Film
Beschreibung
Isabella York, die auch unter ihrem ursprünglichen Namen Amy Bartlett bekannt ist, ist eine zentrale Figur der Geschichte. Sie wird als Schülerin einer renommierten Mädchenschule vorgestellt, wo sie die Erbin der adligen Familie York ist. In Wirklichkeit ist sie die uneheliche Tochter des Familienoberhaupts der Yorks, die ein Leben in Armut führte, bevor sie in den Adelsstand aufgenommen wurde.

Äußerlich ist Isabella eine junge Frau mit hellgrünen Augen und langem, weinrotem Haar, das sie normalerweise in zwei Zöpfen trägt. Sie wird auch meist mit Brille gesehen. Ihr Aussehen verändert sich deutlich im Vergleich zu ihrer Kindheit, als sie ein rothaariges, fröhliches Mädchen war, das sich wie ein Wildfang kleidete, während sie in den Slums lebte. Als Mitglied der Familie York präsentiert sie sich als elegante und zurückhaltende junge Dame, doch dies steht in starkem Kontrast zu ihrer unbeschwerten Vergangenheit.

Isabellas Persönlichkeit ist komplex und von ihrer traumatischen Vergangenheit geprägt. Anfangs wird sie als eine einsame und verschlossene Person dargestellt, die die Akademie als Gefängnis betrachtet und über ihre Zukunft verzweifelt ist. Sie ist oft kalt und feindselig gegenüber anderen, einschließlich Violet Evergarden, als diese als Tutorin eintrifft, und leidet unter regelmäßigen Hustenanfällen. Ihr Verhalten ist größtenteils ein Abwehrmechanismus, da sie befürchtet, dass ihre rauen, unkultivierten Ursprünge enthüllt werden, wenn sie zu frei spricht oder handelt. Trotzdem besitzt sie eine tiefe Quelle der Liebe und Loyalität, insbesondere gegenüber ihrer Adoptivschwester Taylor Bartlett, für die sie alles geopfert hat.

Ihre Hauptmotivation entspringt ihrer innigen Hingabe an ihre Schwester. Bevor sie Isabella York wurde, war sie Amy Bartlett, ein armes Mädchen, das eine junge Waise namens Taylor aufnahm und wie eine Schwester für sie sorgte. Als sie erkannte, dass sie Taylor keine stabile Zukunft bieten konnte, nahm Amy das Angebot ihres leiblichen Vaters an, der Familie York beizutreten, unter der Bedingung, dass Taylor in einem renommierten Waisenhaus untergebracht würde. Dieses Opfer ist die treibende Kraft hinter ihren Handlungen; sie erträgt ein Leben der Eingeschränktheit und eine Zukunft mit einer arrangierten Ehe, um das Wohlergehen ihrer Schwester zu sichern.

In der Geschichte ist Isabella die Hauptauftraggeberin und der emotionale Fokus der ersten Hälfte der Erzählung. Violet Evergarden wird von der königlichen Familie Drossel angeheuert, um als ihre Tutorin und Zofe zu fungieren, mit der Aufgabe, sie innerhalb von drei Monaten auf einen Debütantinnenball vorzubereiten. Durch diese Beziehung beginnt Isabella langsam, sich zu öffnen, und bewegt sich von Misstrauen und Eifersucht zu einer tiefen und innigen Freundschaft mit Violet. Die Art ihrer Gefühle für Violet wird als die Grenzen von Freundschaft und Schwesternschaft überschreitend beschrieben, die zu Liebe erblüht, wie in ergänzendem Material ausdrücklich erwähnt wird. Nachdem Violet ihr geholfen hat, den Ball zu absolvieren, bittet Isabella Violet, einen Brief an ihre lange verlorene Schwester Taylor zu überbringen. Diese Bitte setzt die zweite Hälfte der Geschichte in Gang, da Taylor später Postbote wird, um Glück zu verbreiten, wie der Brief, den sie erhalten hat.

Wichtige Beziehungen definieren ihren Werdegang. Ihre Bindung zu ihrer Schwester Taylor ist die bedeutendste, geprägt von einem Versprechen, dass „in der Einsamkeit meinen Namen rufen“ (in loneliness, call my name), ein Satz, der ihre Verbindung über Distanz und Zeit hinweg aufrechterhält. Ihre Beziehung zu Violet Evergarden ist transformativ; Violets Aufrichtigkeit, Empathie und Mangel an Vortäuschung helfen Isabella, sich ihrer Vergangenheit zu stellen und ein gewisses Maß an Frieden zu finden. Durch ihre gemeinsame Zeit wird Violet zu einer Quelle des Trostes und zum Katalysator für Isabellas emotionales Geständnis und ihre letzte Nachricht an ihre Schwester.

Isabella durchläuft eine ergreifende, aber tragische Entwicklung. Sie verwandelt sich von der unbeschwerten, verarmten Amy in die verfeinerte, aber gefangene Isabella York. Im Laufe des Films bewegt sie sich von Verzweiflung und Widerstand zu einer stillen Akzeptanz ihrer Pflichten, aber sie ist auch in der Lage, einen Teil ihrer Vergangenheit zurückzuerobern, indem sie Kontakt zu Taylor aufnimmt. Ihre Geschichte ist nicht eine der vollständigen Befreiung, sondern eine, einen Weg zu finden, ein Gefühl von Selbst und Verbindung durch Briefe aufrechtzuerhalten, selbst innerhalb der Grenzen ihres goldenen Käfigs. Es wird angedeutet, dass sie eine unglückliche Ehe eingeht, doch der Akt des Schreibens und die anhaltende Hoffnung für ihre Schwester bieten ein kleines Maß an Trotz und Trost. Sie hat keine nennenswerten physischen oder kämpferischen Fähigkeiten; ihre Stärken liegen in ihrer tiefen emotionalen Widerstandsfähigkeit und ihrer Fähigkeit zu lieben und Opfer zu bringen.