Mitsuko Horie

Beschreibung
Mitsuko Horie ist eine äußerst einflussreiche japanische Schauspielerin, Synchronsprecherin und Sängerin, die weithin als Legende der Anime-Industrie gilt. Geboren am 8. März 1957 in Yamato, Kanagawa, ist sie ihren Fans liebevoll als Micchi bekannt und wird mit Titeln wie der „Königin der Anison-Welt“ für ihre monumentalen Beiträge zur Anime-Musik gefeiert. Schon in jungen Jahren war Horie musikalisch begabt und begann mit sechs Jahren Geigenunterricht. Ihr Weg zum Ruhm begann in der Grundschule, nachdem sie in einem Fernsehgesangswettbewerb auf sich aufmerksam machte, was zu ihrem professionellen Debüt im Alter von nur zwölf Jahren führte. Sie wird von der Talentagentur Aoni Production vertreten.

Hories Karriere zeichnet sich einzigartig durch ihren parallelen Erfolg sowohl als erstklassige Synchronsprecherin als auch als Sängerin aus, die Titellieder für Hunderte von Anime-Serien gesungen hat. Ihr Synchronsprech-Debüt gab sie 1978, und seitdem hat sie eine Vielzahl von Charakteren zum Leben erweckt und dabei eine bemerkenswerte Bandbreite bewiesen. Besonders bekannt ist sie für ihre Hauptrollen im World Masterpiece Theater von Nippon Animation, wo sie öfter als jede andere Schauspielerin Heldinnen ihre Stimme geliehen hat. Zu diesen ikonischen Rollen gehören Remi in Remi, Nobody's Girl, Judy Abbott in My Daddy Long Legs und Pollyanna Whittier in The Story of Pollyanna, Girl of Love. Sie lieh auch Jeanie in Kaze no Naka no Shoujo Kinpatsu no Jeanie ihre Stimme.

Im Magical-Girl-Genre hat Horie mehrere charakteristische Figuren gespielt. Sie spielte die titelgebende Figur Atsuko Kagami in Himitsu no Akko-chan und Lalabell in Mahou Shoujo Lalabel. Ihre Filmografie umfasst auch beliebte und mächtige Figuren in Action- und Fantasy-Serien. Bekannt ist sie als der fröhliche Roboter Obotchaman im Original Dr. Slump und seinen Filmen sowie als Upa in Dragon Ball. Sie hat auch denkwürdige antagonistische Rollen übernommen, wie die bedrohliche Sailor Galaxia in Sailor Moon Sailor Stars und die königliche Polaris Hilda in der Saint-Seiya-Saga. Ihr Talent erstreckt sich auf reifere und vielfältigere Projekte, darunter die Rolle der Kyoko Jounouchi in der Cyberpunk-OVA Cyber City Oedo 808. Ihre umfangreiche Arbeit umfasst auch die Rolle der Erzählerin und zahlreicher Prinzessinnen in der Serie Grimm's Fairy Tale Classics sowie Miyuki Moriki in Submarine Super 99 und Charaktere wie Mirai in einem Galaxy Express 999-Film und Baraba in Chōnōryoku Shōjo Barabanba.

Über ihre Schauspielerei hinaus ist Hories Musikkarriere schlichtweg außergewöhnlich. Sie hat über 900 Lieder aufgenommen, und ihre kraftvolle und ausdrucksstarke Stimme hat den Klang von Anime über Jahrzehnte geprägt. Ihr erstes Titellied war für die Serie Judo Boy von 1969. Sie erlangte Superstar-Status mit ihrer Darbietung des Vorspanntitels Watashi wa Candy für den Welterfolg Candy Candy im Jahr 1976. Sie schrieb Geschichte als erste Frau, die das Hauptthema für einen Roboter-Anime mit Voltes V no Uta sang. Weitere ikonische Titellieder sind die für Hana no Ko Lunlun, Hello! Sandybell und Mahou no Mako-chan. Ihre Zusammenarbeiten mit anderen Anison-Legenden wie Ichirou Mizuki und Isao Sasaki bei Liedern wie Susume! Gorenger und Cross Fight! sind gefeierte Meilensteine der Branche. Ihr Einfluss ist so tiefgreifend, dass ihr Lied für Voltes V auf den Philippinen zu einem kulturellen Phänomen wurde.

Im Laufe ihrer Karriere hat Horie immense Anerkennung für ihre Beiträge erhalten. Sie gilt als einer der „Vier Könige der Anime-Lieder“, ein Zeugnis ihres Einflusses auf das Genre. Sie war Jurorin beim Animax Anison Grand Prix und half dabei, neue Talente zu entdecken. Als Zeugnis ihres bleibenden Vermächtnisses tritt sie weiterhin auf und spricht neue Charaktere, wie Professor Woodward in der Serie Little Witch Academia von 2017. Sie hat sich auch der Förderung zukünftiger Generationen verschrieben, indem sie eine Gesangsschule in Tokio gründete. Mitsuko Hories sechzigjährige Karriere, geprägt von ihrem Doppeltalent und einem unvergleichlichen Katalog geliebter Darbietungen, hat ihren Status als wahre Ikone und grundlegende Säule der japanischen Popkultur gefestigt.
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