TV-Serie
Beschreibung
Josephine March, von allen Jo genannt, ist die zentrale Protagonistin der Anime-Adaption von „Little Women“. Eingeführt als temperamentvolle Fünfzehnjährige, ist sie die zweitälteste der vier March-Schwestern. Während des Amerikanischen Bürgerkriegs gerät ihre Familie in große Not, nachdem ihr Vater als Offizier der Union in den Krieg zieht und ihr Familienhaus in der Nähe von Gettysburg im Konflikt zerstört wird, was sie zwingt, in die Stadt Newcord umzuziehen.

Jo zeichnet sich durch ihre energiegeladene und äußerst unabhängige Persönlichkeit aus. Sie ist ein Wildfang, der sich gegen die einschränkenden Erwartungen traditioneller Weiblichkeit auflehnt, spricht oft freiheraus und hat ein hitziges Temperament, das sie als Fehler erkennt, den sie kontrollieren lernen muss. Ihr Erscheinungsbild ist unverwechselbar: Sie wird als groß und dünn mit langen Gliedmaßen, grauen Augen und langen braunen Haaren beschrieben, die sie berühmt verkauft, um ihrer Mutter Reisegeld für den Besuch ihres verwundeten Vaters zu beschaffen. Sie ist bekannt für ihre Vorliebe für praktische Kleidung, darunter ein tintenbeflecktes Schreibkostüm, das sie für ihre größte Leidenschaft trägt: das Schreiben.

Ihre tiefste Motivation ist es, als Schriftstellerin erfolgreich zu sein und ihren eigenen Weg in der Welt zu finden. Dieser Antrieb führt sie dazu, Geschichten bei lokalen Zeitungen einzureichen, wo sie zunächst scharfe Kritik von einem Reporter namens Anthony erntet. Unbeirrt bleibt sie dran, verdient sich schließlich seinen Respekt und entwickelt eine Freundschaft, die ihr als Autorin hilft zu wachsen. Ihr literarischer Ehrgeiz ist ein Kernbestandteil ihrer Identität, und ein bedeutender Wendepunkt tritt ein, als sie Professor Friedrich Bhaer trifft. Der Professor fordert sie heraus, bedeutungsvolleres Geschichtenerzählen zu verfolgen anstatt sensationsheischender Horrorromane – ein moralischer und intellektueller Einfluss, der sowohl ihre Karriere als auch ihr Privatleben prägt. Ihre Beziehung vertieft sich, und er wird schließlich ihr Ehemann.

In ihrer Rolle innerhalb der Familiengeschichte ist Jo die abenteuerlustige und beschützende Schwester. Sie teilt eine besonders enge Bindung zu ihrem Nachbarn Theodore „Laurie“ Laurence, sieht ihn jedoch platonisch und lehnt letztlich seinen Heiratsantrag ab. Ihre starke Loyalität gegenüber ihren Schwestern, insbesondere ihrer sanften jüngeren Schwester Beth, ist ein prägendes Merkmal. Nachdem Beth krank wird und stirbt, kanalisiert Jo ihre Trauer und Familienerfahrungen in das Schreiben eines autobiografischen Romans, der ihr größter Erfolg wird.

Die Anime-Adaption erweitert Jos Geschichte mit einzigartigen Handlungssträngen. Während des Krieges hilft sie ihrer Familie, einen entlaufenen Sklaven namens John zu verstecken, was ihr tiefes Mitgefühl und ihre Missachtung von Ungerechtigkeit zeigt. Ihre Entwicklung von einem impulsiven Teenager zu einer gefassten Frau wird durch ihre Zeit in New Cord und später New York geprägt, wo sie als Gouvernante arbeitet und weiterhin ihr Handwerk verfeinert.

In ihren späteren Jahren, wie in der Fortsetzungsserie „Little Women II: Jo's Boys“ dargestellt, ist Jo zur Schulleiterin von Plumfield gereift, einer fortschrittlichen Schule, die sie mit ihrem Ehemann Fritz leitet. Während sie jetzt damenhafter und gefasster ist, behält sie ihren starken und wettbewerbsorientierten Geist. Als Lehrerin ist sie eine weise und liebevolle Mentorin für ihre Schüler, darunter ihre eigenen Söhne, Neffen, Nichten und Waisenkinder wie den straßenschlauen Dan und die angehende Ärztin Nan. Sie wird als all-liebende Heldin und coole Lehrerin beschrieben, die jeden Schüler auf seine eigene Weise versteht und deren Kreativität durch Theaterstücke und intellektuelle Abenteuer fördert.

Jos bemerkenswerte Fähigkeiten liegen in ihrer kraftvollen Vorstellungskraft, ihrem Schreibtalent und ihrer natürlichen Führungsstärke. Sie ist einfallsreich und beharrlich, kann ihre Schwestern und später ihre Schüler organisieren und nutzt ihre Erfahrungen, um ihr literarisches Werk zu befeuern. Ihre Reise verwandelt ihre jugendliche Aufsässigkeit in pragmatische Führungsqualitäten, sodass sie eine Gemeinschaft schaffen kann, in der Unabhängigkeit und Selbstausdruck geschätzt werden.