Manga
Beschreibung
Im Kyoto der Heian-Zeit gilt der Künstler Yoshihide weithin als der größte Maler des Landes, doch er ist auch grob, habgierig und völlig von seinem Handwerk besessen. Seine einzige Schwäche ist seine schöne Tochter Yuzuki, die als Hofdame im Haushalt des mächtigen Herrn von Horikawa dient. Der Herr hat ein beunruhigendes Interesse an Yuzuki entwickelt, und es kursieren Gerüchte, dass er ihr seine Aufmerksamkeit aufzwingt. Yoshihide bittet wiederholt um ihre Freilassung, doch Horikawa lehnt ab, was die Spannungen zwischen Künstler und Gönner vertieft.

Als Horikawa Yoshihide beauftragt, einen monumentalen Paravent zu schaffen, der die Qualen der buddhistischen Hölle darstellt, treibt Yoshihides Besessenheit von Realismus ihn zu schockierenden Extremen. Er verbringt Stunden damit, Leichen in Leichenhäusern zu skizzieren und foltert seine eigenen Lehrlinge, um authentische Ausdrücke der Qual einzufangen. An einem Punkt spricht er mit einer dämonischen Stimme, was auf eine übernatürliche Verderbnis hindeutet. Doch er kann den Schirm nicht vollenden, ohne Zeuge zu werden, wie eine Frau in einer Kutsche verbrannt wird.

Yoshihide bittet Horikawa, eine solche Verbrennung zu arrangieren. Horikawa stimmt zu – doch in einer grausamen Wendung befiehlt er, dass das Opfer Yuzuki sein soll, die in der Kutsche angekettet ist. Als die Flammen sie verzehren, springt ihr Haustieraffe hinein, um mit ihr zu sterben. Yoshihide beobachtet dies mit einem seltsamen, ekstatischen Ausdruck, endlich fähig, den Schrecken zu malen, den er brauchte. Er vollendet den Schirm, ein Meisterwerk grotesker Schönheit, und erhängt sich noch in derselben Nacht.

Die Geschichte wird von einem Diener-Erzähler gerahmt, der darauf besteht, dass Horikawas Grausamkeit eine Bestrafung für Yoshihides verdrehte Kunstfertigkeit war, nicht ein Akt der Bosheit wegen Yuzukis Zurückweisung – obwohl die Beweise das Gegenteil nahelegen. Die Erzählung erforscht die verheerenden Kosten künstlerischer Perfektion, den korrumpierenden Einfluss absoluter Macht und die verschwimmende Grenze zwischen Schöpfung und Zerstörung. Die Manga-Adaption von Mihiro folgt eng der ursprünglichen Kurzgeschichte und verwendet klare, ausdrucksstarke Kunst, um die Unschuld Yuzukis mit dem moralischen Verfall sowohl Yoshihides als auch seines Herrn zu kontrastieren. Die Geschichte endet in Stille, wobei der Schirm als permanentes, schreckliches Denkmal für die Leben, die er gekostet hat, zurückbleibt.
Informationen
Ryunosuke Akutagawa's Hell Screen
地獄変
Typ: Manga
Datum: 01.07.2010
Kategorien
Genre
Drama
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Kommentar(e)
Mitarbeiter
  • Art
    Mihiro