Film
Beschreibung
Maquia ist die Protagonistin des Films Maquia: When the Promised Flower Blooms. Sie gehört zu den Iorph, einem mystischen Volk, das im späten Teenageralter aufhört, physisch zu altern, und Jahrhunderte leben kann. Die Iorph sind als der Clan der Abschiede bekannt, weil sie zwangsläufig diejenigen überleben, die sie lieben. Sie verbringen ihre Tage damit, Hibiol zu weben, ein Tuch, das den Lauf der Zeit aufzeichnet. Maquia wurde in jungen Jahren zur Waise und wuchs als Assistentin der Clanältesten Racine auf, die sie warnte, dass das Knüpfen emotionaler Bindungen zu Außenstehenden zu wahrer Einsamkeit führen würde.

Zu Beginn der Geschichte ist Maquia ein schüchternes, ängstliches und etwas einsames Mädchen. Sie hat eine stille Schwärmerei für ihren Mit-Iorph Krim, gesteht ihm aber nie ihre Gefühle. Ihr friedliches Leben endet, als das Königreich Mezarte ihr Dorf angreift, um das Geheimnis der Langlebigkeit der Iorph zu erlangen. Im Chaos wird Maquia versehentlich von einem wilden, drachenähnlichen Wesen namens Renato fortgetragen und landet allein in der Menschenwelt. Dort entdeckt sie ein neugeborenes Menschenbaby in den Armen seiner toten Mutter. Trotz der Warnung ihrer Ältesten beschließt sie, das Kind als ihr eigenes aufzuziehen und nennt es Ariel.

Ihre Hauptmotivation im gesamten Film ist es, Ariel zu lieben, zu beschützen und großzuziehen. Sie möchte verstehen, was es bedeutet, eine Mutter zu sein, und ihrem Sohn ein glückliches Leben zu schaffen, selbst während sie mit ihrer eigenen Unsterblichkeit und der Unvermeidbarkeit, ihn zu überleben, kämpft. Während sie lernt, für Ariel zu sorgen, wird ihr sanftes und gütiges Wesen von einer wachsenden Entschlossenheit und Widerstandsfähigkeit begleitet. Sie passt sich der menschlichen Gesellschaft an und nimmt einfache Arbeiten wie das Kellnern in einem Restaurant an, um sie zu versorgen.

Maquias Rolle in der Geschichte ist die einer Mutter, die die tiefen Freuden und Sorgen der Erziehung eines sterblichen Kindes meistert, während sie selbst ewig jung bleibt. Ihre Reise ist der emotionale Kern des Films. Sie steht im Kontrast zu ihrer Iorph-Freundin Leilia, die gefangen genommen und zu einer politischen Heirat gezwungen wird, und zu Krim, der von einem Verlangen nach Rache verzehrt wird. Maquia entscheidet sich dafür, den Lauf der Zeit und den Schmerz des Abschieds zu umarmen, anstatt an der Vergangenheit festzuhalten.

Zu ihren wichtigsten Beziehungen gehört ihr Adoptivsohn Ariel, dessen Bindung zu ihr sich von völliger kindlicher Abhängigkeit über jugendliche Rebellion und Verlegenheit wegen ihres unveränderten Aussehens bis hin zu reifer Dankbarkeit und Liebe in seinem hohen Alter entwickelt. Sie pflegt auch eine tiefe Freundschaft mit Leilia, und die beiden finden schließlich gemeinsam Freiheit, indem sie auf dem letzten Renato davonfliegen. Lang, ein Menschenjunge, der mit Ariel aufwächst, bleibt Maquia sein Leben lang ein treuer und beschützender Freund. Mido, die Menschenfrau, die Maquia und das Baby Ariel zunächst aufnimmt, dient als mütterliche Mentorin und lehrt Maquia, wie man einen menschlichen Säugling versorgt. Der halb-Iorph-Händler Barrow fungiert als Führer und gelegentlicher Vertrauter, der in entscheidenden Momenten auftaucht.

Maquias Charakterentwicklung ist geprägt von ihrer Verwandlung von einem ängstlichen, einsamen Mädchen zu einer weisen, mitfühlenden Frau, die akzeptiert, dass Liebe den Schmerz des Verlustes wert ist. Sie erlebt das gesamte Spektrum der Mutterschaft: die Freude, Ariel aufwachsen zu sehen, den Kummer seiner Distanzierung als Teenager, den Stolz, ihn als Soldaten, Ehemann und Vater zu sehen, und die endgültige Trauer, seine Hand auf seinem Sterbebett Jahrzehnte später zu halten. Letztendlich lernt sie, dass die Erinnerungen an die Liebe über den Abschied hinaus Bestand haben.

Zu ihren bemerkenswerten Fähigkeiten gehört das Weben von Hibiol, das es ihr ermöglicht, Erinnerungen und Geschichten in Stoff festzuhalten. Als Iorph besitzt sie eine jahrhundertelange Lebensspanne und ein unverändert junges Aussehen. Sie verfügt über keine physischen Kampffähigkeiten; ihre Stärke liegt in ihrer fürsorglichen Natur, ihrer emotionalen Widerstandsfähigkeit und ihrer Fähigkeit, bedingungslos zu lieben.