Film
Beschreibung
Miki Kaoru ist ein Schüler der siebten Klasse an der Ohtori-Akademie und das jüngste Mitglied des Schülerrats. Er gilt als Wunderkind, das sowohl in akademischen Fächern als auch in den Künsten, insbesondere als Pianist, herausragt, und ist zudem ein hochbegabter Fechter. Sein Erscheinungsbild ist von einer androgynen, zarten Schönheit geprägt, die Bewunderung von Mitschülern und älteren Jahrgängen gleichermaßen hervorruft.

Im Film Adolescence of Utena bewahrt Miki sein sanftes, höfliches Auftreten, wird jedoch in einer angespannteren Beziehung zu seiner eineiigen Zwillingsschwester Kozue gezeigt. Die tiefe kindliche Bindung, die sie einst teilten, symbolisiert durch ihre Klavierduett-Komposition The Sunlit Garden, ist zerbrochen. Miki verübelt Kozue, dass sie ihre musikalische Partnerschaft aufgegeben hat, und sie wiederum wird besitzergreifend und manipulativ. Eine Badeszene zwischen ihnen offenbart Mikis schmerzliche Erkenntnis, dass sie ihre frühere Nähe nie wiederherstellen können, was dazu führt, dass Kozue ihn mit einer Rasierklinge bedroht und ihn des Verrats beschuldigt.

Mikis zentrale Motivation im Laufe der Geschichte ist seine Suche nach einem „glänzenden Ding“ – einem verlorenen Ideal der Reinheit und Perfektion aus seiner Kindheit, von dem er glaubt, es wiederentdecken zu können. In der Fernsehserie projiziert er dieses Ideal auf Anthy Himemiya, aber im Film bleibt seine Fixierung auf seine Schwester eine zentrale Spannung. Er kämpft mit der Ernüchterung des Erwachsenwerdens und dem Verlust der Unschuld und verwendet eine Stoppuhr als symbolischen Versuch, die Zeit zu messen oder anzuhalten.

Innerhalb der Handlung des Films fungiert Miki als Nebenfigur. Er wird während eines Fechtkampfes mit Juri Arisugawa eingeführt und wird später einer der Schüler, die von Utenas und Anthis Trotz inspiriert werden. Letztendlich schließt er sich Juri, Saionji und Wakaba an, um Anthy bei der Flucht aus der Ohtori-Akademie zu helfen, angetrieben von dem Wunsch, sich aus den Zwängen des unterdrückerischen Systems der Schule zu befreien.

Seine wichtigste Beziehung im Film ist die zu Juri Arisugawa, mit der er eine stärkere, direktere Verbindung hat als in der Serie. Es gibt auch eine deutliche und unangenehme inzestuöse Untertöne mit seiner Schwester Kozue, die der Film expliziter macht. Zu Mikis bemerkenswerten Fähigkeiten gehören sein außergewöhnliches Klavierspiel und seine Fechtkünste; er gilt als fast so guter Fechter wie Juri.

Mikis Entwicklung im Film konzentriert sich auf seine allmähliche Ablehnung seiner idealisierten Vergangenheit und seine Bereitschaft, sich einer unsicheren „Außenwelt“ zuzuwenden, auch wenn seine Beziehung zu seiner Schwester ungelöst bleibt. Er ist weder ein Held noch ein Bösewicht, sondern ein junger Mensch, der zwischen Nostalgie und der Notwendigkeit, erwachsen zu werden, gefangen ist.