Babs Chula

Beschreibung
Babs Chula war eine in Amerika geborene kanadische Schauspielerin, die für ihre Arbeit in Live-Action- und Synchronsprechrollen bekannt war, insbesondere in der in Vancouver ansässigen Animationsindustrie. Geboren als Barbara Ellen Zuckerman am 22. März 1946 oder 1947 in Springfield, Massachusetts, begann sie ihre Karriere als Folksängerin, nachdem sie am California Institute of the Arts studiert hatte. Später zog sie nach British Columbia, Kanada, wo sie unter dem Künstlernamen Babs oder Babz Chula eine langjährige Karriere in Film, Fernsehen und Synchronsprechen aufbaute.

Ihre Synchronsprechkarriere war in den späten 1980er und 1990er Jahren am aktivsten, wo sie zu zahlreichen Zeichentrickserien beitrug, die in Kanada synchronisiert oder produziert wurden. Eine ihrer bemerkenswerten Arbeiten aus dieser Zeit ist die Zeichentrickserie Funky Fables, die von 1988 bis 1990 ausgestrahlt wurde. In dieser Serie sprach sie mehrere Charaktere, darunter Tante Polly, die Stiefmutter und eine Figur namens Babette. Diese Praxis, mehrere Rollen in einer einzigen Serie zu sprechen, war in der Branche üblich und zeigte ihre Vielseitigkeit.

Chulas breitere Synchronsprechfilmografie umfasst Rollen in einer Reihe anderer Animationsproduktionen. Zu ihren Arbeiten gehören die Serien Action Man, Madeline, Double Dragon und The Adventures of Sonic the Hedgehog. Sie lieh auch ihre Stimme Shows wie G.I. Joe: A Real American Hero, The Adventures of Super Mario Bros. 3 und Captain N: The Game Master. In der Serie Littlest Pet Shop von 1995 sprach sie die Figur Chloe. Obwohl sie hauptsächlich für ihre Schauspielarbeit vor der Kamera bekannt war, trug ihre Synchronarbeit zur Landschaft der Kinderunterhaltung dieser Ära bei.

Während ihrer gesamten Karriere in Vancouver arbeitete Chula häufig mit einem festen Kreis von Synchronsprechern zusammen, die ebenfalls grundlegend für die Animationsszene der Stadt waren. Zu ihren häufigen Co-Stars gehörten unter anderem Gary Chalk, Jay Brazeau, Jerry Wasserman, Alvin Sanders und Venus Terzo. Diese Zusammenarbeiten waren ein Kennzeichen der eng verbundenen Gemeinschaft von Darstellern, die in dieser Zeit die Stimmen für eine Vielzahl von Zeichentrickserien lieferten, die in Westkanada produziert wurden.

Zusätzlich zu ihrer umfangreichen Schauspielarbeit umfasst Chulas Vermächtnis ihr Engagement für Künstler, die mit gesundheitlichen Krisen konfrontiert sind. Nach ihrem eigenen langen Kampf gegen Krebs inspirierte sie die Gründung der Babz Chula Lifeline for Artists Society, einer wohltätigen Organisation, die gegründet wurde, um Künstlern, die medizinische Unterstützung benötigen, finanzielle Hilfe zu leisten. Babs Chula verstarb am 7. Mai 2010 und hinterließ ein umfangreiches Werk in sowohl Live-Action- als auch Animationsproduktionen.
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