Kazuhiko Kishino

Beschreibung
Kazuhiko Kishino war ein japanischer Schauspieler und Synchronsprecher, geboren am 14. Februar 1934 in der Präfektur Tokushima und aufgewachsen in Sakai, Präfektur Osaka. Er war Absolvent der Doshisha Universität. Seine Karriere begann 1957 als Mitglied des Shiki-Theaters, bevor er 1970 der Tokyo Actor's Consumer's Cooperative Society, auch bekannt als Haikyo, beitrat, der er für den Rest seiner Laufbahn verbunden blieb.

Kishino etablierte sich zunächst als Bühnenschauspieler und wurde ab den 1960er Jahren eine vertraute Präsenz in Fernsehdramen. Seine warme Baritonstimme und sein natürliches Talent für Dialekte, einschließlich seines heimischen Kansai-Dialekts, führten zu umfangreichen Arbeiten in der Synchronisation, als Erzähler und beim Synchronisieren ausländischer Filme. Er war bekannt für seine Vielseitigkeit und wechselte nahtlos zwischen ernsten Schurkenrollen und liebenswerten komischen Charakteren.

Am bekanntesten war er für seine Arbeit in der langlaufenden Anime-Serie Kinnikuman, in der er mehrere Charaktere sprach, darunter Mayumi Kinniku (King Kinniku) und Neptuneman. Seine umfangreiche Anime-Filmografie umfasst Rollen wie Ezra Gurney in Captain Future, Dr. Hell in Mazinger Edition Z: The Impact!, Ivan Pasarov in Mobile Suit Gundam 0083: Stardust Memory, Thompson Tomonaga in Odin: Starlight Mutiny und Liu Zhang in Sangokushi [3] Harukanaru Taichi. Weitere bemerkenswerte Anime-Rollen sind Jerome Borda in Full Metal Panic!, Genbu Kururugi in Code Geass und Greevus in Record of Lodoss War.

Über Anime hinaus war Kishino ein produktiver Synchronsprecher in Tokusatsu-Superhelden-Live-Action-Serien. Er lieh über Jahrzehnte hinweg zahlreichen Monstern und Charakteren in der Super-Sentai-Serie seine Stimme, von Himitsu Sentai Gorenger 1975 bis Tokusou Sentai Dekaranger 2004. Er war auch ein häufiger Synchronsprecher in den Kamen Rider- und Metal Hero-Serien. Seine Arbeit erstreckte sich auch auf Filmsynchronisation, wo er Schauspielern wie Lawrence Olivier und Ron Silver seine Stimme lieh.

Kishino arbeitete bis in seine achtziger Jahre hinein. Er starb am 22. Februar 2020 im Alter von 86 Jahren an akutem Herzversagen. Sein langjähriger und produktiver Beitrag zur japanischen Animation und Live-Action-Unterhaltung festigte sein Vermächtnis als geschätzte Figur der Branche.
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