TV-Serie
Beschreibung
Marco ist ein Agent der Sektion 2 innerhalb der Sozialfürsorgebehörde und fungiert als Betreuer von Angelica, der ersten von der Organisation erschaffenen Cyborg-Killerin. Bevor er zur Behörde kam, war er Mitglied der italienischen Anti-Terroreinheit NOCS (Nucleo Operativo Centrale di Sicurezza). Er musste sich nach einer Verletzung seines linken Auges durch einen Sprengsatz aus dem aktiven Dienst zurückziehen, was seine Sehkraft dauerhaft beeinträchtigte. Sein Freund, Dr. Bianchi, empfahl ihn für die Position als Angelicas Betreuer.

Als Marco sich zum ersten Mal um Angelica kümmerte, war er freundlich und hingebungsvoll. Um ihr die Eingewöhnung an ihre Operationen und ihr neues Leben zu erleichtern, erfand er spontan ein Märchen namens Der Prinz aus dem Land der Pasta, über einen Prinzen, der nur Pasta aß. Er verbrachte viel Zeit damit, die Geschichte weiterzuentwickeln. Diese Geschichte faszinierte seine damalige Freundin Patricia, die sie später als Kinderbuch schrieb und veröffentlichte; Marco kaufte ein Exemplar und las es Angelica vor.

Im Laufe der Zeit wurde Marco Zeuge sowohl der wachsenden Effektivität von Sektion 2 als Kampfeinheit als auch von Angelicas bemerkenswertem Potenzial als Killerin. Allerdings war Angelica auch das erste Mädchen, das unter den schweren Nebenwirkungen des Konditionierungsprozesses litt, insbesondere unter Langzeitgedächtnisverlust. Als ihre Erinnerungen verblassten und sich ihre Persönlichkeit veränderte, empfand Marco zunehmend Ekel angesichts der wiederholten Rückschläge. Er glaubte, dass jede weitere Mühe vergeblich sei, und nahm eine unpersönliche, kritische Haltung gegenüber ihrem Training ein, behandelte sie eher wie ein Werkzeug denn wie einen Menschen. Auch seine Beziehung zu Patricia endete, teilweise aufgrund der Belastung durch seine Arbeit.

Später, nachdem Angelica eine Nahtoderfahrung erlitten hatte, empfand Marco tiefe Reue über sein Verhalten ihr gegenüber. In ihren letzten Augenblicken, als Angelica ihn nicht mehr erkannte, fragte sie, warum er weine, und erinnerte sich an Fragmente der Pasta-Geschichte. Dieser Moment ermöglichte es Marco, wieder eine Verbindung zu dem unschuldigen Kind herzustellen, das er einst gekannt hatte. Nach ihrem Tod begrub er sie und bemerkte, dass er eines Tages vielleicht ein anderes Mädchen suchen würde, um sich um es zu kümmern, obwohl er keine unmittelbaren Pläne hatte.

Marcos Hauptrolle ist die eines Betreuers und Feldleiters, verantwortlich für Training, Wohlbefinden und operative Koordination mit seinem zugewiesenen Cyborg. Sein Hintergrund in der Terrorbekämpfung verleiht ihm taktisches Wissen und praktische Kampffähigkeiten, die jedoch durch die Protokolle der Behörde ergänzt werden. Seine Motivationen wandeln sich von echter Fürsorge über Desillusionierung hin zu einem resignierten Pflichtgefühl, das von Reue durchzogen ist. Seine entscheidende Entwicklung liegt in seinem Wandel von einem liebevollen Betreuer zu einem kalten Ausbilder und schließlich zu einem trauernden Mann, der ganz am Ende sein verlorenes Mitgefühl wiederentdeckt.