TV-Serie
Beschreibung
Sui Shijima, die 68-jährige Matriarchin der Familie Shijima, führt das Taishō-zeitliche Onsen-Ryokan Kissuisō mit unerschütterlichem Traditionalismus. Ihr strenges, diszipliniertes Management priorisiert akribischen Service und Gästezufriedenheit über Modernisierung, wodurch sie sowohl Furcht als auch tiefen Respekt des Personals durch hohe Standards, gelegentliche körperliche Zurechtweisungen und unerschütterliche Fairness erlangt.

Zunächst streng und emotional distanziert, fordert Sui Verantwortung gleichermaßen ein, sogar gegenüber ihrer Enkelin Ohana Matsumae, die sie wie eine normale Angestellte behandelt. Diese Rigidität rührt von ihrer zerbrochenen Bindung zu ihrer Tochter Satsuki Matsumae her, die enterbt wurde, weil sie Kissuisō verließ, um in Tokio nach Unabhängigkeit zu streben. Insgeheim gestattete Sui Satsukis Abreise und billigte schweigend deren Beziehung zu Ohanas Vater, wie in den Aufzeichnungen des Hausmeisters Denroku Sukegawa offenbart wird – eine Versöhnung blieb jedoch unausgesprochen.

Unter ihrer strengen Fassade verbirgt sich leise Mitgefühlt. Sui mentorisiert ihren Sohn Enishi Shijima und ermächtigt ihn schrittweise, Kissuisō nach seiner Heirat mit der Beraterin Takako Kawajiri zu übernehmen. Sie fordert Angestellte wie Nako Oshimizu heraus, Ehrlichkeit mit familiären Pflichten in Einklang zu bringen, und anerkennt den Konflikt zwischen persönlichen und beruflichen Sphären.

Rückblenden in *Home Sweet Home* enthüllen Suis verborgene Reue und Opfer. Denrokus Aufzeichnungen legen ihre Qual über Satsukis Abwesenheit und Ohanas Erziehung offen, ebenso wie ihre unerschütterliche Hingabe zum Ryokan trotz nachlassender Gesundheit. Ihre schließliche Akzeptanz von Kissuisōs Schließung und ihrem Ruhestand spiegelt pragmatische Anerkennung sich wandelnder Zeiten wider, auch wenn ihre Arbeitsethik in Satsukis eigenen Entscheidungen widerhallt.

Die grauhaarige, braunäugige Sui verkörpert Tradition durch ihre kimono-bekleidete Präsenz. Ihre vielschichtige Identität – unnachgiebig doch verletzlich, prinzipientreu doch konfliktbeladen – offenbart eine Frau, geformt von Pflicht, stiller Resilienz und dem Gewicht des Vermächtnisses.