Lynn Okamoto

Beschreibung
Lynn Okamoto ist ein japanischer Mangaka, der auf Japanisch als Okamoto Rin bekannt ist und mehrere bemerkenswerte Serien geschaffen hat, die als Anime adaptiert wurden. Geboren am 6. Januar in der Präfektur Wakayama, war er früher bei Arc System Works und Bandai angestellt, wo er an der Entwicklung von Puzzle-Spielen für die Sailor-Moon-Reihe arbeitete. Mit 28 Jahren verließ er Bandai, um seinen Traum zu verfolgen, professioneller Mangaka zu werden. Er ist bekannt dafür, ein Privatmensch zu sein und lebt in Tokio.

Okamoto debütierte im Januar 2000 mit einer Kurzgeschichte, die ebenfalls Elfen Lied heißt – eine romantische Geschichte über junge Musiker, die keine Verbindung zu seinem späteren, berühmten Werk gleichen Namens hat. Sein Durchbruch gelang mit der Serialisierung von Elfen Lied in Shueishas Weekly Young Jump von 2002 bis 2005. Die Serie, die die Geschichte eines jungen Mädchens mit mächtigen telekinetischen Vektoren erzählt, das aus einem wissenschaftlichen Labor entkommt, wurde 2004 vom Studio ARMS in eine 13-teilige Anime-Fernsehserie und ein Original Video Animation (OVA) adaptiert. Er fungierte als Berater für diese Anime-Adaption.

Nach dem Erfolg von Elfen Lied schuf Okamoto mehrere andere serialisierte Werke. Nononono, ein romantisches Drama rund um den Skisprungsport, lief von 2007 bis 2010. Brynhildr in the Darkness, oft als geistiger Nachfolger von Elfen Lied betrachtet, wurde von 2012 bis 2016 serialisiert und erhielt 2014 ebenfalls eine Anime-Adaption von ARMS. Während er typischerweise sowohl die Geschichten schreibt als auch illustriert, ist eine bemerkenswerte Ausnahme Kimi wa Midara na Boku no Joō, für das er die Geschichte lieferte, während die Zeichnungen von Mengo Yokoyari stammen. Seine späteren Werke umfassen Parallel Paradise, das 2017 in Kodanshas Weekly Young Magazine mit der Serialisierung begann und einen Abschied von seiner bisherigen langjährigen Zusammenarbeit mit Shueisha markierte.

Wiederkehrende Themen in Okamotos Werk umfassen Elemente von Science-Fiction, Horror und dramatischen Konflikten, die sich um Themen wie Entfremdung, Diskriminierung und Vorurteile drehen. Er hat erklärt, dass er diese Themen nicht für sozialkritische Kommentare nutzt, sondern vielmehr als Quelle für Drama, Emotion und Konflikt. Trotz der grafischen Gewalt in Serien wie Elfen Lied und Brynhildr in the Darkness hat er eine persönliche Vorliebe für Liebesgeschichten und komödiantisches Material gegenüber reinem Horror geäußert. In einem Interview nannte er die Manga-Serien Blade of the Immortal und Baki the Grappler als bedeutende Einflüsse auf sein Werk.

In der breiteren Manga-Branche ist Okamotos Bedeutung sowohl durch kritische Anerkennung als auch Auszeichnungen gekennzeichnet. Weekly Young Jump bezeichnete ihn als einen "unkonventionellen" und "begabten" Autor. Sein Einfluss ist so groß, dass 2018 ein Asteroid des Hauptgürtels, 49382 Lynnokamoto, ihm zu Ehren benannt wurde. Er hatte auch einen kleinen, einmaligen Auftritt als Synchronsprecher für einen Hintergrundcharakter in der zwölften Episode des Elfen Lied-Anime.
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