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Beschreibung
Akira Kiyosato ist eine Figur aus der Rurouni Kenshin-Serie, die speziell in der Rückblenden-Erzählung von The Beginning auftaucht. Er ist ein junger Mann aus Edo und war der zweite Sohn eines Gefolgsmanns des Shogun. Seine bedeutendste Rolle in der Geschichte ist die des Jugendfreunds und Verlobten von Yukishiro Tomoe. Getrieben von dem Wunsch, Tomoe würdig zu sein und ihr ein besseres Leben zu bieten, empfand er seinen niedrigen sozialen Status als unzureichend. Folglich verschob er ihre Hochzeit und reiste nach Kyoto, das sich in einem Zustand politischer Unruhen befand, um sich der Mimawarigumi, einer Polizeitruppe des Shogunats, anzuschließen. Dort diente er als Leibwächter eines hochrangigen Samurai namens Shigekura Jubei.

Was seine Persönlichkeit betrifft, wird Kiyosato durchgängig als eine freundliche, fürsorgliche und hart arbeitende Person beschrieben. Er war kein Mann von großem Talent oder Machtambitionen, sondern einer, der seine persönlichen Beziehungen zutiefst schätzte. Seine Liebe zu Tomoe war die zentrale Motivation seines Lebens, und sein größter Wunsch war es, eine Zukunft mit ihr aufzubauen. Er stand auch gut mit Tomoes jüngerem Bruder Enishi, kümmerte sich um ihn, als wäre er sein eigener Bruder.

Kiyosatos Rolle in der Geschichte ist ein tragischer Katalysator. Im Jahr 1864, nur einen Monat vor seiner geplanten Hochzeit mit Tomoe, wurden er und seine Schützlinge von dem legendären Hitokiri (Menschentöter) Himura Kenshin, damals bekannt als Battosai, angegriffen. Obwohl er ein durchschnittlicher Schwertkämpfer war, wehrte sich Kiyosato mit verzweifelter Zähigkeit, getrieben allein von seinem Willen zu überleben und zu Tomoe zurückzukehren. Während dieses Kampfes gelang es ihm, Battosai eine tiefe, vertikale Schnittwunde auf der linken Wange zuzufügen, bevor er selbst niedergestreckt wurde. Als er im Sterben lag, waren seine letzten Gedanken bei Tomoe, deren Namen er rief.

Kiyosatos Tod ist das entscheidende Ereignis, das den Rest der Handlung von The Beginning in Gang setzt, da es Tomoe dazu bringt, Rache zu suchen und schließlich Kenshins Weg zu kreuzen. Seine Bedeutung geht jedoch weit über sein eigenes Leben hinaus. Die Narbe, die er Kenshin zufügte, wurde die erste der kreuzförmigen Wunden im Gesicht des Hitokiri, eine physische und psychische Markierung, die Kenshin jahrelang verfolgen sollte. In seinen letzten Momenten vermittelten Kiyosatos erbitterter Widerstand und überwältigender Lebenswille Kenshin eine mächtige Wahrheit, für die der Hitokiri abgestumpft war: den immensen Wert des Lebens und Glücks eines einzelnen Menschen. Diese Begegnung säte die ersten Zweifel in Kenshin an seinem Weg des Tötens und trug zu seinem schließlichen Schwur bei, nach dem Ende der Bakumatsu-Ära kein weiteres Leben mehr zu nehmen.

Wie von Tomoe bemerkt, besaß Kiyosato keine bemerkenswerten kämpferischen oder künstlerischen Fähigkeiten. Er war kein versierter Krieger, und seine Stärke lag nicht in seiner Schwertkunst, sondern in seinem Charakter. Seine einzige nennenswerte Tat war jener verzweifelte, tödliche Schlag, der das Gesicht des gefürchtetsten Menschentöters seiner Zeit entstellte – ein Zeugnis seines außergewöhnlichen Lebenswillens.