TV-Serie
Beschreibung
Ling Yao ist der zwölfte Kronprinz des östlichen Reiches Xing und der Lehnsherr des Yao-Clans. Er reist nach Amestris auf der Suche nach dem Stein der Weisen, von dem er glaubt, dass er das Geheimnis der Unsterblichkeit birgt. Seine Motivation liegt im nachlassenden Gesundheitszustand seines Vaters, des Kaisers von Xing, und dem intensiven Wettbewerb unter den vielen Kindern des Kaisers um den Thron. Ling hofft, dass die Erlangung des Steins der Weisen ihm helfen wird, in der Thronfolge aufzusteigen und das Wohlergehen seines Clans zu sichern.

In seiner Persönlichkeit ist Ling ein Studienobjekt der Gegensätze. Er ist oft lässig, mit einem stets hungrigen Auftreten, und zeigt eine listige, opportunistische Seite – er nutzt andere, insbesondere Edward Elric, häufig für Mahlzeiten oder Gefälligkeiten aus. Er hat eine unbeschwerte, humorvolle Art, die zu spielerischen Rivalitäten führt, aber unter dieser unbekümmerten Fassade verbirgt sich ein zutiefst edler und ernster Ehrgeiz. Er ist seinen Leuten und seinen Leibwächtern Lan Fan und Fu gegenüber äußerst loyal und glaubt, dass die Hauptverantwortung eines Herrschers darin besteht, seine Untertanen zu schützen und ihnen zu dienen.

Lings Rolle in der Geschichte beginnt als Neuankömmling aus einem fremden Land, der dasselbe Objekt sucht wie die Elric-Brüder. Anfangs setzt er Täuschung und Kampf ein, um Informationen zu sammeln, aber schließlich wird er ein wichtiger Verbündeter im Kampf gegen die Homunkuli. Ein entscheidender Wendepunkt tritt ein, als Vater, der Anführer der Homunkuli, beschließt, Ling zum neuen Gefäß für den Homunkulus Gier zu machen. Ling akzeptiert diese Verwandlung, und Giers Stein der Weisen wird in seinen Körper implantiert. Anstatt verschlungen zu werden, behält Ling sein eigenes Bewusstsein und entwickelt eine symbiotische Partnerschaft mit Gier. Die beiden Wesen teilen sich die Kontrolle über seinen Körper, sodass Ling Giers Kräfte nutzen kann, während er dennoch nach seinem eigenen Willen handelt. Diese Doppelexistenz schafft innere Konflikte, verleiht ihm aber auch immense Fähigkeiten.

Wichtige Beziehungen prägen Lings Reise. Seine Bindung zu seiner Leibwächterin Lan Fan ist von tiefem gegenseitigem Vertrauen und Hingabe geprägt; sie riskiert wiederholt ihr Leben für ihn, und er ist bereit, dasselbe für sie zu tun. Seine Beziehung zu Edward Elric ist geprägt von einer Mischung aus Rivalität, Kameradschaft und Humor – Ling nutzt oft Edwards Geld, um ihn zu ärgern, doch sie kämpfen Seite an Seite gegen gemeinsame Feinde. Ling gerät auch mit Zorn, dem Führer König Bradley, aneinander, aufgrund ihrer unterschiedlichen Führungsphilosophien. Trotz dieser Konflikte erntet Ling durch seine List und Tapferkeit den Respekt seiner Gegner.

Im Laufe der Erzählung durchläuft Ling eine bedeutende Entwicklung. Er beginnt als Prinz, der hauptsächlich von persönlichem Ehrgeiz getrieben wird, um Macht und Unsterblichkeit zu erlangen. Durch seine Erfahrungen in Amestris – insbesondere seine Partnerschaft mit Gier, den Verlust von Fu und seine Interaktionen mit den Elrics und anderen Charakteren – wächst er zu der Erkenntnis, dass wahre Führung darin besteht, anderen zu dienen, anstatt persönlichen Gewinn zu suchen. Am Ende der Geschichte, nach Vaters Niederlage, kehrt Ling mit Lan Fan nach Xing zurück und wird der neue Kaiser, nachdem er den Thron und die Zukunft seines Clans gesichert hat.

Zu den bemerkenswerten Fähigkeiten gehören Lings außergewöhnliche Kampfkunstfertigkeiten, die durch xingesisches Training verfeinert wurden, was ihn selbst ohne Alchemie zu einem formidablen Nahkämpfer macht. Nachdem er zu Gier wird, erhält er verbesserte Widerstandsfähigkeit und die Fähigkeit, die Substanz seines Körpers zu manipulieren, wodurch er einen undurchdringlichen Schild formen kann, der als Ultimativer Schild bekannt ist. Er kann auch zwischen seinem eigenen Bewusstsein und dem von Gier wechseln, was ihm erlaubt, taktisch von Giers Fähigkeiten Gebrauch zu machen, während er seine eigene Identität bewahrt. Diese Kombination aus körperlicher Stärke, strategischem Denken und den übernatürlichen Kräften eines Homunkulus macht ihn zu einem vielseitigen und gefährlichen Gegner.