TV-Serie
Beschreibung
Kanon, formell Yoshiya genannt, fungiert als junger männlicher Diener im Haushalt der Ushiromiya auf der Insel Rokkenjima. Kinzo Ushiromiya erschuf ihn als „Möbel“ und verlieh ihm Kampffähigkeiten zum Schutz, da Kinzo um seine eigene Sterblichkeit besorgt war, obwohl Kanon ein schwächeres Herz als sein Gegenstück Shannon besitzt. Äußerlich erscheint er als ein zerbrechlich wirkender Junge mit mittellangem dunkelgrauem Haar und blauen Augen. Seine Kleidung besteht aus einem schwarzen Hemd mit Kragen und einer violetten Krawatte, roten Shorts, gestreiften Socken, braunen Schuhen und einem markanten roten Hut.

Er zeigt ein ernstes, antisoziales Verhalten, erledigt seine Pflichten gewissenhaft, aber mechanisch. Kanon hält strikt an dem Glauben fest, dass Möbel keine Menschlichkeit besitzen und keine menschlichen Emotionen wie Liebe empfinden sollten. Diese Überzeugung führt dazu, dass er die romantischen Avancen von Jessica Ushiromiya trotz gegenseitiger Gefühle zurückweist, während er gleichzeitig Shannons Beziehung zu George Ushiromiya missbilligt. Innerlich kämpft er mit dem Konflikt zwischen Pflicht und Emotion, was sich als Stoizismus äußert, der tiefsitzende Ängste und Selbstzweifel verbirgt – Eigenschaften, die der psychologischen Klassifizierung des ISTJ-Persönlichkeitstyps und dem Enneagramm-Typ 6 („Der Loyale“) entsprechen.

Funktional kann Kanon ein rotes Energieschwert manifestieren und zeigt erhöhte Agilität, wobei er auf Nahkampf spezialisiert ist. Er bekämpft übernatürliche Wesen wie die „Stakes of Purgatory“ und besiegt Luzifer. Seine Fähigkeiten verstärken sich, wenn er mit Shannon synchronisiert, da sie aus demselben Möbelkonstrukt stammen; gemeinsam können sie magische Interferenzfelder einsetzen, die Bedrohungen wie die Scharfschützenangriffe der Chiester Sisters neutralisieren. Kinzo schulte ihn heimlich im Gewehrschießen.

Sein Hintergrund offenbart, dass er zusammen mit Shannon im Waisenhaus Fukuin House aufwuchs, nachdem die Diener Genji und Nanjo ihn als Säugling gerettet hatten. Dies geschah, nachdem Natsuhi Ushiromiya versucht hatte, ihn als Kind zu töten, als sie erfuhr, dass er Kinzos uneheliches Kind aus einer Vergewaltigung war. Als „Yasu“ entwickelte er mehrere Persönlichkeiten, um mit dem Trauma und seiner physischen Unfruchtbarkeit umzugehen, was zu den eigenständigen Identitäten Shannon (die idealisierte Dienerin) und Kanon (die schützende männliche Persona) führte.

Seine Beziehung zu Jessica entwickelt sich in verschiedenen Erzählsträngen, beginnend mit zurückhaltenden Interaktionen bis hin zu romantischer Anerkennung in „Dawn of the Golden Witch“. Er trägt ein Ersatz-Bronchodilatator für ihr Asthma bei sich und erwidert schließlich ihre Gefühle, trotz seines Möbelkomplexes. Kanon betrachtet Shannon als eine ältere Schwester und zeigt starken Beschützerinstinkt, wenn sie bedroht wird. Eine dynamische Wende erfolgt, als Kanon und Shannon in Episode 6 duelieren, was Yasus inneren Konflikt zwischen den Personifikationen darstellt; Kanons Niederlage symbolisiert die Unterdrückung seiner Identität zugunsten von Shannons Existenz.

In metaphysischen Kontexten wie dem „Witch Domain“ und der „City of Books“ überwindet Kanon physische Grenzen. Hier nutzt er konzeptuelle Waffen wie „Blue Truths“ – theoretische Argumente, die sich als Pfähle manifestieren und die Existenz eines Gegners auslöschen können, es sei denn, sie werden durch „Red Truths“ widerlegt. Seine Existenz in diesen Sphären hängt von Ankern wie Beatrice oder Ange Ushiromiya ab; er hört auf zu existieren, wenn sie sterben.

Kanons Erzählung endet mit der Verschmelzung mit Shannon und Beatrice zu einer vereinten Entität namens Clair Vaux Bernardus. Diese Fusion geschieht während der Erschaffung des „Golden Land“, löst die fragmentierte Existenz der Personas auf und erfüllt die Anforderungen des Epitaphs für das Erbe.