Svetlana Alexievich
Beschreibung
Svetlana Alexievich ist eine belarussische Journalistin und Schriftstellerin, die 2015 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde. In Japan wird sie als ursprüngliche Schöpferin der Manga-Serie The Unwomanly Face of War anerkannt, die auf Englisch als War Does Not Have a Woman's Face veröffentlicht wurde. Ihr Bezug zum Manga stammt aus ihrer Tätigkeit als Autorin dokumentarischer Literatur, nicht als direkte Zeichnerin oder Verfasserin von Comic-Drehbüchern.
Der Manga ist eine Adaption von Alexievichs erstem Buch, das ursprünglich 1985 auf Russisch unter dem Titel U voiny ne zhenskoe litso veröffentlicht wurde. Das Originalwerk ist eine Oral History, die die persönlichen Berichte von über fünfhundert sowjetischen Frauen präsentiert, die während des Zweiten Weltkriegs in der Roten Armee dienten, in Rollen wie Scharfschützinnen, Pilotinnen, medizinischem Personal und Partisaninnen. Das Buch war bahnbrechend, weil es sich auf die intimen, alltäglichen Erfahrungen von Soldatinnen konzentrierte und sich vom traditionellen sowjetischen Heldennarrativ abwandte, um die brutale und emotionale Realität des Krieges aus weiblicher Perspektive zu enthüllen. Aufgrund der schonungslosen Darstellung des Konflikts dauerte es zwei Jahre, einen Verlag zu finden.
Die japanische Manga-Adaption begann ihre Online-Serialisierung im April 2019 auf der Website ComicWalker. Die Zeichnungen stammen von Keito Koume, bekannt für die Serie Spice and Wolf, und das Projekt wurde von Rasenjin Hayami, einem Experten für sowjetische und russische Militärgeschichte, betreut. Der erste Sammelband wurde im Januar 2020 von Kadokawa in Buchform veröffentlicht. Die Veröffentlichung des Mangas wurde in der japanischen Manga-Branche als ungewöhnliches und ambitioniertes Projekt angesehen, aufgrund des ernsten und komplexen Charakters des Ausgangsmaterials. Die Entscheidung für einen niedlichen, großäugigen Zeichenstil war eine bewusste Wahl des Redakteurs Kentaro Ogino, um das schwierige Thema für jüngere Leser zugänglicher zu machen, mit dem Ziel, sie zum Originalbuch zurückzuführen.
Als ursprüngliche Schöpferin ist Alexievich nicht am Zeichnen oder Verfassen der Manga-Panels beteiligt; ihre Rolle ist die der Autorin des zugrundeliegenden literarischen Werks. Die Credits des Mangas listen sie als Urheberin der Originalgeschichte auf, mit Keito Koume als Comic-Zeichner. Die Adaption basiert auf der japanischen Übersetzung ihres Buches von Midori Miura.
Wiederkehrende Themen in Alexievichs Werk, die auch in die Manga-Adaption einfließen, umfassen die verborgenen oder unerzählten Perspektiven gewöhnlicher Menschen in außergewöhnlichen Umständen, insbesondere von Frauen und Kindern. Ihre künstlerische Identität ist durch einen dokumentarischen Stil geprägt, den sie als Roman der Stimmen bezeichnet, bei dem sie echte Interviews zu einem narrativen Geflecht verwebt. Der Fokus liegt nicht auf großer Militärstrategie, sondern auf der sinnlichen und emotionalen Landschaft des Krieges, einschließlich seiner Gerüche, Farben und psychologischen Belastungen, sowie den Nachkriegskämpfen von Veteranen, sich in eine Gesellschaft zu reintegrieren, die sie oft für ihren Dienst beschämte.
Die branchenbezogene Bedeutung von Alexievichs Beitrag zu Anime und Manga liegt im Prestige und der crossover-Anziehungskraft, die ihr Name dem Medium verleiht. Die Adaption eines Werkes einer Nobelpreisträgerin in ein Manga-Format ist ein seltenes Ereignis, das erhebliche Medienaufmerksamkeit in Japan und international erregte. Der Erfolg des Mangas führte zu Nachdrucken der originalen japanischen Übersetzung ihres Buches, was die Fähigkeit des Mangas demonstriert, ernsthafte literarische Sachbücher einem neuen Publikum nahezubringen. Ihr Profil hat dazu beigetragen, die Wahrnehmung von Manga als valides Medium für komplexe historische und journalistische Inhalte zu steigern und einen Trend der Adaption ernsthafter Weltliteratur in japanische Comics weiter zu festigen.
Der Manga ist eine Adaption von Alexievichs erstem Buch, das ursprünglich 1985 auf Russisch unter dem Titel U voiny ne zhenskoe litso veröffentlicht wurde. Das Originalwerk ist eine Oral History, die die persönlichen Berichte von über fünfhundert sowjetischen Frauen präsentiert, die während des Zweiten Weltkriegs in der Roten Armee dienten, in Rollen wie Scharfschützinnen, Pilotinnen, medizinischem Personal und Partisaninnen. Das Buch war bahnbrechend, weil es sich auf die intimen, alltäglichen Erfahrungen von Soldatinnen konzentrierte und sich vom traditionellen sowjetischen Heldennarrativ abwandte, um die brutale und emotionale Realität des Krieges aus weiblicher Perspektive zu enthüllen. Aufgrund der schonungslosen Darstellung des Konflikts dauerte es zwei Jahre, einen Verlag zu finden.
Die japanische Manga-Adaption begann ihre Online-Serialisierung im April 2019 auf der Website ComicWalker. Die Zeichnungen stammen von Keito Koume, bekannt für die Serie Spice and Wolf, und das Projekt wurde von Rasenjin Hayami, einem Experten für sowjetische und russische Militärgeschichte, betreut. Der erste Sammelband wurde im Januar 2020 von Kadokawa in Buchform veröffentlicht. Die Veröffentlichung des Mangas wurde in der japanischen Manga-Branche als ungewöhnliches und ambitioniertes Projekt angesehen, aufgrund des ernsten und komplexen Charakters des Ausgangsmaterials. Die Entscheidung für einen niedlichen, großäugigen Zeichenstil war eine bewusste Wahl des Redakteurs Kentaro Ogino, um das schwierige Thema für jüngere Leser zugänglicher zu machen, mit dem Ziel, sie zum Originalbuch zurückzuführen.
Als ursprüngliche Schöpferin ist Alexievich nicht am Zeichnen oder Verfassen der Manga-Panels beteiligt; ihre Rolle ist die der Autorin des zugrundeliegenden literarischen Werks. Die Credits des Mangas listen sie als Urheberin der Originalgeschichte auf, mit Keito Koume als Comic-Zeichner. Die Adaption basiert auf der japanischen Übersetzung ihres Buches von Midori Miura.
Wiederkehrende Themen in Alexievichs Werk, die auch in die Manga-Adaption einfließen, umfassen die verborgenen oder unerzählten Perspektiven gewöhnlicher Menschen in außergewöhnlichen Umständen, insbesondere von Frauen und Kindern. Ihre künstlerische Identität ist durch einen dokumentarischen Stil geprägt, den sie als Roman der Stimmen bezeichnet, bei dem sie echte Interviews zu einem narrativen Geflecht verwebt. Der Fokus liegt nicht auf großer Militärstrategie, sondern auf der sinnlichen und emotionalen Landschaft des Krieges, einschließlich seiner Gerüche, Farben und psychologischen Belastungen, sowie den Nachkriegskämpfen von Veteranen, sich in eine Gesellschaft zu reintegrieren, die sie oft für ihren Dienst beschämte.
Die branchenbezogene Bedeutung von Alexievichs Beitrag zu Anime und Manga liegt im Prestige und der crossover-Anziehungskraft, die ihr Name dem Medium verleiht. Die Adaption eines Werkes einer Nobelpreisträgerin in ein Manga-Format ist ein seltenes Ereignis, das erhebliche Medienaufmerksamkeit in Japan und international erregte. Der Erfolg des Mangas führte zu Nachdrucken der originalen japanischen Übersetzung ihres Buches, was die Fähigkeit des Mangas demonstriert, ernsthafte literarische Sachbücher einem neuen Publikum nahezubringen. Ihr Profil hat dazu beigetragen, die Wahrnehmung von Manga als valides Medium für komplexe historische und journalistische Inhalte zu steigern und einen Trend der Adaption ernsthafter Weltliteratur in japanische Comics weiter zu festigen.
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- Themen: Manga-Übersicht
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