TV-Serie
Beschreibung
Inspektor Zenigata, dessen vollständiger Name Koichi Zenigata lautet, ist ein entschlossener Polizeibeamter und der unerschütterliche Erzrivale des Meisterdiebs Arsène Lupin III. Er hat seine gesamte Karriere der Verhaftung eines einzigen Mannes gewidmet. Ursprünglich Mitglied der Tokioter Metropolitan Police, wechselt Zenigata schließlich zu Interpol, um die internationale Zuständigkeit zu erlangen, die nötig ist, um Lupin rund um den Globus zu verfolgen. Sein Name und das ursprüngliche Konzept sind eine Hommage an den berühmten fiktiven japanischen Detektiv Zenigata Heiji, als dessen Nachfahre er gilt, obwohl seine unerbittliche, fast obsessive Verfolgung eines einzigen Ziels auch an Inspektor Ganimard aus den ursprünglichen Arsène-Lupin-Geschichten erinnert.

Was die Persönlichkeit betrifft, ist Zenigata eine komplexe Figur, deren Darstellung in verschiedenen Adaptionen variiert hat und zwischen einem strengen und kompetenten Ermittler und einer eher tollpatschigen, komischen Figur schwankt. Ein Kern von Eigenschaften bleibt jedoch konstant: Er ist ein Mann von tadelloser Ehre und einem unerschütterlichen Gerechtigkeitssinn und zeigt sich tiefgehend resistent gegen Korruption oder Bestechung. Seine gesamte Existenz ist darauf ausgerichtet, Lupin zu fangen, eine Mission, die er mit einer Beharrlichkeit verfolgt, die an das Existenzielle grenzt. Wenn Lupin für tot gehalten wird, verfällt Zenigata oft in eine tiefe Depression oder verliert seinen Lebenssinn, geht sogar so weit, seinen Polizeidienst zu quittieren und in einer Geschichte Mönch zu werden, wo er für Lupins gesetzestreue Wiedergeburt betet. Diese einzigartige Besessenheit hat ihm kaum ein Privatleben gelassen; er wird meist als in unordentlichen, überfüllten Hotelzimmern oder Wohnungen lebend dargestellt, und jede Erwähnung einer Familie, wie einer Tochter namens Toshiko in einem Film, wird selten, wenn überhaupt, wieder aufgegriffen.

Trotz seiner komischen Frustration und häufigen öffentlichen Ausbrüchen von „Lupin!“ ist Zenigata ein hochkompetenter und respektierter Beamter. Seine beeindruckende Verhaftungsbilanz bei unzähligen anderen Kriminellen ist der Hauptgrund, warum Interpol seine wiederholten Fehlschläge bei der Ergreifung seines Hauptziels toleriert. Körperlich ist er in ausgezeichneter Verfassung, zeigt Geschick in Judo und Karate und besitzt die Fähigkeit, bewaffnete Angreifer im Alleingang zu besiegen. Seine charakteristische Waffe ist ein Paar Handschellen, die an einem Seil oder einer Kette befestigt sind und die er mit fast übermenschlicher, bumerangartiger Genauigkeit wirft, um seine Beute zu fangen – eine Fähigkeit, die direkt die berühmte Münzwurftechnik seines Vorfahren widerspiegelt. Er ist auch ein erfahrener Schütze, der oft eine Colt M1911 Pistole trägt, obwohl er im Allgemeinen davon absieht, tödlich zu schießen. Sein obsessiver Antrieb verleiht ihm Momente unglaublicher körperlicher Ausdauer und Stärke, wie das Aufbrechen von Stahltüren mit bloßen Händen oder das erstaunliche Erwachen aus einem Koma bei der bloßen Erwähnung von Lupins Namen.

Zenigatas Hauptrolle in der Erzählung ist es, als gesetzestreues Gegenstück zu Lupins kriminellem Genie zu dienen, indem er den Dieb ständig zu den Schauplätzen seiner Raubzüge verfolgt und ausgeklügelte Fallen stellt. Doch seine Beziehung zu Lupin ist weitaus nuancierter als eine einfache Jäger-Beute-Dynamik. Zwischen den beiden besteht ein tiefer, unausgesprochener gegenseitiger Respekt, und sie finden sich oft in widerwilligen, vorübergehenden Bündnissen gegen einen gemeinsamen, finstereren Feind wieder. Lupin nennt Zenigata liebevoll „Paps“, einen Spitznamen, den der Inspektor nie wirklich ablehnt, und der Dieb wird große Anstrengungen unternehmen, um Zenigata zu rächen, wenn dieser von jemand anderem schwer verletzt wird, da er glaubt, dass niemand sonst das Recht hat, ihn zu besiegen. Zenigata seinerseits, obwohl er es nie zugeben würde, verlässt sich auf diese ewige Jagd, um seinem Leben einen Sinn zu geben; bei den seltenen Gelegenheiten, bei denen er Lupin erfolgreich fängt, wird er ungeduldig und wünscht sich fast, dass der Dieb entkommt, damit die Verfolgung weitergehen kann.

Im Laufe der langlebigen Serie hat Zenigata eine gewisse Entwicklung gezeigt, auch wenn sie oft subtil ist. Frühe Darstellungen, insbesondere im ursprünglichen Manga und der ersten Anime-Serie, zeigten ihn als einen rücksichtsloseren, korrupteren und gewalttätigeren Beamten, der sich zu der liebenswerteren und liebenswert unbeholfenen Figur wandelte, die von den meisten internationalen Fans wiedererkannt wird. Spätere Serien haben weiterhin mit diesen Eigenschaften gespielt, wobei sie manchmal seine scharfen detektivischen Fähigkeiten und sein strategisches Denken betonten, wie in Teil 4 und Teil 5 zu sehen, wo er moderne Technologie wie soziale Medien nutzt, um seine Beute zu verfolgen, während er dennoch seine emotionale Verletzlichkeit und explosive Leidenschaft für seine Arbeit beibehält. In einer bemerkenswerten Handlung in Teil 5 verliert er durch eine Kopfverletzung sein Gedächtnis und wird kurzzeitig selbst zum Edeldieb, ein Szenario, das es ihm ermöglichte, sein tiefes, fast intuitives Verständnis von Lupins Methoden zu demonstrieren. Letztendlich bleibt Inspektor Zenigata eine unverzichtbare Kraft in der Erzählung, ein tragikomischer Held, dessen eigene Identität so sehr mit der seines Ziels verwoben ist, dass die beiden niemals wirklich getrennt werden können.