TV-Serie
Beschreibung
Anett Hosenfeld ist eine Pilotin, die als Leutnant in der Nationalen Volksarmee der DDR dient. Sie ist der 666. TSF-Staffel, bekannt als Schwarzesmarken, zugeteilt, wo ihr persönlicher Rufname Schwarzesmarken 06 ist. Ihr primärer Taktischer Oberflächenkämpfer (TSF) ist die MiG-21 Balalaika. Körperlich wird sie als von kleiner Statur und mit einem kräftigen, athletischen Körperbau beschrieben, da sie auf Anraten ihrer Eltern von Kindesbeinen an Kendo trainiert hat.

Zunächst als fröhlich und lebhaft beschrieben, wird Anetts Charakter maßgeblich von dem schweren psychologischen Trauma geprägt, das sie erleidet. Während ihres ersten Einsatzes wurden ihre drei besten Freundinnen innerhalb von nur drei Tagen im Kampf getötet. Dieses Ereignis führte bei ihr zur Entwicklung einer posttraumatischen Belastungsstörung, die sich in intensiver emotionaler Instabilität und einer Tendenz zu rücksichtslosem Verhalten im Kampf äußert. Beispielsweise ist bekannt, dass sie wahllos auf bereits zerstörte BETA schießt, wobei sie Munitionserhaltung und die Sicherheit ihrer Staffelkameraden missachtet. Eine bemerkenswerte persönliche Angewohnheit ist das laute Schreien vor dem Kampf, eine Methode, mit der sie versucht, ihre überwältigende Todesangst abzuschütteln.

Ihre primäre persönliche Motivation ist ein tiefsitzender Rachedurst gegenüber den BETA, den außerirdischen Kreaturen, gegen die die Menschheit kämpft, von dem sie glaubt, dass er ihre gefallenen Freundinnen rächen wird. Dieses Trauma schürt auch ihren zentralen zwischenmenschlichen Konflikt. Sie hegt eine starke und offene Abneigung gegen ihre Mitpilotin Theodor Eberbach, den sie dafür verantwortlich macht, sie und ihre Freundinnen während der Schlacht, in der diese starben, im Stich gelassen und sterben lassen zu haben. Dies schafft eine angespannte und konfrontative Dynamik zwischen ihnen, obwohl einige Quellen anmerken, dass ihr Verhalten ihm gegenüber Züge eines Tsundere aufweist, was auf einen komplexeren emotionalen Kern unter ihrer Feindseligkeit hindeutet. Umgekehrt entwickelt sie eine starke und beschützende Bindung zu Katia Waldheim, einer überlaufenden westdeutschen Pilotin, die der Staffel beitritt. Anett erkennt in Katia Echos ihrer verlorenen Freundin Inghild und wird eine ihrer fürsorglichsten und unterstützendsten Kameradinnen.

Innerhalb der 666. Staffel hat Anett eine einzigartige taktische Rolle als einzige Pilotin, die sich auf den Einsatz einer Nahkampfklinge, speziell der Langklinge Typ-77, spezialisiert hat. Diese Fertigkeit im Nahkampf ist ein direktes Ergebnis ihres Kindheits-Kendotrainings, das ihr nicht nur die notwendigen technischen Fähigkeiten vermittelte, sondern auch ihr Herz und ihre Entschlossenheit gestärkt haben soll. Ihre Nahkampffähigkeiten sind ein bemerkenswerter Vorteil für die Staffel in ihren Gefechten gegen die BETA.

Im Verlauf der Geschichte besteht Anetts Entwicklung in einem allmählichen Kampf, ihr Kriegstrauma und ihren Kummer zu überwinden, um wieder eine effektive Soldatin zu werden. Sie wird als sehr emotionale und prinzipientreue Person dargestellt, was sie ins Visier der Geheimpolizei, der Stasi, bringt. Ihre Entwicklung zeigt sich auch in ihren sich wandelnden Beziehungen, insbesondere anfangs in ihrem Hass auf die westdeutschen Streitkräfte, verkörpert durch eine Rivalität mit der Pilotin Kirke Steinhoff, die sich mit der Zeit allmählich abschwächt. Nach den Hauptereignissen der Geschichte wird Anett zum Dienstgrad Hauptmann befördert.