Film
Beschreibung
Micene di Sagitter ist der Goldene Heilige des Sternbilds Schütze, eine Schlüsselfigur im Animationsfilm Saint Seiya: Legend of Sanctuary. Er wird als mutiger und edler Krieger dargestellt, dessen Handlungen die gesamte Geschichte in Gang setzen. Sein Hintergrund ist geprägt von seiner Entdeckung des falschen Papstes Arles, der in Wirklichkeit ein Usurpator ist, und seiner verzweifelten Mission, die neugeborene Göttin Athene, in dieser Adaption Isabel genannt, zu retten. Nachdem er erfährt, dass der Papst plant, die wiedergeborene Athene zu töten, nimmt Micene das Baby und flieht aus dem Heiligtum, wird jedoch von drei anderen Goldenen Heiligen, die im Auftrag des Usurpators handeln, verfolgt und tödlich verwundet. Vor seinem Tod vertraut er das Kind einem vorbeikommenden Reisenden, Alman de Thule, an und hinterlässt seine heilige Rüstung sowie ein geistliches Testament, das an eine Wand des Schützen-Tempels geschrieben ist.

In Bezug auf seine Persönlichkeit wird Micene als selbstlos, ehrenhaft und zutiefst dem Schutz von Frieden und Gerechtigkeit verpflichtet dargestellt. Er ist bereit, sein eigenes Leben für Athenes Sicherheit zu opfern, selbst wenn er fälschlicherweise als Verräter gebrandmarkt wird. Seine Motivationen wurzeln in einem starken Pflicht- und Rechtschaffenheitsgefühl; er handelt nicht aus persönlichem Ruhm, sondern um die göttliche Ordnung zu bewahren und die Unschuldigen zu schützen. Seine Rolle in der Geschichte ist in erster Linie die eines Märtyrers und eines leitenden Geistes. Obwohl er früh in der Erzählung stirbt, bleibt seine Präsenz durch seine Rüstung bestehen, die auf den Ruf der Gerechtigkeit reagiert, und durch seine schriftliche Botschaft, die die Bronzenen Heiligen inspiriert. Während der Schlacht an den zwölf Häusern bewegt sich seine Rüstung beispielsweise von selbst, um seine letzten Worte zu enthüllen, und hilft später Pegasus Seiya in entscheidenden Momenten.

Zu den wichtigsten Beziehungen gehört die Bindung zu seinem jüngeren Bruder, Aiolia des Löwen, den er vor seinem Tod ausbildete. Micenes Opfer und Beispiel beeinflussen Aiolia tief, der zunächst an die falschen Anschuldigungen gegen seinen Bruder glaubt, später jedoch die Wahrheit erfährt. Er hat auch eine entscheidende Verbindung zur neugeborenen Athene, die er rettet und Alman anvertraut. Seine kurze Begegnung mit Shura des Steinbocks ist emotional aufgeladen; Micene zögert, seine volle Kraft einzusetzen, als Athene in die Nähe seines Feindes kriecht, was zu seiner tödlichen Verletzung führt. Dieser Moment unterstreicht sein Mitgefühl und die tragischen Kosten seiner Hingabe.

Die Entwicklung im Film ist begrenzt, da Micene hauptsächlich in Rückblenden und als Geist erscheint. Sein Vermächtnis treibt jedoch die Handlung voran: Sein Testament wird zu einem Schlachtruf, und seine Rüstung bleibt ein Symbol der Hoffnung. Selbst nach dem Tod bleibt sein Wille bestehen, was darin gipfelt, dass sein Geist sich den anderen Goldenen Heiligen anschließt, um in der finalen Konfrontation die Klagemauer zu durchbrechen.

Zu den bemerkenswerten Fähigkeiten gehört seine Beherrschung des Siebten Sinns, die Fähigkeit, seinen Kosmos mit Lichtgeschwindigkeit zu kontrollieren. Seine charakteristische Technik ist das Sacro Sagitter, eine verheerende Salve goldener Pfeile, die aus seiner Faust abgefeuert wird und Berge zerstören kann. Er führt auch den Goldenen Pfeil, einen einzelnen Schuss von immenser Durchschlagskraft. Sein Goldenes Tuch ist unverwechselbar, mit Flügeln und einem Bogen verziert, und kann seinen Träger autonom schützen oder auf einen würdigen Nachfolger reagieren. Obwohl physisch tot, behält Micene die Fähigkeit, seine Verbündeten aus dem Jenseits zu führen und zu stärken, was beweist, dass seine Legende noch lange nach dem Fall seines sterblichen Körpers fortbesteht.
Besetzung