Film
Beschreibung
Mei Kusakabe, die energiegeladene vierjährige Schwester von Satsuki, zieht mit ihrer Familie in ein ländliches Haus in der Nähe des Krankenhauses, in dem ihre Mutter langfristig behandelt wird. Voller kindlicher Neugier und verspielter Unschuld entdeckt sie bei ihren Erkundungen kleine, kaninchenartige Geister. Als sie ihnen in das hohle Innere eines riesigen Kampferbaums folgt, begegnet sie einem großen Waldgeist. Seine Gebrüll deutet sie als "Totoro", ein Name, den sie aus ihrem Märchenbuch *Die Drei Böckchen Bruse* übernimmt, und erlebt so ihre erste übernatürliche Begegnung.

Ihre Persönlichkeit vereint Sturheit mit tiefer Zuneigung zu ihrer Familie. Häufig ahmt sie Satsuki nach, sucht Zustimmung und Gesellschaft, und gerät in Trennungsphasen wie Schulstunden in Not. Diese Bindung zeigt sich auch zu ihrer Mutter; als sie erfährt, dass ein geplanter Krankenhausbesuch wegen Komplikationen verschoben wird, macht sich Mei impulsiv allein auf den Weg, um frischen Mais zu überbringen. Diese Aktion führt dazu, dass sie sich verirrt und eine großangelegte Suchaktion auslöst. Ihre Verletzlichkeit zeigt sich deutlich in untröstlichen Tränen, besonders nach einem heftigen Streit, in dem Satsuki sie anfährt.

Ihre Beziehung zu Totoro vertieft sich von der anfänglichen Entdeckung hin zu Abhängigkeit. Der Geist erscheint in Momenten der Not oder Langeweile – etwa beim Warten auf ihren Vater an einer regnerischen Bushaltestelle oder bei einem Mitternachtstanz, der Samen magisch zu riesigen Bäumen heranwachsen lässt. Diese Erlebnisse, ob real oder imaginär, helfen ihr, die Angst um die Gesundheit ihrer Mutter zu bewältigen. Am Ende des Films zeigt Mei erste Ansätze von Unabhängigkeit, stärkt aber letztlich die Bindung zu Satsuki bei ihrer Wiedervereinigung nach dem Verirren.

Ein kurzes Sequel, exklusiv für das Ghibli Museum, *Mei und der Kittenbus*, zeigt Mei mit einem kleineren, busförmigen Katzengeist, obwohl spezifische Handlungsdetails nicht dokumentiert sind. In all ihren Auftritten steht Meis Reise im Zeichen des kindlichen Staunens angesichts familiärer Belastungen, wobei sie durch Fantasie und Natur Resilienz findet.