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Beschreibung
Die als Mutter bekannte Figur im Anime Dororo ist Nui No Kata, die ehemalige Herrin von Ishikawa und die Ehefrau des Feudalherrn Daigo Kagemitsu. Sie ist die leibliche Mutter zweier Söhne: Hyakkimaru, ihr Erstgeborener, und Tahomaru, ihr jüngerer Sohn.

Ihr Hintergrund ist geprägt von einem traumatischen und moralisch fragwürdigen Ereignis. Als Hyakkimaru geboren wurde, opferte ihn sein Vater achtundvierzig Dämonen im Austausch für Macht und Wohlstand über ihr kriegsgebeuteltes Gebiet. Entsetzt über den Pakt ihres Mannes und den daraus resultierenden Zustand ihres neugeborenen Sohnes, dem Gliedmaßen, Gesichtszüge und innere Organe fehlten, griff Nui No Kata ein, um ihn vor der Hinrichtung zu retten. Sie setzte das Baby auf einem Fluss aus, eine Tat, die schließlich zu seiner Rettung durch einen Medizinmann namens Jukai führte. Diese Entscheidung verfolgte sie jahrelang, und sie verbrachte einen Großteil von Hyakkimarus Abwesenheit damit, täglich vor einer kopflosen Buddha-Statue um Vergebung zu beten.

Was die Persönlichkeit betrifft, ist Nui No Kata geprägt von ihrem tiefen Mitgefühl, ihrer Sanftmut und ihrem starken moralischen Gewissen. Sie ist das einzige Mitglied ihrer unmittelbaren Familie, das den Verlust ihres ersten Sohnes offen bedauert. Anders als ihr Ehemann, der rücksichtslos bleibt, und ihr jüngerer Sohn, der ihrem Vater zunächst treu ergeben ist, trägt sie die Last des Opfers mit immenser Trauer.

Ihre Hauptmotivation ist die mütterliche Liebe und der Wunsch nach Erlösung. Sie ist getrieben davon, Hyakkimarus Leiden wiedergutzumachen und ihn zu finden, nachdem er zurückkehrt, um seinen Körper zurückzuerobern. Dieser Wunsch ist so stark, dass sie letztendlich auf ihren Status als Ehefrau eines Lords verzichtet, ihren Ehemann und ihr früheres Leben effektiv verrät, um sich auf Hyakkimarus Seite zu stellen.

In der Geschichte dient Nui No Kata als leiser, aber entscheidender moralischer Gegenpol zu Kagemitsus Ehrgeiz. Sie ist eine unterstützende Figur, die Hyakkimaru die Wahrheit über seine Vergangenheit offenbart und ihm hilft, seinen Weg zu finden. Sie schließt sich der jungen Diebin Dororo bei der Suche nach Hyakkimaru an und stellt das Wohlergehen ihres Sohnes über ihre adlige Rolle.

Ihre wichtigsten Beziehungen sind die zu ihren beiden Söhnen und, in geringerem Maße, zu ihrem Ehemann. Ihre Bindung zu Hyakkimaru basiert auf tiefer Schuld und bedingungsloser Liebe; sie opfert alles, nur um in seiner Nähe zu sein. Ihre Beziehung zu Tahomaru ist komplizierter. Sie erkennt spät in der Geschichte, dass sie ihm nie die Aufmerksamkeit oder Liebe geschenkt hat, die er brauchte, so sehr war sie auf das Trauma des Verlusts von Hyakkimaru fixiert. Diese Vernachlässigung ist eine bedeutende Quelle der Reue.

Im Verlauf der Erzählung durchläuft Nui No Kata eine tragische, aber erlösende Entwicklung. Sie wandelt sich von einer passiven, trauernden Adligen zu einer aktiven Handelnden, die bereit ist, ihre gesamte Welt aufzugeben. Ihr letzter Akt ist eine endgültige Sühne. Während eines verheerenden Feuers im Schloss der Familie beschließt sie, nicht zu fliehen. Als sie erkennt, dass Tahomaru im Sterben liegt, und die Vernachlässigung eingesteht, die sie ihm gezeigt hat, entscheidet sie sich, bei ihm zu bleiben und ihn zu halten, während sie gemeinsam sterben. Dieser Akt wird als ihre Art dargestellt, ihm endlich die Liebe zu geben, die sie ihm vorenthalten hat.

Nui No Kata besitzt keine Kampf- oder übernatürlichen Fähigkeiten. Ihre bemerkenswerten Eigenschaften sind ihre emotionale Widerstandsfähigkeit und ihre Fähigkeit zur Selbstaufopferung. Ihre Stärke kommt von ihrer unerschütterlichen Liebe und ihrer Bereitschaft, ihre soziale Stellung, ihre familiären Bindungen und letztendlich ihr Leben aufzugeben, um ihre Rolle als Mutter für beide Söhne zu erfüllen.