TV-Serie
Beschreibung
Falin Touden ist die jüngere Schwester von Laios Touden, und ihr Verschwinden in den Tiefen eines Verlieses ist das zentrale Ereignis, das die Geschichte in Gang setzt. Als junge Frau von dreiundzwanzig Jahren ist sie ein Großmensch (Mensch) mit einer kräftigen Statur und einer Größe von etwa 170 Zentimetern. Sie hat helle Haut, hellbraunes Haar von ungleicher Länge und bernsteinfarbene Augen. Ein bemerkenswertes körperliches Merkmal ist ihre Kurzsichtigkeit, die sie oft dazu bringt, die Augen zusammenzukneifen. Ihre typische Kleidung besteht aus einem weißen Hemd und einer Hose unter einem dunkelblauen Umhang, kombiniert mit knielangen braunen Stiefeln und einer Baskenmütze.

Falin besitzt eine sanfte und freundliche Persönlichkeit, die oft als distanziert und unbekümmert beschrieben wird. Ihr Mitgefühl ist bemerkenswert weitreichend und erstreckt sich sogar auf ruhelose Geister und Monster, die andere vielleicht abstoßend oder gefährlich finden. Sie zieht es vor, Schutzbarrieren zu errichten, um schädliche Geister zu vermeiden, anstatt sie zu zerstören, und argumentiert, dass vertriebene Geister sich später nur neu formieren und unnötig gelitten hätten. Diese Freundlichkeit wird durch einen wilden und rücksichtslosen selbstaufopfernden Zug ausgeglichen. Sie zögert nicht, sich selbst in Gefahr zu bringen, um ihre Lieben zu schützen, eine Eigenschaft, die sie am dramatischsten zeigt, als sie sich von einem Drachen fressen lässt, um den Rest ihrer Gruppe zu retten. Wie ihr Bruder Laios hat sie ein leidenschaftliches und etwas unkonventionelles Interesse an Biologie und magischen Kreaturen. Wenn sie von den Monstern hört, die ihr Bruder gegessen hat, reagiert sie mit Erstaunen statt Ekel, eine Neugier, die sich darauf erstreckt, Schönheit in Insekten und anderen missverstandenen Lebensformen zu finden.

Schon in jungen Jahren zeigte Falin eine mächtige, angeborene Begabung für Magie. Ihre Fähigkeiten sind eher sensorisch und instinktiv als akademisch. Während sie eine Spezialistin für Gnomen-Magie ist, liegen ihre wahren Stärken in Verstärkung, Heilung und besonders Exorzismus. Ihr magisches Talent ist so natürlich, dass es oft das ihrer formell ausgebildeten Altersgenossen übertrifft, obwohl sie Schwierigkeiten hat, ihre Methoden logisch zu erklären. Trotz ihrer Rolle als primäre Magieanwenderin ist sie auch körperlich überraschend stark, mit einer bemerkenswerten Fertigkeit im Führen von stumpfen Waffen wie Streitkolben.

Falins frühes Leben war von Isolation geprägt. Ihre spirituellen Gaben machten sie in ihrem konservativen nördlichen Dorf zu einer gesellschaftlichen Außenseiterin, eine Situation, die ihr älterer Bruder Laios verabscheute. Sie verließ schließlich das Dorf, um an einer Magieakademie zu studieren, wo sie zunächst Schwierigkeiten hatte, sich einzufügen, und ihre Zeit allein in den Bergen verbrachte. Ihr unbestreitbares Talent erregte jedoch die Aufmerksamkeit von Marcille, einer Elfenmagierin, die ihre erste und engste Freundin wurde. Die beiden teilen eine tiefe, unterstützende Bindung, wobei Marcille Falins heiligenähnliches Wesen zutiefst bewundert und Falin Marcille sehr schätzt. Schließlich verließ Falin die Akademie vor ihrem Abschluss, um Laios auf Abenteuern zu begleiten.

Während einer Expedition in ein Verlies wurde eine hungrige und erschöpfte Gruppe von einem Roten Drachen überfallen. In einem Akt äußerster Selbstlosigkeit schob Falin ihren Bruder aus den Kiefern des Drachen und nahm selbst den tödlichen Schlag. Während sie verschlungen wurde, wirkte sie einen Teleportationszauber, um ihre Gefährten an die Oberfläche zu schicken und so ihr Überleben zu sichern. Dieses Opfer ist der Auslöser für die gesamte Erzählung.

Später besiegt die Gruppe erfolgreich den Drachen und verwendet die Überreste zusammen mit verbotener Magie, um Falin wiederzubeleben. Die Wiederbelebung hat jedoch schwerwiegende Folgen. Ihre Seele verschmilzt teilweise mit der des Drachen, und sie wird vom Wahnsinnigen Magier gefangen genommen, der sie in eine mächtige Drachenchimäre verwandelt. In dieser neuen Form ist sie eine furchterregende Kreatur mit der Stärke und Wildheit eines Drachen, kombiniert mit ihren eigenen Zauberfähigkeiten, obwohl ihr Bewusstsein weitgehend unterdrückt wird und sie als Werkzeug des Magiers dient. Diese tragische Verwandlung zwingt ihre ehemaligen Gefährten in einen verzweifelten Kampf, in dem Laios letztendlich gezwungen ist, sich seiner verwandelten Schwester zu stellen.