Beschreibung
Chinikami ist ein kleiner Kindersensenmann, der paradoxerweise selbst panische Angst vor dem Tod hat. Aus dieser Furcht heraus ist es ihm noch nie gelungen, seine düsteren Pflichten zu erfüllen. Sein Vorgesetzter, Enma-sama, ist von seinen mangelnden Ergebnissen entnervt und drängt ihn schließlich, das Sensendorf zu verlassen und in die Menschenwelt zu reisen, mit dem einfachen Ziel, seinen ersten Todesfall zu vollbringen. Sein auserwähltes Ziel ist eine lebhafte alte Großmutter, die allein in einem nostalgischen japanischen Landhaus lebt. Doch anstatt ihr das Leben zu nehmen, wird Chinikami mit offenen Armen empfangen. Die Großmutter bietet ihm Reis-Cracker an, hilft ihm bei den Hausaufgaben und behandelt ihn wie ihr eigenes Enkelkind – selbst nachdem sie entdeckt, dass er ein Sensenmann ist. Unfähig, ihr etwas anzutun, bleibt Chinikami den Sommer über bei ihr und erlebt alltägliche Freuden – Rasierschnee, Glühwürmchenfangen, das Beobachten einer Zikade, die aus ihrer Hülle schlüpft, und das Schreiben von Wünschen auf Tanabata-Streifen. Durch diese Begegnungen stellt er sich allmählich der Bedeutung von Leben und Tod und knüpft nicht nur Bindungen zur Großmutter, sondern auch zur natürlichen Welt um ihn herum, einschließlich Fröschen, Kaulquappen und dem Geist des verstorbenen Ehemanns der Großmutter während des Obon-Festes. Die Geschichte folgt dem sanften, episodischen Bogen von Chinikamis widerwilliger Reise von einem gescheiterten Sensenmann zu einem Wesen, das lernt, dass Freundlichkeit, Verbundenheit und Loslassen weitaus wichtiger sind als der Auftrag, den er erhalten hatte. Er kehrt schließlich ins Sensendorf zurück, ohne ein einziges Leben genommen zu haben, aber mit einem Herzen voller Verständnis und Reife.
Kommentar(e)
Mitarbeiter
- Rolle EinsShūgo Shiroyagi
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