Fernanda Fernandes

Beschreibung
Fernanda Baronne, früher unter dem Künstlernamen Fernanda Fernandes bekannt, ist eine brasilianische Synchronsprecherin, Synchronregisseurin und Theaterschauspielerin. Sie wurde 1977 in Rio de Janeiro geboren und begann ihre Karriere in der Synchronisation im Jahr 1990. Sie ist die Tochter der Synchronregisseurin und Synchronsprecherin Marlene Costa und die Schwester der Synchronsprecherin Flavia Saddy. Zu ihren frühen Arbeiten gehört die Synchronisation der Figur Valéria in der mexikanischen Telenovela Carrossel im Jahr 1991, eine Produktion, die dafür bekannt ist, Kinderdarsteller für die Stimmen von Kinderfiguren einzusetzen. Ihre Theaterausbildung umfasst Studien an der Escola de Teatro Martins Pena.

Baronne verfügt über ein umfangreiches Portfolio in Anime und Animation. Im Anime-Bereich ist sie bekannt für die brasilianisch-portugiesische Stimme von Tsugumi Higashijuujou in Cyber Team in Akihabara, Yashichi in Mirmo Zibang! und Momoko Koigakubo in Ghost Stories. Weitere bedeutende Anime-Rollen sind Aeka in Tenchi Muyo!, mehrere Charaktere im Digimon-Franchise, darunter Tanemon und Palmon, sowie verschiedene Rollen in der Power-Rangers-Serie. In westlicher Animation hat sie Hauptcharaktere synchronisiert, wie die Titelrolle in Kim Possible, Vampira in X-Men und X-Men: Evolution, Cinderella in den Disney-Fortsetzungen, Velma in mehreren Scooby-Doo-Serien und Mavis in den Hotel Transylvania-Filmen.

Über Animation hinaus ist Baronne zur Standardstimme im brasilianischen Portugiesisch für mehrere Hollywood-Schauspielerinnen geworden, darunter Scarlett Johansson, Jennifer Garner, Eva Green, Charlize Theron und Kaley Cuoco, letztere für die Figur Penny in The Big Bang Theory. Ihre Arbeit erstreckt sich auch auf die Synchronisation von Live-Action-Serien wie Alias, One Tree Hill und Orange Is the New Black.

In Anerkennung ihrer Arbeit erhielt Baronne 2006 den Prêmio Yamato, der in Brasilien als der Oscar der Synchronisation gilt, als Beste Synchronsprecherin für ihre Rolle als Kim Possible. Sie änderte ihren Künstlernamen von Fernanda Fernandes zu Fernanda Baronne im Jahr 2011, um Verwechslungen mit einer anderen im Theater tätigen Schauspielerin zu vermeiden.
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