Manga
Beschreibung
In der frühen Heisei-Ära, in einer erstickenden Kleinstadt, teilen zwei Kindheitsfreunde – Ryuji und Tatsuyoshi – einen Traum: Ryuji möchte Schauspieler werden, Tatsuyoshi Filmregisseur. Doch ihre Umstände sind düster. Von seinen Eltern verlassen, hat Ryuji niemanden mehr und versinkt, belastet von Schulden, in der Unterwelt der Yakuza, wobei er seinen Schauspieltraum aufgibt. Tatsuyoshi jedoch weigert sich, den Traum sterben zu lassen. Er schlägt vor, aus Ryujis Leben als Yakuza einen Film zu machen – jede Schlägerei, jede Erpressung, jeder Moment von Gewalt und Verzweiflung wird mit der Kamera festgehalten. Die Idee ist, ein Leben, das sich wie Müll anfühlt, in einen Film zu verwandeln, der auf die Welt zurück spuckt.

Acht Jahre später ist Tatsuyoshi ein fähiger Kämpfer und vollwertiges Mitglied derselben Yakuza-Gruppe geworden, immer seine Videokamera dabei. Er zeichnet alles auf: die routinemäßige Einschüchterung, die Gangsterpolitik, die blutigen Konflikte. Ryuji ist der Star dieses Echtzeit-Films, ein Mann, der eine brutale Existenz führt, aber immer noch an der schwachen Hoffnung festhält, dass die Kamera seinem Leiden einen Sinn verleihen könnte. Der Anführer ihrer Bande, Tsukimoto, warnt sie vor einem eskalierenden Krieg mit der rivalisierenden Hikami-Gruppe und bewaffnet sie mit einer Waffe. Ryuji wird gezwungen, einen Verräter zu töten, ein Moment, der die unausweichliche Gewalt ihrer Welt deutlich macht.

Die Geschichte weitet sich aus, als Ryuji Nana trifft, eine junge Frau, die zur Sexarbeit gezwungen wird, um die Schulden ihrer Eltern zu begleichen. Auch sie hatte davon geträumt, Schauspielerin zu werden. Die beiden werden durch ihre parallelen, zerbrochenen Ambitionen zueinander hingezogen. Als der Bandenkrieg eskaliert, entführt die Hikami-Gruppe Nana, um Ryuji in eine Falle zu locken. Tatsuyoshis Kamera hält den Rettungsversuch, die Feuergefechte und die wachsende Bindung zwischen Ryuji und Nana fest. In einer finalen Konfrontation an einem Strand werden Ryuji und Tatsuyoshi überfallen und angeschossen. Im Glauben, dass sie sterben werden, danken sie einander für die Jahre der Freundschaft. Ryuji stirbt, aber Tatsuyoshi überlebt. Er nimmt das erhaltene Filmmaterial und schneidet es zu einem einzigen Film – der rohen, ungeschriebenen Aufzeichnung von Ryujis Yakuza-Leben, von seinen ersten Schritten in die Unterwelt bis zu seinem gewaltsamen Ende.

Der fertige Film wird vorgeführt und sorgt für Aufsehen. Einige Zuschauer sind entsetzt über die reale Gewalt und den Tod auf der Leinwand; andere sind fasziniert von seiner ungefilterten Authentizität. Der Film wird Gegenstand intensiver Debatten, ein letzter Akt der Auflehnung gegen eine Welt, die Ryuji nichts gegeben hatte. Nana erhält unterdessen einen Brief von Ryuji – geschrieben vor seinem Tod – der enthüllt, dass er heimlich ihr Vorsprechband an eine Agentur geschickt hatte, um ihr einen Start als Schauspielerin zu sichern. Sie macht Karriere und bewahrt die Erinnerung an die beiden Freunde, die ein verschwendetes Leben in Kunst verwandelten.
Informationen
Denei no Ryū
電影の龍
Typ: Manga
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Kommentar(e)
Mitarbeiter
  • Story
    Kaito Shimizu
  • Art
    Tetsuya Kanda