TV-Serie
Beschreibung
Mércèdes De Morcerf ist eine Hauptfigur im Anime Gankutsuou: Der Graf von Monte Christo. Sie ist die Gräfin von Morcerf, die Ehefrau von General Fernand de Morcerf und die Mutter von Albert de Morcerf. Vor ihrer Heirat war Mercédès die Verlobte von Edmond Dantès, einem jungen Seemann, der zu Unrecht inhaftiert wurde. In dem Glauben, Edmond sei im Château d’If gestorben, heiratete sie schließlich ihren Jugendfreund Fernand, der einer der Verschwörer hinter Edmonds Verhaftung gewesen war. Mercédès ist von einer tiefen, anhaltenden Melancholie geprägt. Obwohl sie eine hingebungsvolle Ehefrau und eine fürsorgliche Mutter ist, die den Erwartungen ihres hohen gesellschaftlichen Standes gerecht wird, hat sie sich nie wirklich von dem Verlust ihrer ersten Liebe erholt. Sie hegt immer noch ungelöste Gefühle für Edmond, und diese emotionale Wunde prägt ihr gesamtes Dasein. Ihre Hauptmotivation ist es, ihren Sohn Albert vor dem Aufruhr zu schützen, den sie nahen spürt. Sie ist die erste Person in Paris, die den Grafen von Monte Christo als den Mann erkennt, den sie einst liebte, und seine wahre Identität unter seiner fremdartigen Erscheinung wahrnimmt. Diese Erkenntnis versetzt sie in eine schmerzhafte Lage: Sie versteht die Berechtigung von Edmonds Zorn, muss aber dennoch um die Sicherheit ihres Sohnes und ihrer Familie bitten. Mercédès lebt in einem Zustand stiller Verzweiflung, gefangen zwischen ihrer Pflicht gegenüber ihrem jetzigen Haushalt und der Schuld, die sie wegen der Vergangenheit trägt. Sie vermutet, dass der Graf zurückgekehrt ist, um ihre Familie zu zerstören, und verbringt einen Großteil der Geschichte damit, Albert vor den Folgen von Fernands vergangener Verbrechen zu schützen. Ihre wichtigsten Beziehungen sind die zu Fernand, dessen Verbindung mit ihr auf einem Fundament aus Lügen und Verrat aufgebaut war; zu Albert, den sie innig liebt und zu beschützen versucht; und zum Grafen, dessen Anwesenheit sie zwingt, sich ihrer eigenen Geschichte und Mitschuld zu stellen. Mercédès besitzt keine übernatürlichen Fähigkeiten, aber sie hat eine scharfe emotionale Intuition, die es ihr erlaubt, durch die Verkleidung des Grafen zu sehen. Ihre Rolle in der Geschichte ist die einer tragischen Zeugin und einer Figur des Gewissens. Sie nimmt nicht direkt am Racheplan teil, aber ihre Anwesenheit mildert oft die Härte der Erzählung. Während die Pläne des Grafen voranschreiten, wird sie zunehmend isoliert und verzweifelt. Nach der Aufdeckung von Fernands Kriegsverbrechen und dem Zusammenbruch der Familie Morcerf verlässt Mercédès Paris, um ein stilles Leben der Buße zu suchen. Im Epilog, der fünf Jahre später spielt, wird sie als friedvoll beschrieben, obwohl sie weiterhin sowohl um Edmond als auch um Fernand trauert. Ihr Handlungsbogen ist einer von stillem Ertragen, Schuld und schließlicher Resignation, was sie zu einer der wenigen Figuren macht, die nicht durch den Kreislauf der Rache zerstört werden, sondern ihn durch Rückzug überleben.