TV-Serie
Beschreibung
Oberstleutnant Volcott O. Huey, manchmal auch als Walcott O. Huey oder Vladimir Volcott bezeichnet, ist der kommandierende Offizier der Angel-tai, einer speziellen Militäreinheit innerhalb der Raumstreitkräfte des Transbaal-Imperiums. Er trägt den Rang eines Oberstleutnants, ist ein Mann beträchtlichen Alters, 185 Zentimeter groß und die primäre Autoritätsperson, die damit betraut ist, die Eskapaden der fünf jungen Pilotinnen der Einheit zu managen. Seine Karriere ist ein Studium der Gegensätze, die eine legendäre Vergangenheit mit den alltäglichen, oft demütigenden Realitäten seines gegenwärtigen Verwaltungspostens in Einklang bringt.

Oberflächlich betrachtet zeigt Huey eine ruhige, sanfte und fast unerschütterliche Fassade. Er spricht höflich und tritt mit einer militärischen Würde auf, die auf ein Leben im Dienst hindeutet. Diese gelassene Art lässt ihn wie die einzig stabilisierende Kraft innerhalb des chaotischen Angel-tai erscheinen, die für Ausgewogenheit und Führung sorgen soll. Seine Versuche, die Gruppe zu kontrollieren, sind jedoch fast immer vergeblich. Stattdessen wird er häufig in ihre absurden Pläne hineingezogen, gezwungen, die katastrophalen Scherbenhaufen aufzuräumen, die sie hinterlassen, und für seine Position und Ressourcen ausgenutzt. Folglich gleicht sein tägliches Dasein weniger einem strategischen Kommando als vielmehr einer Schadensbegrenzung und ähnelt eher einem gehetzten Betreuer oder einem gebeutelten Angestellten als einem dekorierten Offizier.

Unter dieser ruhigen Fassade verbirgt sich eine weitaus komplexere und fesselndere Persönlichkeit. Huey ist ein Veteran eines bedeutenden vergangenen Konflikts, in dem er den furchteinflößenden Spitznamen „Weißer Wolf der Supernova“ erhielt. Dieser Ruf wird zwar selten gezeigt, bricht aber explosiv hervor, wenn er bis an seine absolute Grenze gereizt wird. Der bekannteste Auslöser für diese Verwandlung ist jede Beleidigung, die gegen seinen sorgfältig gestutzten Schnurrbart gerichtet ist. Wenn er über die Vernunft hinaus gereizt wird, legt er seine sanfte Persönlichkeit vollständig ab und wird wieder zu einem furchterregenden, hochkompetenten Krieger. In diesem Zustand hat er unglaubliche Leistungen vollbracht, wie das Ablenken von Kugeln mit bloßen Händen, das Wachsen auf eine gigantische Größe und das eigenhändige Vernichten ganzer feindlicher Streitkräfte, wobei er seine besiegten Feinde in versteinerte Statuen verwandelte, die spöttisch als „Verlierersteine“ bezeichnet werden. Diese verborgene Intensität bestätigt, dass sein legendärer Status wohlverdient war.

Hueys Hauptmotivation ist sein eigenes Überleben – nicht auf dem Schlachtfeld, sondern innerhalb der Bürokratie des Imperiums. Er steht ständig kurz vor der Zwangspensionierung, und sein größter Kampf ist es, den Angel-tai und damit seine eigene Position vor der Auflösung zu bewahren. Da sein Lebensunterhalt vom Fortbestand der Einheit abhängt, reagiert er äußerst empfindlich auf finanzielle Strafen, politische Konsequenzen und operative Fehltritte, die seine Entlassung rechtfertigen könnten. Diese Verzweiflung hat ihn überraschend pragmatisch und sogar gierig gemacht, da er nicht davor zurückschreckt, Gelegenheiten für persönlichen Gewinn oder die Sicherung seiner Pensionsansprüche zu nutzen. Seine Handlungen sind stets von den Ängsten eines alternden Arbeiters geprägt, der versucht, der Überflüssigkeit zu entgehen, was ihn zu einem sehr menschlichen, wenn auch etwas zynischen Anführer macht.

Seine wichtigsten Beziehungen innerhalb der Einheit sind väterlich, wenn auch oft einseitig. Er hat eine besonders starke Bindung zu Forte Stollen. Nachdem er Forte als Waise gerettet, sie für das Militär angeworben und ihr sogar während einer Mission das Leben gerettet hatte, fungiert er als ihr Ersatzvater und respektierter Mentor. Forte wiederum ist eines der wenigen Mitglieder, das ihm echte Loyalität entgegenbringt und seinen Anweisungen genauer folgt als ihre Kameradinnen. Im Gegensatz dazu ist seine Beziehung zu den anderen Engeln eher verwaltungstechnisch; er sieht sie als lästig, betrachtet sie aber letztlich als Mitglieder seiner Familie. Er erträgt ihr Chaos mit resignierter Geduld und bringt seine Pflicht zu befehligen mit einer gelegentlichen, widerwilligen Flexibilität in Einklang, die ihre Einheit über strenge Protokolle stellt.

Im Laufe seiner Pflichten zeigt Huey kaum eine Charakterentwicklung im Sinne einer Persönlichkeitsveränderung, aber seine verborgenen Tiefen werden häufig freigelegt. Der ständige Witz ist sein Kampf gegen die Pensionierung, aber ernste Momente offenbaren das scharfe taktische Geschick, das unter seiner tollpatschigen Fassade liegt. Wenn die Situation wirklich kritisch wird oder wenn seine Vergangenheit heraufbeschworen wird, zeigt er, dass er nichts von seiner Schärfe verloren hat. Seine Fähigkeit, von einem zwanghaften Sorgenmacher zu einer entschlossenen, unaufhaltsamen Kraft zu wechseln, ist der Kern seines Charakters. Neben dem Kampf zeigt er eine bemerkenswerte Eigenart: Wenn er gestresst, in Panik oder verängstigt ist – was oft vorkommt – hat er die zwanghafte Angewohnheit, einen Staubsauger herauszuholen, um seine unmittelbare Umgebung zu reinigen. Diese ritualisierte Handlung dient als Bewältigungsmechanismus, als Anker an Routine und Ordnung angesichts des überwältigenden Wahnsinns, den seine Untergebenen verursachen.
Besetzung