Film
Beschreibung
Karl Haushofer ist eine Figur, die in der letzten Folge der 2003er Anime-Serie Fullmetal Alchemist auftritt und eine bedeutende Rolle als Antagonist in deren Fortsetzungsfilm Fullmetal Alchemist: The Movie – Conqueror of Shamballa spielt. Er wird als ehemaliger deutscher General und Professor für Geopolitik an der Universität München in den frühen 1920er Jahren dargestellt. In diesem Setting ist er ein hochrangiges und einflussreiches Mitglied der Thule-Gesellschaft, einer geheimen okkulten Organisation, deren esoterische Überzeugungen und politische Ambitionen eng mit der aufkeimenden Nazi-Bewegung in Deutschland verbunden sind.

Was die Persönlichkeit betrifft, wird Karl Haushofer als ein Mann von Intellekt und Autorität dargestellt, getrieben von einer tiefen Faszination für Alchemie und das Konzept paralleler Welten. Während er zunächst als gelehrt erscheint, ist er letztlich pragmatisch und rücksichtslos, bereit, andere zu opfern, um seine Ziele zu erreichen. Er wird nicht von persönlicher Bosheit motiviert, sondern von einem kalkulierten und ehrgeizigen Verlangen, die Macht von Shamballa zu nutzen, dem Namen, den die Thule-Gesellschaft für das Tor zu Amestris verwendet, der Parallelwelt, aus der die Elric-Brüder stammen. Seine Motivationen konzentrieren sich darauf, diese Verbindung zu nutzen, um die Agenda der Thule-Gesellschaft voranzutreiben, indem er ein dauerhaftes Portal zwischen den beiden Welten zu öffnen sucht.

In der Geschichte dient Haushofer als primärer menschlicher Antagonist. Seine Rolle besteht darin, die Bemühungen der Thule-Gesellschaft zu orchestrieren, das Tor zur anderen Welt zu durchbrechen. Er trifft zuerst auf Van Hohenheim, den Vater der Elric-Brüder, der seit seiner Strandung auf der Erde in München lebt. Haushofer erkennt Hohenheims immenses und uraltes Wissen über Alchemie und arrangiert, dass er der Thule-Gesellschaft beitritt, in der Überzeugung, dass dies ihrem gemeinsamen Ziel, einen Weg zurück nach Amestris zu finden, dienen wird. Später manipuliert Haushofer den jungen Raketenwissenschaftler Alfons Heiderich, einen engen Freund von Edward Elric auf der Erde, indem er dessen Forschung finanziert, mit der geheimen Absicht, die Raketen zu nutzen, um die enorme Energie zu erzeugen, die für ihr Ritual erforderlich ist.

Haushofers Schlüsselbeziehung ist die zu Van Hohenheim. Er präsentiert sich zunächst als Verbündeter und Schüler von Hohenheims alchemistischem Wissen, verrät ihn jedoch letztlich. Haushofer erlaubt der Thule-Gesellschaft, Hohenheim als lebendes Opfer in ihrem finalen Ritual zur Öffnung des Portals zu verwenden. Seine andere bedeutende Verbindung ist die zu seinem eigenen Schüler Rudolf Heß, der ebenfalls Mitglied der Thule-Gesellschaft ist und im Film auftritt, was Haushofers Verbindung zu den historischen Figuren der Ära verstärkt.

Im Verlauf der Geschichte wird Haushofers wahres Wesen enthüllt. Er wandelt sich von einem unterstützenden Kollegen zu einem direkten Manipulator und Verräter. Sein großer Plan, das Portal zu öffnen, scheitert letztlich, was zu Hohenheims Tod und nur einer vorübergehenden, instabilen Verbindung zwischen den Welten führt. Nach dem Scheitern des Rituals und dem Zusammenbruch des Putschversuchs der Thule-Gesellschaft während des historischen Hitlerputsches von 1923 wird Haushofer zuletzt gesehen, wie er das Nachspiel aus der Ferne beobachtet, seine Pläne in Trümmern.

Was die Fähigkeiten betrifft, so beruht Haushofers Macht auf seinem Intellekt, seinen politischen Verbindungen und seiner Autorität innerhalb der Thule-Gesellschaft, nicht auf physischen Kampffertigkeiten. Er ist hochgradig bewandert in esoterischem Wissen und den Prinzipien der Alchemie, die er von Hohenheim gelernt hat, und er nutzt dieses Verständnis, um die Rituale der Gesellschaft zu leiten. Darüber hinaus zeigt er beträchtlichen Einfluss in den wissenschaftlichen und politischen Bereichen, wie in seiner verdeckten Manipulation von Alfons Heiderichs Raketenentwicklung für seine eigenen Zwecke zu sehen ist.