Amélie Morin

Beschreibung
Amélie Morin, geboren als Brigitte Morin-Brégeat am 3. Juni 1956 in Montreal, ist eine französisch-kanadische Synchronsprecherin und Sängerin, die in den 1980er und 1990er Jahren zu einer prominenten Figur der französischen Synchronisation wurde. Aufgewachsen in Quebec in einer Familie, die im Synchronbereich tätig war, zögerte sie zunächst, diesen Weg einzuschlagen, ließ sich jedoch überzeugen, nachdem ein Regisseur sie für eine Rolle vorgeschlagen hatte. Zu ihren frühen Arbeiten gehörten die Synchronisation von Paul im Anime Minifée und die Übernahme der Titelrolle in Candy Candy, zunächst für die kanadische Version und später für die französische Adaption, als sie nach Frankreich zog. Ihre unverwechselbare, kindliche Stimme prägte zahlreiche beliebte Charaktere für eine ganze Generation französischer Zuschauer.

Morins Karriere ist geprägt von einer umfangreichen Liste an Synchronrollen in Zeichentrickserien. Sie sprach die Figur Jolie Mie sowohl in der Tanoshii Moomin Ikka-Serie als auch in deren Fortsetzung Tanoshii Moomin Ikka: Bōken Nikki und sang zudem das Titellied. Weitere bemerkenswerte Rollen sind Joy in Monarch: The Big Bear of Tallac, Laura in High School! Kimengumi, Ulrich in Acrobunch - The Quest for Treasure und die Titelheldin Tomoko im Film On a Paper Crane - Tomoko's Adventure. Sie war auch die Stimme von Candy Neige André im Kultklassiker Candy Candy, von Marie-Antoinette in Lady Oscar und von Sailor Venus in den verschiedenen Sailor Moon-Serien. Ihre Arbeit erstreckte sich über zahlreiche weitere beliebte Serien, darunter Rollen in Nicky Larson, Ranma ½ und Dragon Ball Z.

Parallel zu ihrer Synchronkarriere verfolgte Amélie Morin eine Karriere als Sängerin. Ihr erstes Album J'étais venue pour dire bonjour erschien 1981 und war ein Kritikererfolg, der mit dem Diamant de la Chanson Française ausgezeichnet wurde. Ihre Musik, oft von Jean-Yves Luley geschrieben, zeichnete sich durch kindliche Melodien mit lyrischen Themen aus, die manchmal als zynisch oder ambivalent beschrieben wurden. 1982 veröffentlichte sie ein zweites Album, Drôle de dream. Morin sang auch die französischen Titellieder für mehrere Anime-Serien, darunter Sherlock Holmes, Mimi Cracra und die Moomin-Serie. Ihre Arbeit wurde durch Zusammenstellungsveröffentlichungen wie Double écho im Jahr 2006 von einem neuen Publikum wiederentdeckt, und 2008 veröffentlichte sie ein neues Album, Astral gramme.
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