Film
Beschreibung
Max O'Donald Maccallister ist ein Cyborg, der früher im Weltraum-Militär diente, bevor er für ein Sicherheitsdienstunternehmen arbeitete, das rechtlich fragwürdige Aufträge übernimmt. Er und sein Partner Kurt Cramer wurden wegen Schmuggels von illegalem Zucker verhaftet und zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt, bei der sie den interplanetaren Zug namens Milky Subway reinigen mussten, im Rahmen eines Programms zur Entlastung überfüllter Gefängnisse. Max zeichnet sich durch ein auffällig flaches, monitorartiges Gesicht mit nur zwei Punkten als Augen aus, ein Detail, das seine Mimik schwer lesbar macht. Man sieht ihn oft, wie er sich um sein blondes Haar sorgt, und er neigt dazu, anderen gegenüber gleichgültig zu sein, wobei er die meiste Freizeit mit Handheld-Spielen verbringt. Seine Persönlichkeit wirkt oberflächlich unbeschwert und flapsig, doch diese Haltung verbirgt eine tiefere Desillusionierung. Bevor Max ein Cyborg wurde, war er ein eitler junger Mann, der Angst vor den Auswirkungen des Alterns hatte. Ein Militär-Anwerber überzeugte ihn, dass die Verpflichtung ihm eine kostenlose kybernetische Operation ermöglichen würde, um sein jugendliches Aussehen zu bewahren. Nach der Operation wurde sein Gesicht jedoch vollständig durch eine mechanische Anzeige ersetzt – genau das, was er vermeiden wollte. Später wurde er des harten Trainings überdrüssig und verließ das Militär. Im zivilen Arbeitsleben fühlte er sich eher wie eine Maschine behandelt denn wie ein Mensch und erhielt nie Dank für seine Bemühungen, was ihn zynisch werden ließ und dazu brachte, Arbeit in der Grauzone zu suchen. Max' Hauptmotivation im Laufe der Geschichte ist Eigeninteresse und finanzieller Gewinn, doch seine Handlungen offenbaren auch ein verborgenes Verlangen nach Anerkennung. Er ist hochqualifiziert in Informationsverarbeitung, Gedächtnisabruf und Bedienung von Geräten und nutzt oft Hacking-Geräte, um Sicherheitssysteme zu umgehen. In der Erzählung weigern sich Max und Kurt zunächst, den anderen Sträflingen ohne Bezahlung zu helfen, doch als die Protagonistin Chiharu ihnen aufrichtig dankt, nachdem sie einen Sicherheitsroboter deaktiviert haben, ist Max sichtlich überrascht und entscheidet sich, die restliche Gebühr zu erlassen. Dieser Moment markiert einen Wendepunkt in seiner Charakterentwicklung, da er ihn wieder mit der Wertschätzung verbindet, die ihm einst fehlte. Seine Beziehung zu Kurt ist die eines engen Partners; sie streiten und spielen zusammen, verlassen sich aber auf ihre komplementären Fähigkeiten – Kurts körperliche Stärke und Max' technisches Know-how. Im Verlauf des Vorfalls an Bord des außer Kontrolle geratenen Zuges bewegt sich Max allmählich von distanzierter Gleichgültigkeit zu einer bescheidenen Bereitschaft, mit der Gruppe zu kooperieren, behält jedoch seinen trockenen, neckenden Redestil bei.