Film
Beschreibung
Im Film Das Schloss des Cagliostro ist Inspektor Koichi Zenigata ein engagierter Beamter der Internationalen Kriminalpolizeilichen Organisation, allgemein bekannt als Interpol, der seine Karriere der alleinigen Verfolgung des Meisterdiebs Arsene Lupin III. gewidmet hat. Körperlich ist Zenigata ein muskulöser Mann mit kantigem Kiefer, schwarzem Haar im Bürstenschnitt und schwarzen Augen. In diesem besonderen Abenteuer trägt er einen braunen Anzug mit grüner Hose und roter Krawatte, eine Abweichung von seinem üblichen Trenchcoat und Fedora, und bemerkenswerterweise ein Korsett zur Rückenstützung. Sein Aussehen ähnelt dem von Lupin so sehr, dass der Dieb ihn leicht imitieren kann.

Zenigata ist ein Mann von intensiver Leidenschaft und starken Überzeugungen, obwohl seine Persönlichkeit eine Mischung aus echter Kompetenz und komödiantischer Besessenheit ist. Er ist impulsiv und temperamentvoll, aber dennoch in der Lage, Professionalität zu wahren, selbst wenn er unhöflich behandelt wird, wie gezeigt wird, als er seinen Zorn unterdrückt, während er von Graf Cagliostro herabgelassen wird. Lupin beschreibt ihn als ein Kind der Showa-Ära, einen Mann, der völlig seiner Arbeit hingegeben ist. Diese Hingabe grenzt an Pathologie, da die Gefangennahme Lupins zum zentralen Zweck seiner Existenz geworden ist. Er besitzt einen starken Gerechtigkeitssinn, aber seine Methoden können unorthodox sein, und seine Fixierung auf Lupin bringt oft seine Vorgesetzten bei Interpol zur Verzweiflung.

Das Hauptmotiv des Inspektors ist die Verhaftung von Lupin III. In Das Schloss des Cagliostro wird dieses Ziel vorübergehend erschwert, als er durch einen anonymen Tipp ins Herzogtum Cagliostro gerufen wird, ohne zu wissen, dass dieser von Lupin selbst stammt. Bei seiner Ankunft findet er den Grafen obstruktiv und verdächtig. Nachdem er von Lupin hereingelegt wurde und in ein Verlies fällt, wird er zu einer unwahrscheinlichen Allianz mit seinem Ziel gezwungen. Dieser Waffenstillstand offenbart eine tiefere Schicht seines Charakters; sein Gerechtigkeitssinn überwiegt seine persönliche Vendetta und zwingt ihn, dabei zu helfen, die massive Fälschungsoperation des Grafen aufzudecken. Während er an Lupins Seite kämpft und Besorgnis zeigt, als der Dieb angeschossen wird, in der Hoffnung, dass er nicht stirbt, bevor er verhaftet wird, bleibt sein Kernziel unverändert. Am Ende des Films kehrt er zu seiner unerbittlichen Verfolgung zurück, einer Jagd, die sein Leben definiert.

Seine Schlüsselbeziehung ist natürlich die zu Lupin. Die beiden sind Erzfeinde, doch ihre Dynamik in diesem Film zeigt eine widerwillige gegenseitige Achtung und ein unausgesprochenes Verständnis. Sie werden nicht versuchen, einander zu töten, und werden gegen ein größeres Übel zusammenarbeiten, aber Zenigata wird nie aufhören zu versuchen, Lupin hinter Gitter zu bringen. Er arbeitet auch kurz mit Fujiko Mine zusammen, die ihm den entscheidenden Hinweis gibt, der ihm erlaubt, im letzten Akt einzugreifen, und so tut, als würde er die Fälschungspressen zum Vorteil seiner Vorgesetzten „entdecken“. Seine Beziehung zum Grafen ist von professioneller Abneigung geprägt, da er den Adligen als unhöflichen, rassistischen und korrupten Kriminellen betrachtet.

In Bezug auf die Entwicklung innerhalb von Das Schloss des Cagliostro durchläuft Zenigata keine grundlegende Veränderung, sondern seine Kerneigenschaften werden verstärkt. Seine Kompetenz als Ermittler wird hervorgehoben, als er richtig schlussfolgert, dass die Sicherheit des Schlosses übermäßig ist und etwas nicht stimmt. Dennoch wird er von Lupins Klugheit ausgetrickst. Sein Ehrgefühl und Patriotismus werden ebenfalls gezeigt, am bemerkenswertesten, als er für die Seele eines verstorbenen japanischen Spions betet, dessen Skelett er in den Katakomben findet – ein Moment, der ihn tief bewegt. Er ist ein emotionaler Mann, der keine Angst hat, Trauer oder Frustration zu zeigen, aber er kann auch ein Showman sein, wie zu sehen ist, als er eifrig für eine Live-Kamera schauspielert, während er die Verbrechen des Grafen aufdeckt.

Zenigata ist weit davon entfernt, ein tollpatschiger Narr zu sein. Während er oft das Ziel von Lupins Witzen ist, ist er ein hochkompetenter Polizeibeamter mit bemerkenswerten Fähigkeiten. Er ist ein erfahrener Detektiv mit scharfen Instinkten und einem genauen Blick für Ungereimtheiten. Körperlich ist er sehr stark und ein geschickter Nahkämpfer, der sich auf eine Schlägerei mit Gustav, dem bulligen Handlanger des Grafen, einlässt. Er ist auch ein Meister im Werfen von Handschellen, die er mit unglaublicher Genauigkeit einsetzt – eine moderne Anpassung der Münzwurftechnik seiner Vorfahren. Während er nur mit großer Mühe ein Tragschrauber fliegen kann, sind seine Schießkunst und schiere Zähigkeit beeindruckend, sodass er Fallen und Konfrontationen überlebt, die weniger fähige Beamte zu Fall bringen würden. Trotz seiner einseitigen Besessenheit beweisen seine Handlungen letztlich, dass seine Hingabe an die Gerechtigkeit ebenso stark ist wie sein Wunsch, Lupin zu fangen.