Film
Beschreibung
Himeko Nayotake ist eine Figur, die in der Nebengeschichte „Kaguya-hime no Koibito“ aus dem elften Band des Sailor-Moon-Mangas und prominent im Film Sailor Moon S: Der Film von 1994 auftritt. Ihr Name ist eine direkte Anspielung auf „Das Märchen vom Bambussammler“, auch bekannt als die Geschichte von Prinzessin Kaguya, wobei „take“ Bambus und „Hime“ Prinzessin bedeutet. Sie ist eine menschliche Zivilistin ohne übernatürliche Fähigkeiten, definiert durch ihren Beruf und ihre bodenständige Weltanschauung.

Himeko ist Astronautin und wurde für das Luna-Frontier-Projekt ausgewählt, eine bedeutende Weltraummission. Mit zweiundzwanzig Jahren wird sie die jüngste Japanerin, die ins All fliegt. Ihre Persönlichkeit zeichnet sich durch eine selbstbewusste, realistische und pragmatische Einstellung aus. Sie glaubt nur an das, was wissenschaftlich bewiesen werden kann, und hat wenig Geduld für Fantasie oder Folklore. Diese Eigenschaft bringt sie in Konflikt mit ihrem Freund, dem Astronomen Kakeru Ōzora, dessen Faszination für die Legende von Prinzessin Kaguya sie frustrierend findet. Sie tadelt ihn oft dafür, dass er sich mit dem beschäftigt, was sie für alberne Märchen hält, und schlägt vor, dass er ein ausgezeichneter Astronaut sein könnte, wenn er solch fantastisches Denken aufgeben würde.

Der zentrale Konflikt in ihrer Geschichte ergibt sich aus diesem Aufeinandertreffen der Weltanschauungen. Während Himeko sich auf ihre wichtige Weltraummission vorbereitet, entfernt sie sich von Kakeru aufgrund seiner Abgeklärtheit und Besessenheit von einem mysteriösen Kristallsplitter, von dem er glaubt, dass er mit Prinzessin Kaguya verbunden ist. Da sie sich ungehört fühlt, reist sie zu ihrer Mission ab, ohne sich mit ihm zu versöhnen. Ihre Rolle in der Handlung verschiebt sich, während sie sich im Orbit befindet. Aus dem Weltraum wird sie Zeugin des strahlenden Lichts des Legendären Silberkristalls, der verwendet wird, um die Eis-Entität Prinzessin Schnee-Kaguya zu zerstören. Als sie dieses übernatürliche Phänomen aus erster Hand sieht, beginnt sie, ihre lang gehegte Skepsis zu hinterfragen und sich zu fragen, ob Kakerus Geschichten über eine Mondprinzessin am Ende doch wahr sein könnten. Dieser entscheidende Moment dient als Katalysator für ihre persönliche Entwicklung und öffnet ihren Geist für Möglichkeiten jenseits der Wissenschaft.

Die wichtigste Beziehung in Himekos Leben ist die zu Kakeru Ōzora. Sie lieben sich sehr, aber ihre unterschiedlichen Überzeugungen schaffen eine bedeutende Barriere zwischen ihnen. Ihre Abreise ins All hinterlässt ihre Beziehung in einem fragilen Zustand, aber die Ereignisse des Films ermöglichen ihre Reparatur. Nach ihrer Rückkehr zur Erde begrüßt Kakeru sie am Flughafen, was ihre Versöhnung und ein neues Verständnis zwischen ihnen symbolisiert. Himeko hat auch eine indirekte Verbindung zur Katze Luna, die unerwiderte Gefühle für Kakeru entwickelt. Himeko selbst ist sich dessen nicht bewusst, aber ihre Existenz als Kakerus Freundin unterstreicht die unmögliche Natur von Lunas romantischer Bindung an einen Menschen.

Himekos Entwicklung ist eine des persönlichen Wachstums durch Erfahrung. Sie beginnt als strenge Rationalistin, dargestellt als eine entschlossene und fokussierte Fachfrau, die von ihren Kollegen aufgrund ihres starken Willens manchmal als „Samurai“ bezeichnet wird. Ihre Reise beinhaltet nicht das Erlangen von Kräften, sondern vielmehr eine bedeutende Verschiebung ihrer Perspektive. Das wundersame Ereignis, das sie im Weltraum miterlebt, bringt sie nicht dazu, die Wissenschaft aufzugeben, sondern erlaubt ihr, das Geheimnis und die Magie zu umarmen, an die Kakeru glaubte, und bringt sie letztendlich wieder zusammen. Ihre bemerkenswerte Fähigkeit ist einfach ihre außergewöhnliche Fertigkeit und Hingabe als Astronautin, ein Beruf, der intensive Disziplin und Intelligenz erfordert, was auch als Vehikel für ihre transformative Erfahrung dient.