TV-Serie
Beschreibung
Rei Asaka, mit den Spitznamen „Saint-Juste der Blumen“ oder „Hana no Saint-Juste“, ist eine 17-jährige Schülerin im zweiten Jahr der Seiran-Akademie und eine der „Drei Großartigen“. Der Beiname rührt von ihrer Ähnlichkeit mit dem französischen Revolutionär Louis Antoine de Saint-Just her, was ihre eigene kühle Schönheit und Verbindung zum Tod widerspiegelt. Rei besitzt eine außergewöhnlich große Statur, langes blondes Haar, blaue Augen, blasse Haut und lange Gliedmaßen, oft beschrieben mit einer maskulinen Ausstrahlung. Sie bevorzugt maskuline Kleidung wie schwarze Anzüge mit Rüschenhemden oder Schlaghosen und versteckt eine Narbe am Handgelenk unter einem goldenen Armband. Zu Hause trägt sie ein weißes Nachthemd im Stil des 18. Jahrhunderts.

Reis Persönlichkeit ist widersprüchlich. Nach außen hin distanziert und sozial desinteressiert, verbirgt sie bedeutende künstlerische Talente, spielt Klavier, Geige, Flöte und Gitarre und betreibt Basketball und Schauspiel. Ihre charismatische Präsenz zieht die Bewunderung ihrer Mitschüler auf sich, doch ihr Leben dreht sich um eine selbstzerstörerische Obsession zu ihrer leiblichen Schwester Fukiko Ichinomiya. Dies führt zu Drogenabhängigkeit von rezeptfreien Pillen und Zigaretten, Suizidgedanken und rücksichtslosen Handlungen wie stundenlangem Warten im Regen auf Fukiko oder dem Balancieren auf gefährlichen Simsen. Rei zeigt wenig Respekt vor Autorität, schwänzt häufig den Unterricht und Prüfungen, doch beweist sie tiefe Loyalität zu ihren wenigen Freunden, insbesondere Kaoru Orihara und Nanako Misonoo.

Ihre Vergangenheit ist traumatisch. Als Kind war Rei Zeugin des Suizids ihrer Mutter durch Ertrinken, wobei sie den letzten Befehl erhielt, „den Stolz von Fukiko zu beschützen“. Im Ichinomiya-Anwesen erfuhr sie, dass Fukiko ihre Vollschwester durch eine Affäre ihres Vaters war. Mit zwölf manipulierte Fukiko sie in einen Doppelsuizid-Pakt, schnitt Reis Handgelenk auf und ließ sie im Schnee zurück. Rei überlebte, wurde jedoch von der Ichinomiya-Familie aufgrund des Vorfalls nicht adoptiert. Fukiko schenkte ihr eine Puppe („Ma Chérie La Poupée“) und das Armband, Symbole ihrer Bindung und ein Versprechen, ihren Suizid später zu vollenden. Rei wurde finanziell von der Ichinomiya-Familie abhängig und lebte allein in einer Wohnung voller Spiegel, die ihr zerrüttetes Psyche reflektierten.

Reis Beziehungen sind komplex. Ihre Bindung zu Fukiko ist missbräuchlich, geprägt von Manipulation, körperlichem Schmerz und psychischer Kontrolle, die Rei mit masochistischer Hingabe erträgt. Im Gegensatz dazu basiert ihre Freundschaft mit Kaoru Orihara auf gegenseitiger Fürsorge, ist jedoch belastet durch Kaorus Frustration über Reis Unfähigkeit, Fukiko zu verlassen. Ihre Verbindung zu Nanako Misonoo entwickelt sich von anfänglicher Abneigung zu tiefer emotionaler Abhängigkeit. Rei sah Nanako zunächst als Ersatz für Fukiko, lernte sie jedoch als Individuum zu lieben. Nanakos bedingungslose Unterstützung half Rei, ihren selbstzerstörerischen Tendenzen zu begegnen.

Im Verlauf der Serie kämpft Rei darum, Fukikos Einfluss zu entkommen. Kleine Akte der Autonomie, wie Basketball gegen Fukikos Wünsche zu spielen, zeigen ihren Wunsch nach Freiheit. Nanako rettet Rei wiederholt aus lebensbedrohlichen Situationen, gipfelnd in Reis Entscheidung zu leben, nachdem sie beinahe mit Fukiko Suizid beging. Reis Schicksal unterscheidet sich zwischen den Adaptionen: Im Manga stirbt sie durch eine Pillenüberdosis, im Anime stirbt sie versehentlich durch einen Sturz von einer Bahnbrücke, als sie Blumen für Nanako fangen wollte. Ihr Tod hat tiefgreifende Auswirkungen auf andere und enthüllt die Konsequenzen des Missbrauchs und der Vernachlässigung, die sie erlitt.

Unterschiede zwischen den Adaptionen umfassen Reis Flirtverhalten im Manga gegenüber ihrer zurückhaltenden Darstellung im Anime. Hintergrundvarianten existieren: Der Manga deutet mehrdeutig an, dass Fukiko Rei während des Suizidversuchs töten wollte, während der Anime es als Rückzug darstellt. Die Umstände ihrer Ablehnung durch die Ichinomiya-Familie nach dem Vorfall unterscheiden sich leicht. Reis Vermächtnis lebt durch ihre tragische Erzählung weiter und illustriert Themen wie Missbrauch, psychische Erkrankungen und die Suche nach Identität.