Film
Beschreibung
Medama Oyaji ist der Vater von Kitaro und ein Mitglied des Geisterstamms, der uralten Rasse, die einst die Erde beherrschte. In seiner ursprünglichen Form war er ein erwachsener Mann, aber er erlag einer schrecklichen Krankheit, der Schmelzkrankheit, die seinen Körper verfallen ließ. Nach seinem Tod zogen sein Geist und sein Bewusstsein in seinen linken Augapfel um, der einen winzigen Körper und Gliedmaßen wachsen ließ, sodass er in seiner ikonischen, winzigen Form als lebendiges Auge wieder zum Leben erwachte. Diese Verwandlung wurde durch seine intensive Sorge um seinen ungeborenen Sohn Kitaro angetrieben, der nach dem Tod beider Eltern aus dem Grab seiner Mutter geboren wurde. Im Film Kitarō Tanjō: Gegege no Nazo Shinsei-ban wird seine Vergangenheit eingehend erforscht, die ihn vor seiner Verwandlung als humanoiden Mann mit weißem Haar und einer ruhigen, gelassenen Haltung zeigt. In dieser Zeit sucht er nach seiner verschwundenen Frau und reist in das Dorf Nagura, wo er einen Mann namens Mizuki trifft.

Was die Persönlichkeit betrifft, ist Medama Oyaji äußerst intelligent und besitzt umfangreiches Wissen über Yokai aus aller Welt, da er vor Kitaros Geburt viel gereist ist. Er ist in den meisten Situationen eine ruhige und rationale Figur, die seinem Sohn und ihren Verbündeten oft Führung und Weisheit bietet. Trotz seiner geringen Größe hat er einen starken Geist und eine große Liebe zu seinem Sohn, und er macht sich oft Sorgen um Kitaros Sicherheit und Wohlbefinden. Er kann überfürsorglich und vernarrt sein, manchmal bis zur Komik, aber er zeigt auch eine strenge und disziplinierte Seite, wenn er Kitaro Lektionen über Verantwortung und das richtige Verhalten erteilt, das von einem Mitglied des Geisterstamms erwartet wird. Er genießt es, heiße Bäder in einer Teetasse zu nehmen, was eine charakteristische Angewohnheit ist, und er hat eine Vorliebe für Kirschen und andere kleine Speisen. In seiner früheren, humanoiden Form im Film wird er als zurückhaltender, stoischer Mensch dargestellt, der aufgrund früherer Verfolgung zunächst Abstand zu Menschen hält, sich aber allmählich anderen gegenüber öffnet und eine warmherzige und emotionale Seite zeigt, besonders wenn es um seine Familie geht.

Seine Hauptmotivation ist der Schutz und die Fürsorge für seinen Sohn Kitaro. Er wird von der Liebe eines Vaters und dem Wunsch angetrieben, seinen Sohn in einer Welt gedeihen zu sehen, in der sowohl Menschen als auch Yokai koexistieren können. Im Film ist sein unmittelbares Ziel, seine Frau zu finden, was ihn in eine gefährliche Verschwörung führt, die eine mächtige Familie und eine mysteriöse, auf Blut basierende Droge betrifft. Seine ultimative Motivation ist es, die Zukunft seines Kindes zu sichern, selbst wenn es ihn das Leben kostet.

In der Geschichte dient Medama Oyaji als Mentor, Führer und moralischer Kompass für Kitaro. Er begleitet seinen Sohn oft auf Abenteuern, reitet in Kitaros Haar oder auf seiner Schulter, gibt Ratschläge und nutzt sein umfangreiches Wissen, um Feinde zu identifizieren und Probleme zu lösen. Im Film ist er neben Mizuki einer der beiden Hauptprotagonisten, und seine Handlungen bereiten die Bühne für Kitaros letztendliche Geburt und seine eigene Verwandlung in die augenähnliche Form. Er spielt eine entscheidende Rolle bei der Aufdeckung der dunklen Geheimnisse des Dorfes Nagura und bringt ein großes Opfer, um eine massive Ansammlung von Groll einzudämmen, sodass seine Frau und sein Kind entkommen können.

Zu seinen wichtigsten Beziehungen gehört sein Sohn Kitaro, den er bedingungslos liebt und für den er alles opfern würde. Er teilt eine tiefe Bindung zu Kitaros Mutter, die er schätzt und nach der er verzweifelt sucht. Der Film entwickelt auch seine Beziehung zu Mizuki, die als angespannte und misstrauische Begegnung zwischen einem Menschen und einem Yokai beginnt, sich aber zu einer tiefen Freundschaft entwickelt, die auf gegenseitigem Respekt und gemeinsamen Zielen basiert. Er hat ein angespanntes Verhältnis zu Nezumi Otoko, den er oft als nervig und unzuverlässig empfindet. Er kennt auch viele andere Yokai, darunter Sunakake Baba und Neko Musume, die ihn als Älteren respektieren.

Im Laufe der Serie ist Medama Oyajis Charakterentwicklung in Bezug auf seine Kerneigenschaften weitgehend statisch, aber der Film bietet eine bedeutende Entwicklung, indem er seine Vergangenheit zeigt. Er wandelt sich von einem stillen, wandernden Ehemann, der nach seiner Frau sucht, zu einem liebevollen, selbstaufopfernden Vater, der sich dafür entscheidet, seine menschenähnliche Form aufzugeben, um ein kleiner, beständiger Geist zu werden, der für immer über seinen Sohn wachen kann. Diese Hintergrundgeschichte verleiht seinen späteren, komischeren Auftritten Tiefe und emotionale Schwere.

Zu seinen bemerkenswerten Fähigkeiten gehört seine außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit; er kann überleben, wenn er plattgedrückt, gebraten wird oder sein Auge zerdrückt wird, und erholt sich nach kurzer Zeit. Er ist ein Meister der Infiltration, nutzt seine winzige Größe, um in feindliche Körper einzudringen und von innen anzugreifen, Organe zu verstopfen oder sie zur Kapitulation zu zwingen. Er kann den Phantomzug beschwören, ein mystisches Fahrzeug, das Passagieren Zeitreisen ermöglicht, obwohl die Nutzung dieser Kraft seine Lebenskraft stark zehrt. Er besitzt auch ein breites Wissen über Yokai, Magie und Geschichte, was ihn zu einem unschätzbaren Berater macht. In einigen Adaptionen kann er vorübergehend in seine ursprüngliche menschenähnliche Form zurückkehren, um effektiver zu kämpfen. Seine Intelligenz und Erfahrung sind seine größten Waffen, die es ihm oft ermöglichen, Probleme zu lösen, die rohe Gewalt nicht lösen kann.