals als der Saint erwähnt, der Aiolos dreizehn Jahre vor den Hauptereignissen die tödliche Wunde zufügte – eine Tat, die ihn als Vollstrecker des korrupten Willens des Heiligtums definierte. Während der Schlacht der Zwölf Tempel stellt er sich den Bronze Saints im Capricorn-Tempel entgegen. Er wird von Shiryu herausgefordert, der zurückbleibt, um seinen Freunden den weiteren Weg zu ermöglichen. Ihr Kampf ist brutal, Shuras Excalibur zerschmettert mühelos Shiryus legendären Schild und seine Rüstung. Als Shiryu seine ultimative Technik, den Rozan Rising Dragon, einsetzt, um beide in die obere Atmosphäre zu tragen, erkennt Shura seine Fehler. Er zieht seine eigene Gold Cloth aus und legt sie Shiryu an, um ihn vor dem Vakuum des Weltraums zu schützen, und nutzt dann seine verbleibende Kraft, um Shiryu zurück zur Erde zu schleudern, wobei er sich selbst auflöst. Vor seinem Tod überträgt er die Technik von Excalibur auf Shiryus rechten Arm.

Wichtige Beziehungen prägen seinen Charakterbogen. Seine bedeutendste Verbindung ist die zu Dragon Shiryu, der zum Erben seiner Macht und seines Willens wird. Er teilt auch eine tiefe und tragische Bindung zu Aiolos von Sagittarius, dem Mann, den er töten sollte; Shura gibt später zu, dass er nie wirklich glaubte, Aiolos sei ein Verräter, und seine Schuld an dieser Tat verfolgt ihn. Er kämpft mehrfach an der Seite von Gemini Saga und Aquarius Camus, insbesondere als sie als Specters wiederbelebt werden. Im Spin-off-Manga Episode G wird sein Mentor als Izo, der vorherige Capricorn Saint, offenbart, und es zeigt sich tiefer Respekt für seinen Kameraden Leo Aiolia, Aiolos‘ jüngeren Bruder.

Shura durchläuft eine bedeutende Entwicklung. Er beginnt als Antagonist, ein Diener eines korrupten Regimes, wird aber durch seine Selbstaufopferung zu einer Figur der Erlösung. Als er von Hades wiederbelebt wird, um für die Unterwelt zu kämpfen, entpuppt sich dies als Täuschung; er und die anderen wiederbelebten Gold Saints bekennen sich erneut zu ihrer Loyalität gegenüber Athene und nutzen ihre begrenzten zwölf Stunden Leben, um ihr zu helfen, in das Reich des Hades einzudringen. Seine Entwicklung gipfelt in seinem letzten Opfer an der Klagemauer, wo er sich den anderen elf Gold Saints in einem kollektiven, ultimativen Akt der Hingabe anschließt, um die undurchdringliche Mauer zu zerstören und den Weg für Athenes Sieg zu ebnen.

Seine bemerkenswerteste Fähigkeit ist Excalibur, das Heilige Schwert. Diese Technik ist keine Waffe, die er führt, sondern eine Kraft, die in seinen eigenen Armen und Beinen wohnt, die sich in Klingen verwandeln können, die fast alles durchschneiden können, sogar die Luft und den Raum selbst. Die Kraft wurde von Athene in der Antike einem Saint von unvergleichlicher Loyalität verliehen. Der Angriff ist ein scharfer, linearer Schlag konzentrierten Cosmo, der sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegt und es ihm ermöglicht, mit unglaublicher Präzision und Kraft zuzuschlagen. Er besitzt auch eine Technik namens Jumping Stone, einen Konterangriff, bei dem er während eines Angriffs das Glied eines Gegners mit seinen Beinen fängt und dessen eigene Dynamik nutzt, um ihn wegzuschleudern oder gegen eine Oberfläche zu stoßen. In der Episode-G-Kontinuität demonstriert er eine Doppel-Excalibur-Technik, bei der er beide Arme gleichzeitig als Klingen einsetzt, und kann einen Machtzustand namens Dunamis erreichen, der es ihm erlaubt, sogar die Rüstung von Göttern zu durchschneiden.